Examensarbeit, 2003
126 Seiten, Note: sehr gut
Einleitung
1. Zum Autor Erich Kästner
1.1 Über seine Kindheit
1.2 Über die Entstehung und die Entstehungszeit des Kinderromans „Das fliegende Klassenzimmer“
1.3 Weitere Werke
2. Der Film
2.1 Sequenzplan
2.2 Strukturelemente
2.2.1 Kameraführung
2.2.2 Filmische Erzählweise und Erzählerfunktion
2.2.3 Spannung
2.2.4 Sprache
2.2.5 Musik
2.3 Personen und Personenkonstellation
2.3.1 Kinder
2.3.2 Erwachsene
3. Buch und Film
3.1 Das Buch zum Film
3.2 Vergleich von Buch und Film (Buch - Film - Synopse)
3.2.1 Handlungsverlauf
4. Detailanalyse
4.1 Die Darstellung des Jonathan Trotz
4.1.1 Johnny als Erzähler: Sequenz 1.2 – 1.3
4.1.2 Johnny als Vertrauensperson: Sequenz 10.3
4.1.3 Johnny im Umgang mit Konflikten: Sequenz 11.0
4.1.4 Johnny als Freund: Sequenz 14.2
4.2 Abweichungen von der Romanvorlage
4.2.1 Johnny, der Neuankömmling: Sequenz 4.2
4.2.2 Monas Geburtstagsfeier: Sequenz 10.2 – 10.2.1
4.2.3 Justus und der Nichtraucher: Sequenz 11.3 – 11.3.1
4.2.4 „Das fliegende Klassenzimmer“: Sequenz 14.0
5. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine medienpädagogische Analyse der Verfilmung „Das fliegende Klassenzimmer“ (2003) von Regisseur Tomy Wigand vorzunehmen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der literarische Klassiker von Erich Kästner in einen zeitgenössischen Film transformiert wurde und welche pädagogischen sowie strukturellen Schwerpunkte dabei gesetzt wurden, um Identifikation und eine kritische Auseinandersetzung mit Medien bei Kindern zu fördern.
Die Darstellung des Jonathan Trotz
Der Film „Das fliegende Klassenzimmer“ beginnt mit der Ankunft Johnnys am Leipziger Flughafen. In einer Totalaufnahme sieht man Johnny eine Rolltreppe herunterkommen. Aus dem Off hört man seine Stimme, welche die Geschichte Johnnys erzählt (siehe hierzu auch S. 33). Bereits in der ersten Sequenz wird ihm die Funktion des Erzählers zugewiesen, denn er leitet mit folgenden Worten in das Filmgeschehen ein:
„Meine Geschichte beginnt an dem Tag, als mich mein Adoptivvater, der Kapitän, nach Leipzig schickte.“
Während er seine Geschichte erzählt, bewegt er sich auf die Kamera zu, die ihn dann in Nahaufnahme filmt. Man erkennt deutlich seinen ernsten, fast traurigen Gesichtausdruck, der seinen Gemütszustand verdeutlicht:
„…ich freute mich kein Stück.“
In einer vergleichenden Montage wird parallel zu Jonathan der Hund eingeblendet, der einsam auf dem Laufband umher kreist, bis Johnny sich seiner annimmt. In der gesamten Sequenz wirkt die Kamera stark unterstützend, indem sie Johnny und den Hund in Nah- und Großaufnahme zeigt. In einer Halbnaheinstellung sieht man, wie Johnny vor dem Hundekäfig kniet und den Hund verständnisvoll ansieht.
Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Rolle der Kinder- und Jugendliteratur sowie des Fernsehens als Sozialisationsmittel und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Medienerziehung.
1. Zum Autor Erich Kästner: Dieses Kapitel skizziert das Leben und Schaffen von Erich Kästner und beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die pädagogischen Motive seines Romans „Das fliegende Klassenzimmer“.
2. Der Film: Der Autor untersucht hier filmische Strukturelemente wie Kameraführung, Erzählweise, Spannung und Musik sowie die Personenkonstellation in der Adaption von 2003.
3. Buch und Film: Dieses Kapitel stellt einen detaillierten Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und dem Film her, um Abweichungen und Aktualisierungen festzustellen.
4. Detailanalyse: Hier erfolgt eine fokussierte Untersuchung spezifischer Sequenzen hinsichtlich der Charakterdarstellung von Jonathan Trotz und der inhaltlichen Veränderungen zur Romanvorlage.
5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit wertet die gewonnenen Erkenntnisse über die Verfilmung und deren pädagogische sowie gesellschaftliche Bedeutung im Kontext der Zeit aus.
Erich Kästner, Das fliegende Klassenzimmer, Medienpädagogik, Filmanalyse, Literaturverfilmung, Kindheit, Identitätsbildung, Thomaner-Internat, Jonathan Trotz, Medienerziehung, Filmstilanalyse, gesellschaftlicher Wandel, Jugendliteratur.
Die Arbeit untersucht eine medienpädagogische Analyse der Verfilmung von „Das fliegende Klassenzimmer“ aus dem Jahr 2003 und deren Rezeption sowie Bedeutung für die moderne Medienerziehung.
Zentrale Themen sind die Rolle der Medien in der Kindheit, der Einfluss von Literaturverfilmungen, die Bedeutung von Freundschaft sowie die Aufarbeitung historischer und gesellschaftlicher Kontexte in Kinderfilmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein literarischer Klassiker modernisiert werden kann, um Kindern zeitgemäße Werte und Orientierungshilfen in einer visuell geprägten Medienwelt zu bieten.
Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche und medienpädagogische Analyse, gestützt durch die Erstellung eines detaillierten Sequenzplans und einen direkten Vergleich zwischen der Romanvorlage und der filmischen Adaption.
Der Hauptteil analysiert filmische Mittel wie Kamera, Sprache und Musik, porträtiert zentrale Figuren wie Johnny und Justus und untersucht kritisch die Abweichungen des Films von der Romanvorlage.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Erich Kästner, Filmanalyse, Identifikationsfiguren, Medienerziehung, gesellschaftlicher Wandel und Wertevermittlung.
Im Gegensatz zum Roman fungiert Johnny im Film als Erzähler und zentrale Identifikationsfigur, deren subjektive Sichtweise es jungen Zuschauern erleichtert, in das Filmgeschehen einzutauchen.
Der Regisseur integriert die DDR-Vergangenheit und das Motiv der Flucht, um Themen wie Versöhnung und das Zusammenwachsen von Ost und West auch für eine junge Zielgruppe greifbar zu machen.
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