Masterarbeit, 2014
85 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemdarstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit und Eingrenzung
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN UND ABGRENZUNGEN
2.1 Begriff des Joint Ventures und allgemeine Charakteristika
2.2 Gründungsmotive und wirtschaftliche Gestaltungsziele
2.3 Rechtliche Strukturierung eines Joint Ventures
2.3.1 Contractual-Joint Venture
2.3.2 Equity-Joint Venture
2.4 Abgrenzung verschiedener Unternehmensverbindungen
3 INTERESTS IN JOINT VENTURES – IAS 31
3.1 Klassifikation von Joint Ventures im Sinne des IAS 31
3.1.1 Jointly Controlled Operations
3.1.2 Jointly Controlled Assets
3.1.3 Jointly Controlled Entities
3.2 Wesentliche Gründe für die Überarbeitung
4 JOINT ARRANGEMENTS – IFRS 11
4.1 Entstehungsgeschichte
4.2 Anwendungsbereich und Zielsetzung
4.3 Wesentliche Kernänderungen im Überblick
4.4 Voraussetzungen für das Vorliegen von Joint Arrangements
4.5 Abgrenzung von Joint Arrangements
4.5.1 Ausprägungsformen
4.5.2 Rechte und Pflichten als zentrales Abgrenzungsmerkmal
4.5.3 Klassifikationskriterien im Überblick
4.5.3.1 Struktur des Joint Arrangements
4.5.3.2 Rechtsform des eigenständigen Vehikels
4.5.3.3 Vertragliche Vereinbarungen
4.5.3.4 Sonstige Fakten und Umstände
4.5.4 Ökonomische Konsequenzen bedingt durch Sachverhaltsgestaltung
4.6 Zwischenergebnis und kritische Stellungnahme
5 BILANZIELLE ABBILDUNG IM KONZERNABSCHLUSS
5.1 Bilanzierung von Joint Ventures im Sinne des IFRS 11
5.1.1 Vorbereitende Maßnahmen
5.1.2 Konzeption und Grundzüge der Equity-Methode
5.1.2.1 Erstkonsolidierung
5.1.2.2 Folgekonsolidierung
5.1.2.3 Ausnahmen von der Anwendung der Equity-Methode
5.2 Bilanzierung von Joint Ventures im Sinne des IAS 31
5.3 Bilanzierung von Joint Operations im Sinne des IFRS 11
5.4 Übergangsvorschriften
5.5 Zwischenergebnis und kritische Stellungnahme
6 MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN DER NEUREGELUNGEN
6.1 Organisatorischer und zeitlicher Umsetzungsaufwand
6.2 Informationsfunktion des Konzernabschlusses
6.3 Ausgewählte Konzernabschlussgrößen und -kennzahlen
7 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Ziel dieser Masterarbeit ist es, die grundlegenden Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln für Joint Arrangements unter dem alten Standard IAS 31 und dem neuen Standard IFRS 11 aufzuzeigen. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob durch IFRS 11 die konzeptionellen Schwächen des IAS 31 behoben wurden und inwiefern das neue Klassifizierungssystem Anreize für eine bilanzpolitische Sachverhaltsgestaltung schafft.
4.5.4 Ökonomische Konsequenzen bedingt durch Sachverhaltsgestaltung
„Die vom IASB vorgenommene Differenzierung zwischen den Ausprägungsformen gemeinschaftlicher Vereinbarungen ist zwar theoriekonform, birgt aber erhebliches Potenzial zur Sachverhaltsgestaltung.“ Analog zu der bilanziellen Abbildung von Leasingverhältnissen in der internationalen Rechnungslegung gem. IAS 17, bei der dem Bilanzierenden durch ein dichotomes und ermessenbehaftetes Klassifizierungsschema ein faktisches Wahlrecht an die Hand gelegt wird, seine Leasingverhältnisse entweder außerbilanziell als Operate Lease oder aber bilanzwirksam als Finance Lease zu klassifizieren, ergeben sich in IFRS 11 im Rahmen des mehrstufigen Klassifizierungsschemas ebenfalls umfangreiche Gestaltungsspielräume, um Einfluss auf die Ausprägungsform und Bilanzierung eines JA zu nehmen. Im Nachfolgenden soll anhand einer ausgewählten und durchaus praxisrelevanten Sachverhaltskonstellation aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten den involvierten Parteien eines JA durch IFRS 11 an die Hand gelegt werden, mithilfe von gezielten sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen ein intendiertes Abbildungsformat ihrer Anteile an einem JA im jeweiligen IFRS-Konzernabschluss zu erhalten. Des Weiteren soll verdeutlicht werden, welche realen ökonomischen Konsequenzen bedingt durch derartige Maßnahmen möglicherweise hervorgerufen werden können.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problematik der Umstellung von IAS 31 auf IFRS 11 und erläutert Zielsetzung sowie Aufbau der Masterarbeit.
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN UND ABGRENZUNGEN: Erläutert das allgemeine Begriffsverständnis von Joint Ventures und ordnet diese im Rahmen der Stufenkonzeption der Unternehmensverbindungen ein.
3 INTERESTS IN JOINT VENTURES – IAS 31: Analysiert den abgelösten Standard IAS 31 sowie die Gründe, die zur Überarbeitung der Bilanzierungsvorschriften geführt haben.
4 JOINT ARRANGEMENTS – IFRS 11: Detaillierte Darstellung der neuen Klassifizierungssystematik nach IFRS 11, fokussiert auf Rechte und Pflichten sowie das Potenzial zur Sachverhaltsgestaltung.
5 BILANZIELLE ABBILDUNG IM KONZERNABSCHLUSS: Vergleicht die technische Umsetzung der Equity-Methode mit der vormaligen Quotenkonsolidierung und diskutiert die Übergangsvorschriften.
6 MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN DER NEUREGELUNGEN: Untersucht den organisatorischen Umsetzungsaufwand und die Auswirkungen auf Kennzahlen sowie die Informationsfunktion im Konzernabschluss.
7 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet den Erfolg des IFRS 11 im Hinblick auf Vergleichbarkeit und Informationsgehalt.
Joint Venture, Joint Arrangement, IFRS 11, IAS 31, Equity-Methode, Quotenkonsolidierung, Sachverhaltsgestaltung, Konzernabschluss, gemeinschaftliche Führung, Joint Operation, Bilanzierungswahlrecht, Finanzberichterstattung, Stufenkonzept, Konsolidierungspaket, Kapitalstruktur.
Die Arbeit analysiert die grundlegende Umstellung der Bilanzierungsregeln für gemeinschaftliche Vereinbarungen (Joint Arrangements) bei einem Wechsel vom alten IAS 31 zum neuen IFRS 11.
Im Zentrum stehen die Klassifizierung von Joint Ventures und Joint Operations, die Anwendung der Equity-Methode sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf die Konzernrechnungslegung.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich die neuen Regeln unterscheiden, ob die konzeptionellen Schwächen des IAS 31 behoben wurden und ob die neue Methodik die Transparenz tatsächlich erhöht.
Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) unter Einbeziehung aktueller Fachliteratur und theoretischer Konzepte der Konzernrechnungslegung.
Der Hauptteil befasst sich mit der Abgrenzung zwischen den verschiedenen Formen von Joint Arrangements, der detaillierten Beschreibung der Konsolidierungsmethoden sowie der Diskussion über potenzielle Gestaltungsspielräume bei der Klassifizierung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere IFRS 11, Joint Venture, Equity-Methode, Sachverhaltsgestaltung und Konzernabschluss.
Dies bezieht sich auf die Möglichkeit, durch gezielte vertragliche oder rechtliche Anpassungen die Einstufung einer Vereinbarung so zu beeinflussen, dass ein gewünschtes, oft der früheren Quotenkonsolidierung ähnliches, bilanzielles Ergebnis erzielt wird.
Der Autor kritisiert, dass durch die obligatorische Equity-Methode wirtschaftlich unterschiedliche Sachverhalte identisch abgebildet werden, was die Informationsfunktion des Konzernabschlusses für Bilanzadressaten beeinträchtigen kann.
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