Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Begriffsbestimmung
2.1 Das Konzept der embedded democracy
2.1.1 Teilregime A: Wahlregime
2.1.2 Teilregime B: Politische Teilhaberechte (öffentliche Arena)
2.1.3 Teilregime C: Bürgerliche Freiheitsrechte
2.1.4 Teilregime D: Horizontale Gewaltenkontrolle
2.1.5 Teilregime E: Effektive Regierungsgewalt
2.2 Defekte Demokratien und ihre Abgrenzung
2.2.1 Teilregime A: Defizite im Wahlregime
2.2.2 Teilregime B: Einschränkungen in den politischen Teilhaberechten
2.2.3 Teilregime C: Verletzungen der Bürgerlichen Freiheitsrechte
2.2.4 Teilregime D: Eingeschränkte Gewaltenkontrolle
2.2.5 Teilregime E: Defizite der Effektiven Regierungsgewalt
2.2.6 Zusammenführung und Typenbildung
2.3 Grenzen des Konzepts
3 Ungarn zwischen 2010 und 2015
3.1 Das ungarische Wahlregime
3.2 Politische Teilhaberechte in Ungarn
3.3 Bürgerliche Freiheitsrechte in Ungarn
3.4 Ungarns horizontale Gewaltenteilung
3.5 Effektive Regierungsgewalt in Ungarn
4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob sich Ungarn im Zeitraum von 2010 bis 2015 von einer liberalen, rechtsstaatlichen Demokratie zu einer defekten Demokratie gewandelt hat, indem sie das theoretische Konzept der embedded democracy auf die politischen Entwicklungen unter der Regierung Orbán anwendet.
2.1.2 Teilregime B: Politische Teilhaberechte (öffentliche Arena)
Die öffentliche Arena, nämlich die politischen Partizipationsrechte, die über das Wahlrecht hinausgehen, vervollständigt nach Merkel et al. (ebd.: 51 f.) die vertikale Demokratiedimension. Unabhängig von der Stimmabgabe wird so dem Bürger ermöglicht auch zwischen den Legislaturperioden Einfluss auf das öffentliche Leben zu nehmen und seinen politischen Ansichten Ausdruck zu verleihen. Somit wird ihm das Recht auf Meinungs- und Redefreiheit, der Assoziations-, Demonstrations- und Petitionsteilhabe eingeräumt. Zusätzlich soll es einem jeden Bürger ermöglicht sein, gesellschaftliche Interessenvertretungen zu gründen und sich in ihnen zu partizipieren. Private und öffentliche Medien dürfen keinen Einschränkungen durch politisch motivierte Ambitionen unterlegen.
Nur durch das wechselseitige Zusammenspiel von Teilregime A und der sogenannten leichten Kontrolle des Teilregime B lasse sich den Autoren nach die Funktionslogik demokratischer Wahlen erfüllen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Status Ungarns als rechtsstaatliche Demokratie und führt das Konzept der embedded democracy als Analyseinstrument ein.
2 Theoretische Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der embedded democracy, definiert die fünf Teilregime und entwickelt Kriterien zur Identifizierung defekter Demokratien.
3 Ungarn zwischen 2010 und 2015: Der empirische Teil prüft anhand der theoretischen Indikatoren das ungarische Wahlregime, die Teilhaberechte, Freiheitsrechte, Gewaltenteilung sowie die Regierungsgewalt.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das ungarische System aufgrund der identifizierten Defekte als eine defekte Demokratie, nahe an einer delegativen Demokratie, ein.
Ungarn, embedded democracy, defekte Demokratie, FIDESZ, Orbán-Regierung, Wahlregime, politische Teilhaberechte, bürgerliche Freiheitsrechte, horizontale Gewaltenkontrolle, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit, Korruption, Transformation, Demokratietheorie, delegative Demokratie.
Die Arbeit analysiert die Veränderung des politischen Systems in Ungarn im Zeitraum von 2010 bis 2015 unter der Regierung von Viktor Orbán.
Die zentralen Themen sind die Transformation von Demokratien, die Rechtsstaatlichkeit sowie die Analyse von Funktionsdefiziten in verschiedenen demokratischen Teilbereichen.
Ziel ist es, zu prüfen, ob Ungarn seinen Status als liberale rechtsstaatliche Demokratie verloren hat und ob es nun als defekte Demokratie einzustufen ist.
Es wird das Konzept der embedded democracy nach Merkel et al. als theoretisches Fundament verwendet, um das politische System Ungarns anhand empirischer Daten zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung sowie eine detaillierte empirische Analyse der ungarischen Teilregime, wie Wahlrecht, Medienfreiheit und Gewaltenteilung.
Wichtige Begriffe sind embedded democracy, Ungarn, defekte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und FIDESZ.
Das Wahlregime dient im Konzept als notwendiges Minimalkriterium für eine Demokratie; seine weitgehende Funktionalität ist entscheidend, um eine Demokratie von einer Autokratie abzugrenzen.
Aufgrund signifikanter Defekte im Bereich der horizontalen Gewaltenteilung und der systemischen Korruption zeigt Ungarn in der Analyse eine starke Übereinstimmung mit dem Typus der delegativen Demokratie.
Die Arbeit konstatiert durch rechtliche Bestimmungen, eine parteinahe Medienaufsicht und ökonomische Abhängigkeiten eine signifikante Einschränkung der Pressefreiheit.
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