Bachelorarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1,8
1 Einführung in das Thema
2 Der Konzern Siemens
3 Fundamentale Analyse
3.1 Top-down-Ansatz
3.2 Growth- und Value-Ansatz
3.3 Möglichkeiten und Grenzen der fundamentalen Unternehmensanalyse nach dem Value-Ansatz
3.3.1 Qualitative Unternehmensanalyse
3.3.2 Quantitative Unternehmensanalyse
3.3.3 Berechnung des inneren Unternehmenswertes
3.3.3.1 Discounted-Cashflow-Methode
3.3.3.2 Ermittlung auf Basis der Gewinne je Aktie und des KGV
3.4 Praktisches Beispiel anhand der Siemens AG Daten
4 Technische Analyse
4.1 Dow Theorie
4.2 Der Trend als Grundgedanke
4.2.1 Trendlinien
4.2.2 Gleitende Durchschnitte
4.3 Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter technischer Instrumente
4.3.1 Trendumkehrformationen
4.3.1.1 Kopf- Schulter-Formation
4.3.1.2 Doppel-Spitzen-Formationen
4.3.2 Trendbestätigungsformationen
4.3.2.1 Rechtecke
4.3.2.2 Wimpel und Flaggen
4.3.3 Oszillatoren
4.3.3.1 Momentum
4.3.3.2 Relative Stärke Index (RSI)
4.4 Praktisches Beispiel anhand des Charts der Siemens AG
5 Gegenüberstellung der beiden Analysen hinsichtlich des Praxisbeispiels
6 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob durch die Anwendung der technischen und fundamentalen Analyse Kursentwicklungen verlässlich prognostiziert werden können, um darauf basierend eine fundierte Anlageentscheidung für die Siemens AG zu treffen.
3.3.1 Qualitative Unternehmensanalyse
Die qualitative Unternehmensanalyse versucht, die nicht monetären Werte eines Unternehmens zu bewerten. Es stehen also z. B. die Qualität der Produkte und die Effektivität des Managements im Fokus der Betrachtung. Dabei stellt sich die Frage, wie der Investor die genannten Punkte bewerten soll. Auf der einen Seite sind dem Analysten quantitative Daten eines Unternehmens in ausreichendem Umfang verfügbar. Andererseits ist es jedoch schwierig qualitative Daten im selben Umfang und der gleichen Detailtiefe, wie z. B. Managementbewertungen oder Ergebnisse aus der Produktauditierung, zu erhalten. Das bedeutet, dass der Analyst darauf angewiesen ist, quantitative Daten qualitativ zu interpretieren, also aus Zahlenwerten auf die Qualität des Unternehmens zu schließen.
Die Frage nach der Produktqualität kann beispielsweise bei Industrieprodukten durch einen privaten Investor sehr schwierig beantwortet werden. Zumal er auf diesem Gebiet über wenig oder gar keine Erfahrung verfügt. Hilfreich sind bei börsennotierten Unternehmen die quartalsweise bzw. jährlich veröffentlichten Geschäftsberichte. Die Beurteilung sollte aber immer mithilfe des Benchmarking ergänzt werden, um die Wertigkeit der Zahlen mit der Branche vergleichen zu können. Denn ein Auftrags- oder Umsatzwachstum, bei gleichzeitigem Wachstum der gesamten Branche, deutet nicht auf eine höhere Qualität der Produkte hin, sondern auf eine allgemein höhere Nachfrage in der Branche.
Ein ähnliches Problem zeichnet sich bei der Bewertung der Managementqualität ab. Hierbei kann sich der Anleger bedingt auf das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verlassen. Unter anderem fordert das KonTraG die Unternehmen zu mehr Transparenz auf und verpflichtet sie, z. B. Risikomanagementsysteme einzuführen. Dies soll eine nachhaltige Unternehmensführung und eine Früherkennung von riskanten Situationen für das Unternehmen ermöglichen.
1 Einführung in das Thema: Vorstellung der Analyseansätze und Einleitung in die Fragestellung der Arbeit.
2 Der Konzern Siemens: Historischer Rückblick und aktuelle Darstellung der Siemens AG als Ausgangspunkt für die Analyse.
3 Fundamentale Analyse: Theoretische Erläuterung und Anwendung von Top-down-Ansatz sowie Value-Ansatz zur Unternehmensbewertung.
4 Technische Analyse: Beschreibung von Charttechnik, Trends, Formationen und Oszillatoren zur kurzfristigen Prognose.
5 Gegenüberstellung der beiden Analysen hinsichtlich des Praxisbeispiels: Kritische Reflexion und Vergleich der Ergebnisse beider Analysemethoden.
6 Fazit: Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der Prognosefähigkeit der Analysemethoden.
Fundamentale Analyse, Technische Analyse, Siemens AG, Aktienanalyse, Value-Ansatz, Growth-Ansatz, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Discounted-Cashflow-Methode, Charttechnik, Trendanalyse, Oszillatoren, Börse, Unternehmensbewertung, Kapitalanlage, Sicherheitsmarge.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der fundamentalen sowie technischen Analyse zur Prognose von Aktienkursentwicklungen am Beispiel der Siemens AG.
Die zentralen Themen sind die fundamentale Unternehmensbewertung mittels verschiedener Kennzahlen (Value-Ansatz) und die Anwendung technischer Indikatoren und Formationen (Chartanalyse).
Das Ziel ist es, die Zuverlässigkeit beider Analyseansätze zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie belastbare Prognosen für Kursveränderungen liefern können.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Fundierung der Analysetechniken und der praktischen Anwendung dieser Methoden auf reale Daten der Siemens AG im Zeitraum 2012/2013 durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der fundamentalen und technischen Analyseinstrumente sowie deren detaillierte praktische Anwendung auf die Siemens-Aktie.
Die wichtigsten Schlagworte sind Fundamentale Analyse, Technische Analyse, Siemens AG, Value-Ansatz, Kurs-Gewinn-Verhältnis und Discounted-Cashflow-Methode.
Der Börsengang von Osram dient als Fallbeispiel, das zeigt, wie unvorhersehbare fundamentale Ereignisse die Signale der technischen Analyse (in diesem Fall eine Kopf-Schulter-Formation) entkräften können.
Die fundamentale Analyse ist zwar langfristig sinnvoll, aber unpräzise beim Einstiegszeitpunkt; die technische Analyse ist kurzfristig hilfreich, aber anfällig für fundamentale Überraschungen, weshalb eine Kombination empfohlen wird.
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