Diplomarbeit, 2004
126 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2. AUFBAU DER ARBEIT
2. MARKE UND PORTFOLIOTHEORIE
2.1. GRUNDLAGEN DER MARKE
2.1.1. Marke und Markenverständnis
2.1.2. Kategorisierung von Markentypen
2.1.3. Komplexe Markenarchitekturen
2.2. GRUNDLAGEN DER PORTFOLIOTHEORIE
2.2.1. Die Portfolio Selection Theory
2.2.2. Übertragung der Portfoliotheorie in das Markenmanagement
2.2.3. Mögliche Objekte der Portfolioanalyse
2.2.4. Mögliche Zielgrößen der Portfolioanalyse
3. EINFLUSSFAKTOREN DER STEUERUNG VON MARKENPORTFOLIOS
3.1. RELEVANTE RAHMENBEDINGUNGEN
3.1.1. Veränderung der Markt- und Wettbewerbsbedingungen
3.1.2. Der Wandel im Konsumentenverhalten
3.1.3. Neue Herausforderungen im vertikalen Wettbewerb
3.2. UNTERNEHMENSINTERNE SPANNUNGSFELDER DES MARKENMANAGEMENTS
3.2.1. Der Wirtschaftlichkeitsaspekt der Variantenvielfalt
3.2.2. Aufgaben- und Kompetenzverteilung im Markenmanagement
3.2.3. Der Einfluss einer Shareholder Value Orientierung auf das Markenmanagement
4. STEUERUNG VON MARKENPORTFOLIOS
4.1. ANALYSE DES MARKENPORTFOLIOS
4.1.1. Strategische Ziele als Ausgangspunkt der Analyse
4.1.2. Darstellung möglicher Beurteilungskriterien
4.1.3. Beurteilung der Marken des Portfolios
4.2. STRATEGIEALTERNATIVEN FÜR DIE MARKEN DES PORTFOLIOS
4.2.1. Wachstumsstrategien
4.2.1.1. Wachstum mit existierenden Markenprodukten
4.2.1.2. Wachstum mit Neuprodukte unter existierenden Marken
4.2.2. Strategien zur Veränderung der Markenpositionierung
4.2.3. Rückzugsstrategien
4.3. STRATEGIEALTERNATIVEN ZUR ERGÄNZUNG DES PORTFOLIOS
4.3.1. Strategien der Markenentwicklung
4.3.1.1. Neumarkenstrategie
4.3.1.2. Reanimationsstrategie
4.3.2. Markenübernahmestrategien
4.3.2.1. Akquisitionsstrategie
4.3.2.2. Markenlizenzierung
4.3.3. Markenallianzstrategien
4.4. DIE STRATEGIEAUSWAHL IM GESAMTPORTFOLIOKONTEXT
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht die aktive und vorausschauende Steuerung von Markenportfolios als strategisches System in Konsumgüterunternehmen. Ziel ist es, auf Basis externer und interner Einflussfaktoren mögliche Markenstrategien zur langfristigen Erfolgssicherung abzuleiten und Kriterien für eine zielführende Strategieauswahl im Kontext des Gesamtportfolios zu entwickeln.
Die Portfolio Selection Theory
Die Portfolio Selection Theory (PST) beschäftigt sich mit der optimalen Zusammensetzung eines diversifizierten Wertpapier-Portefeuilles, wobei insbesondere zwei Fragen im Vordergrund stehen. Zum einen, wie sich die in der Praxis zu beobachtende Risikostreuung durch Anlage in mehreren Wertpapieren erklären lässt und zum anderen, wie eine solche Diversifikation rational durchgeführt werden sollte, d. h. welche und wie viele Wertpapiere erworben werden sollten. Das Risiko stellt neben der erwarteten Rendite die zweite Ziel- bzw. Bewertungsgröße eines Portefeuilles dar.
Die PST geht von risikoscheuen Anlegern aus, dass bedeutet die Anleger sind bereit, auf Teile ihres möglichen Ertrags zugunsten einer Reduzierung des Risikos zu verzichten. Im Mittelpunkt steht also das Streben, einen maximalen Ertrag für ein risikodiversifiziertes Portefeuille zu erreichen. „Zentrale Bedeutung für das Portfoliorisiko besitzt das Ausmaß des Gleichlaufs (Höhe der Korrelation) der Renditen der einzelnen Wertpapiere im Portfolio.“ Das bedeutet, eine Streuung des Portefeuillerisikos ist nur möglich, wenn die Renditen der ausgewählten Wertpapiere nicht im Gleichlauf steigen oder sinken. Die stärksten Diversifikationseffekte innerhalb des Portefeuilles lassen sich dementsprechend bei vollständig negativer Korrelation der einzelnen Wertpapierrenditen erzielen.
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der Markenportfoliosteuerung in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. MARKE UND PORTFOLIOTHEORIE: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Marke und der Portfoliotheorie, insbesondere deren Übertragung auf reale Tätigkeitsfelder von Unternehmen.
3. EINFLUSSFAKTOREN DER STEUERUNG VON MARKENPORTFOLIOS: Analysiert externe Marktdynamiken, Konsumentenverhalten und interne unternehmerische Spannungsfelder als wesentliche Treiber für die Markenführung.
4. STEUERUNG VON MARKENPORTFOLIOS: Erarbeitet Methoden zur Analyse, Beurteilung und strategischen Auswahl für Marken sowie deren Integration in das Gesamtportfolio.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung einer koordinierten Markenportfoliosteuerung für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Markenportfolio, Markenstrategie, Portfolioanalyse, Markenarchitektur, Markenstärke, Markenwert, Konsumentenverhalten, Wettbewerb, Markenführung, Variantenvielfalt, Shareholder Value, Co-Branding, Markentransfer, Unternehmensführung, Strategische Geschäftseinheiten.
Die Arbeit befasst sich mit der aktiven Steuerung des Markenportfolios als System innerhalb eines Unternehmens, um den langfristigen Erfolg im Konsumgütersektor unter sich verändernden Marktbedingungen zu sichern.
Die zentralen Themen sind das Verständnis von Marken und Markenarchitekturen, die Anwendung portfoliotheoretischer Ansätze auf das Markenmanagement sowie die Analyse relevanter interner und externer Einflussfaktoren.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Kriterien für die Beurteilung von Marken innerhalb eines Portfolios und die Ableitung konkreter Strategien zur langfristigen Erfolgssicherung durch eine ganzheitliche Portfoliosteuerung.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung, basierend auf einer Literaturanalyse und der Übertragung bewährter ökonomischer Konzepte – wie der Portfolio Selection Theory – auf den spezifischen Bereich des Markenmanagements.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Markteinflüssen und internen Spannungsfeldern (Kapitel 3) sowie die konkrete Darstellung von Strategiealternativen für die Steuerung und Ergänzung von Markenportfolios (Kapitel 4).
Zentrale Begriffe sind Markenportfolio, Markenstrategie, Markenarchitektur, Markenstärke, Markenwert, Variantenvielfalt, Markentransfer und Shareholder Value.
Die Arbeit betont, dass Risiken wie die Kannibalisierung innerhalb des Portfolios oder eine Überalterung des Markenimages durch eine aktive, auf qualitativen und quantitativen Kriterien basierende Analyse des Markenportfolios gemanagt werden müssen.
Die Arbeit stellt fest, dass eine einseitige kurzfristige Orientierung am Shareholder Value langfristige, für den Markenaufbau notwendige Investitionen behindern kann, weshalb eine Ableitung spezifischer Subziele für das Marketing essenziell ist.
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