Bachelorarbeit, 2016
40 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Industrie 4.0
2.1. Produktionsarbeit im Industriebetrieb
2.2 Industriearbeit 4.0
2.3 Anforderungen an Personalmanagement in Industrie 4.0
3. Nachhaltiges Personalmanagement
4. Analyse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob das Konzept des nachhaltigen Personalmanagements den neuen Anforderungen gerecht werden kann, die durch den Wandel zur Industrie 4.0 in der Produktionsarbeit entstehen. Dabei wird analysiert, welche Auswirkungen die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung auf die Arbeitswelt sowie die Kompetenzprofile der Beschäftigten haben.
2.1. Produktionsarbeit im Industriebetrieb
Für eine tiefergehende Betrachtung der möglichen Auswirkungen durch Industrie 4.0 auf die Arbeitswirklichkeit der Industriearbeiter muss zunächst die heutige Produktion betrachtet werden. Denn allein mit dem Blick auf die Entwicklung zur heutigen Arbeitswirklichkeit können die Konsequenzen der längerfristigen Änderungen und somit die Anforderungen durch Industrie 4.0 angemessen erfasst und ihre Effekte untersucht werden. Ausgehend davon erfolgt im Folgenden eine Beschreibung der Entwicklung der industriellen Produktionsarbeit.
Wird die Produktionsarbeit in einem Industriebetrieb betrachtet, stellt sich zunächst die Frage, worin sich Industrieunternehmen von Dienstleistungsunternehmen unterscheiden. Hierbei ist festzuhalten, dass die Herstellung von Sachgütern Industrieunternehmen von Dienstleistungsunternehmen trennt (Voigt). Im Wesentlichen können diese Sachgüter zu folgenden Produktionszielen zusammengefasst werden: Stoffgewinnung, Stoffaufbereitung, Stoffumwandlung, Stoffverformung, Montage, Verpackung und Material- und Produkttransport (Kern und Schumann 1985, S. 62–63).
Die industrielle Produktion vollzog sich sehr dynamisch in der Geschichte, die sich bis heute durch kontinuierliche Veränderungen in drei Phasen kennzeichnet. Da die einzelnen Phasen einen gesellschaftlich weitreichenden Einfluss hatten, werden sie auch als industrielle Revolutionen bezeichnet. So brachte die erste industrielle Revolution im Zuge der Dampfmaschine eine Energiequelle, die es ermöglichte, Fabriken arbeitsteilig zu gestalten. Dies zog die Konsequenz mit sich, dass Facharbeiter benötigt wurden. Mechanische Produktionsanlagen veränderten somit Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur die Produktionsweise, sondern auch die Organisation von Arbeit (BMAS 2015, S. 34). Traditionelle Handwerksberufe wurden durch die Möglichkeit verdrängt, nun industriell fertigen zu können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Industrie 4.0 ein, erläutert die Bedeutung für Deutschland und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Eignung des nachhaltigen Personalmanagements.
2. Industrie 4.0: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung der Produktionsarbeit, definiert den Begriff Industrie 4.0 und analysiert die veränderten Anforderungen an die Kompetenzen der Beschäftigten.
3. Nachhaltiges Personalmanagement: Hier wird das Konzept des nachhaltigen Personalmanagements mit seinen zentralen Pfeilern Vertrauen und positives Menschenbild sowie den daraus resultierenden Nachhaltigkeitskriterien vorgestellt.
4. Analyse: In der Analyse wird untersucht, wie das Konzept des nachhaltigen Personalmanagements auf die durch Industrie 4.0 entstandenen Anforderungen und Konfliktpotenziale reagieren kann.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass nachhaltiges Personalmanagement eine Richtung vorgeben kann, die Umsetzung jedoch aufgrund der Komplexität und der benötigten Vertrauensbasis anspruchsvoll bleibt.
Industrie 4.0, Nachhaltiges Personalmanagement, Produktionsarbeit, Digitalisierung, Arbeitsorganisation, Kompetenzanforderungen, Vertrauensorganisation, Personalentwicklung, Wissensmanagement, Schwarmorganisation, Arbeit 4.0, Mensch-Maschine-Interaktion, Selbstorganisation, Arbeitsbelastung, Führungskräfte.
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept des nachhaltigen Personalmanagements dazu geeignet ist, die Herausforderungen zu bewältigen, die der technologische Wandel durch Industrie 4.0 für die Produktionsarbeit und die Beschäftigten mit sich bringt.
Die zentralen Themen umfassen die industrielle Transformation, die Arbeitswirklichkeit von Industriearbeitern, die veränderten Kompetenzanforderungen sowie die Prinzipien eines nachhaltigen Personalmanagements.
Ziel ist es zu klären, ob das auf Werten wie Vertrauen und einem positiven Menschenbild basierende Modell des nachhaltigen Personalmanagements als Lösungsansatz für die komplexen organisatorischen Veränderungen durch Industrie 4.0 fungieren kann.
Die Arbeit basiert primär auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender arbeitssoziologischer Studien, Managementkonzepte und aktueller Publikationen zur digitalen Transformation in der Produktion.
Im Hauptteil werden sowohl die neuen Qualifikations- und Kompetenzanforderungen für Mitarbeiter als auch die notwendige kulturelle Neuausrichtung im Personalmanagement diskutiert, gefolgt von einer kritischen Analyse dieser Ansätze.
Wichtige Begriffe sind Industrie 4.0, Nachhaltiges Personalmanagement, Selbstorganisation, Vertrauenskultur, Kompetenzprofile und Transformationsprozesse.
Da die komplexe und oft intransparente Arbeitswelt von Industrie 4.0 mehr Autonomie und Selbstverantwortung erfordert, ist ein Vertrauensvorschuss durch das Management notwendig, statt auf strikte Fremdkontrolle zu setzen.
Der Begriff beschreibt eine Organisationsform, in der hoch qualifizierte, vernetzte Mitarbeiter aufgrund ihres gleich hohen Qualifikationsgrades auf Augenhöhe agieren und sich in Störsituationen selbst organisieren können.
Führungskräfte müssen vermehrt die Rolle von Moderatoren und Motivatoren übernehmen, um die intrinsische Motivation der Mitarbeiter zu fördern und ihnen die für die Selbstorganisation notwendigen Freiräume zu gewähren.
Weiterbildung wird aufgrund der technologischen Dynamik zum kritischen Erfolgsfaktor; dabei liegt der Fokus besonders auf arbeitsintegriertem Lernen und dem Aufbau von überfachlichem Überblickswissen.
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