Diplomarbeit, 2011
121 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Die Atmung
2.1. Anatomie des Atmungsapparates
2.1.1. Lungen- und Atemvolumina
2.2. Physiologie der Atmung
2.2.1. Funktionen der Atmung
2.2.2. Grundlagen des Gasaustausches in der Lunge
2.2.2.1. Luftzusammensetzung – Luftdruck – Partialdruck
2.2.3. Details beim Gasaustausch in den Alveolen
2.2.4. Die Sauerstoffbindungskurve
2.2.4.1. Sauerstoffaufnahme in der Lunge
2.2.4.2. Sauerstoffabgabe im Gewebe
2.2.4.3. Rechtsverschiebung der Sauerstoffbindungskurve
2.2.4.4. Linksverschiebung der Sauerstoffbindungskurve
2.2.5. Regulation der Atmung
3. Die Spiroergometrie
3.1. Dreiphasigkeit der Energiebereitstellung
3.2. Gemessene Parameter und deren Verläufe
3.2.1. Leistung – P [W]
3.2.2. Herzfrequenz - HF [1/min]
3.2.2.1. Positives Knickverhalten der HFLK
3.2.2.2. Linearer Verlauf der HFLK
3.2.2.3. Negatives Knickverhalten der HFLK
3.2.2.4. Schlagvolumen – Herzminutenvolumen
3.2.3. Laktat – La [mmol/l]
3.2.4. Spirometrische Parameter
3.2.4.1. Atemfrequenz - AF [1/min]
3.2.4.2. Atemzugvolumen – VT [l]
3.2.4.4. Sauerstoffaufnahme – VO2 [l/min]
3.2.4.5. Kohlendioxidabgabe – VCO2 [l/min]
3.2.4.6. Respiratorischer Quotient – RQ [-]
3.2.4.7. Atemäquivalent für Sauerstoff – EqO2 [-]
3.2.4.8. Atemäquivalent für Kohlendioxid – EqCO2 [-]
3.2.4.9. Sauerstoffpuls - VO2/HF [ml]
4. Hypoxie – Sauerstoffmangelbedingungen
4.1.1. Luftzusammensetzung, Luftdruck und Partialdruck in der Höhe
4.1.2. Hypoxiebedingungen
4.1.2.1. Hypobare Hypoxie
4.1.2.2. Normobare Hypoxie
4.1.2.3. Prinzip einer normobaren Hypoxiekammer
4.1.2.4. Akute Hypoxie
4.1.2.5. Chronische Hypoxie
4.1.2.6. Höhenadaptation - Höhenakklimatisation
4.2. Einfluss akuter Hypoxie auf den menschlichen Organismus
4.2.1. Leistung
4.2.2. Herzfrequenz
4.2.3. Laktat
4.2.4. Spirometrische Parameter
4.2.4.1. Atemfrequenz
4.2.4.2. Atemzugvolumen
4.2.4.3. Atemminutenvolumen
4.2.4.4. Sauerstoffaufnahme
4.2.4.5. Sauerstoffsättigung
4.2.4.6. Kohlendioxidabgabe
4.2.4.7. Respiratorischer Quotient
4.2.4.8. Atemäquivalent für Sauerstoff
4.2.4.9. Atemäquivalent für Kohlendioxid
4.3. Zusammenfassender Überblick
5. Methodik der Studie
5.1. Probanden
5.2. Studiendesign
5.3. Auswertung und Analyse
6. Ergebnisse
6.1. Leistung
6.2. Herzfrequenz
6.3. Laktat
6.3.1. Laktat pro Watt
6.4. Atemfrequenz
6.5. Atemzugtiefe
6.6. Ventilation
6.7. Sauerstoffaufnahme
6.7.1. Sauerstoffverbrauch pro Watt
6.7.2. Sauerstoffpuls
6.8. Kohlendioxidabgabe
6.9. Respiratorischer Quotient
6.10. Atemäquivalent für Sauerstoff
6.11. Atemäquivalent für Kohlendioxid
6.12. Vergleich der Schwellen LTP2, HRTP, VTP
6.13. Zusammenfassender Überblick
7. Diskussion
7.1. Vergleich mit der Literatur
7.2. Physiologische Zusammenhänge zwischen den Parametern
7.3. Kritik an der eigenen Studie
7.4. Schlussfolgerung und weiterer Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen akuter normobarer Hypoxie auf physiologische Kenngrößen bei stufenförmigen Fahrradergometerbelastungen. Das primäre Ziel ist es, Diskrepanzen in der existierenden Literatur zu klären, Übereinstimmungen und Unterschiede in physiologischen Anpassungsreaktionen aufzuzeigen und die Reproduzierbarkeit spezifischer Schwellen unter Sauerstoffmangelbedingungen zu prüfen.
4.2.1. Leistung
Im Bereich der sportlichen Leistungsfähigkeit unter akuten Hypoxiebedingungen sind sich verschiedenste Autoren einer Leistungseinbuße einig und so weist beispielsweise Marées (2003, S.595) darauf hin, dass die Leistung ab einer Belastungsdauer von mehr als 2 Minuten reduziert ist. Diese verringerte Leistung führen Brooks et al. (2005, S.542) auf die verminderte Sauerstoffaufnahme in Sauerstoffmangelbedingungen zurück und betonen, dass sportliche Leistungen, welche einen hohen aeroben Anteil an der Gesamtenergieversorgung benötigen, reduziert sind.
Viele andere Autoren sind sich auch in der Leistungseinbuße unter Hypoxiebedingungen einig, trotz der Tatsache, dass die einzelnen Studien in unterschiedlichen Umgebungsbedingungen durchgeführt wurden. Dies lässt darauf schließen, dass es für die Leistungseinschränkung nicht von Bedeutung ist ob eine leichte oder starke Hypoxie vorherrscht. Die Stärke der Sauerstoffmangelbedingungen haben jedoch Auswirkungen auf die Höhe der Reduzierung der Maximalleistung. So schreiben Mollard et al. (2007a) von einer Maximalleistungseinbuße von -3,3% (auf einer simulierten Höhe von 1000 m) bis -27,9% (4500 m).
Um einen Einblick in unterschiedliche Studien und die dabei beobachteten Änderungen der Parameter zu geben, folgt ein kurzer Auszug aus den einzelnen Studien.
Verschiedenste Autoren wie Angermann et al. (2006), Benoit et al. (1997), Friedmann et al. (2004,2005), Grataloup et al. (2007), Kato et al. (2004), Mollard et al. (2007a), Ozcelik und Kelestimur (2004b) und Peltonen et al. (2001) sind sich bezüglich der Leistungseinbuße (Reduzierung der Maximalleistung) in akuter Hypoxie einig, wobei Mollard et al. (2007a) darüber hinaus auf einen wichtigen Unterschied zwischen trainierten und untrainierten Probanden hinweisen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Höhentraining und akuter Hypoxie, thematisiert bestehende Diskrepanzen in der Forschung und definiert das Ziel, physiologische Anpassungen und Schwellenwerte unter Hypoxie zu untersuchen.
2. Die Atmung: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Atmung, einschließlich Gasaustausch, Partialdrücken und Regulation, um ein Verständnis für die Sauerstoffaufnahme unter Hypoxie zu schaffen.
3. Die Spiroergometrie: Das Kapitel beschreibt das Verfahren der Spiroergometrie, die Phasen der Energiebereitstellung sowie die relevanten gemessenen Parameter (Leistung, Herzfrequenz, Laktat, spirometrische Werte) und deren Verläufe.
4. Hypoxie – Sauerstoffmangelbedingungen: Hier werden die Grundlagen verschiedener Hypoxieformen erläutert, bestehende Literatur zu akuten Auswirkungen auf physiologische Kenngrößen zusammengefasst und die theoretischen Vorhersagen für die eigene Studie abgeleitet.
5. Methodik der Studie: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Charakteristika der Probanden, den Testablauf am Fahrradergometer unter Normoxie und normobarer Hypoxie sowie die statistischen Auswertungsmethoden.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden für jeden physiologischen Parameter (Leistung, Herzfrequenz, Laktat, etc.) detailliert präsentiert, ergänzt durch grafische Darstellungen der Korrelationen und Gruppenvergleiche.
7. Diskussion: Abschließend werden die eigenen Ergebnisse mit der bestehenden Literatur verglichen, physiologische Zusammenhänge interpretiert, kritisch reflektiert und Schlussfolgerungen sowie Ausblicke für weitere Forschungen gegeben.
Spiroergometrie, Hypoxie, Leistungsdiagnostik, Sauerstoffaufnahme, Laktat, Herzfrequenz, Sportphysiologie, normobare Hypoxie, aerobe Kapazität, anaerobe Schwelle, Ventilation, Trainingsstatus, Leistungsfähigkeit, respiratorischer Quotient, Atemäquivalent.
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen akuter Sauerstoffmangelbedingungen (Hypoxie) auf verschiedene physiologische Parameter des menschlichen Körpers während einer sportlichen Belastung auf dem Fahrradergometer.
Die Schwerpunkte liegen auf der Leistungsphysiologie unter Hypoxie, der Analyse von Herzfrequenz- und Laktatverläufen sowie der spirometrischen Erfassung von Atemparametern bei normobarer Hypoxie im Vergleich zur Normoxie.
Ziel der Arbeit ist es, Diskrepanzen in bisherigen Studien zu klären, physiologische Anpassungsmechanismen an akute Hypoxie zu identifizieren und zu untersuchen, ob bekannte Schwellenwerte (z.B. LTP1, LTP2) unter Hypoxie reproduzierbar sind.
Es wurde eine empirische Studie durchgeführt, bei der 10 gesunde, sportliche Männer einen stufenförmigen Belastungstest (Stufentest) auf dem Fahrradergometer sowohl unter Normoxie als auch unter simulierter normobarer Hypoxie absolvierten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Atmungsphysiologie und Spiroergometrie, eine Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes zur Hypoxie, die detaillierte Methodik der eigenen Studie, die Präsentation der Messergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Spiroergometrie, Hypoxie, Leistungsdiagnostik, Sauerstoffaufnahme, anaerobe Schwelle und sportphysiologische Anpassungen.
Die Studie zeigt, dass besser trainierte Personen sensibler auf Hypoxie reagieren und absolut sowie relativ gesehen eine größere Leistungseinbuße aufweisen als untrainierte Probanden.
Die Analyse des HRTP dient dazu, zu prüfen, ob die in der Literatur beschriebene Abflachung der Herzfrequenzleistungskurve unter Hypoxie reproduzierbar ist und wie diese mit den Laktat- und ventilatorischen Schwellen korreliert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Konzept der Dreiphasigkeit der Energiebereitstellung auch unter akuten Hypoxiebedingungen Bestand hat, da die relativen Leistungswerte an den Schwellen LTP1 und LTP2 in beiden Milieus identisch sind.
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