Bachelorarbeit, 2016
31 Seiten
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Einleitung und Aufgabenstellung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung dieser Arbeit
1.3 Aufbau der Thesis
2. Historischer Kontext der Raum-Debatte
2.1 Wie die Physik den Raum konstruiert (Newton)
2.2 Der Raum als Gedankenkonstrukt (Leibniz)
3. Die Philosophie der Physik
4. Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die ontologische Beschaffenheit des Raumes durch eine vergleichende Analyse der Positionen von Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz, um aufzuzeigen, dass die Philosophie eine notwendige reflexive Kompetenz bei der Interpretation moderner physikalischer Theorien und Daten besitzt.
Die Philosophie der Physik
In diesem Kapitel greife ich zentrale Argumente der vorgestellten Raumdebatte heraus und unterziehe sie unter Zuhilfenahme moderner Konzepte und Theorie einer Prüfung auf ihre Standfestigkeit. Hierbei berufe ich mich auf die eingangs gewählte Beschreibung von Philosophie als das Deuten von Deutungen. Beginnen werde ich mit dem von Leibniz negierten Folgen eines Vertauschens von Ost und West, bzw. einer gespiegelten Welt. Um die eben doch drastischen Folgen aufzeigen zu können bedarf es eines Exkurses in die Chemie, genauer in die Stereochemie der Organik.
Ein Blick in den Spiegel offenbart erst auf den zweiten Blick, dass Bild und Spiegelbild nicht deckungsgleich sind. So wäre es zum Beispiel nicht möglich, seinem virtuellen Gegenüber die Hand zu schütteln.
Einleitung und Aufgabenstellung: Diese Einführung erläutert die Konkurrenz zwischen Physik und Philosophie bei der Definition des Raumes und formuliert die Forschungsfrage zur Kompetenz der Philosophie in der modernen Forschung.
Historischer Kontext der Raum-Debatte: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der Raumvorstellungen nach, beginnend bei Platon und Aristoteles, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Newtons absolutem Raumverständnis und Leibniz' relationalem Gegenentwurf.
Die Philosophie der Physik: Hier werden die klassischen Raumargumente mithilfe moderner Erkenntnisse aus der Stereochemie und Quantenmechanik auf ihre Standfestigkeit geprüft.
Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel resümiert die historische Entwicklung, fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Bewältigung komplexer wissenschaftlicher Deutungsaufgaben.
Raum, Zeit, Ontologie, Physik, Philosophie, Newton, Leibniz, Raum-Debatte, Relationalismus, Substanzialismus, Wissenschaftstheorie, Chiralität, Quantenmechanik, Interpretation, Interdisziplinarität
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Physik und Philosophie bei der Bestimmung des ontologischen Status des Raumes und hinterfragt, ob die Philosophie auch bei hochkomplexen physikalischen Fragestellungen noch Deutungskompetenz besitzt.
Zentral sind die historische Auseinandersetzung zwischen dem absoluten Raumkonzept (Newton) und dem relationalen Raumverständnis (Leibniz) sowie deren Übertragbarkeit auf moderne wissenschaftliche Probleme.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Philosophie durch ihre Tradition des „Deutens von Deutungen“ unverzichtbar für das Verständnis und die Einordnung moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse ist.
Die Autor verwendet eine historische und analytische Methode: Er untersucht klassische Primärtexte (Briefwechsel Clarke/Leibniz, Principia) und unterzieht diese einer modernen wissenschaftstheoretischen Prüfung.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss der Raumdebatte und eine moderne Prüfung dieser Konzepte durch Exkurse in die Stereochemie und Quantenphysik.
Begriffe wie Raum-Zeit-Debatte, Ontologie, Absolutheit, Relationalität und Wissenschaftstheorie bilden den theoretischen Kern.
Es dient dazu, Leibniz' Annahme zu hinterfragen, dass eine Spiegelung der Welt folgenlos bliebe; chemische Beispiele zeigen, dass räumliche Orientierung in chiralen Umgebungen massive physische Auswirkungen haben kann.
Der Autor zeigt auf, dass das Prinzip der Ununterscheidbarkeit bei fundamentalen Teilchen wie Elektronen oder Quarks auf Schwierigkeiten stößt, was die philosophische Relevanz der Quantentheorie unterstreicht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

