Bachelorarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik
2. Guerilla Marketing: Begriff und Einordnung
2.1 Herkunft des Begriffs
2.2 Aktuelle Auffassung
2.3 Einordnung in den Marketing-Mix
3. Guerilla Marketing-Instrumente
3.1 Trittbrettfahrerprinzip
3.1.1 Moskito Marketing – die Schwachstellen der Wettbewerber nutzen
3.1.2 Ambush Marketing – fremde Lorbeeren ernten
3.2 Lebensumfeldprinzip
3.2.1 Ambient Marketing – zu neuen Ufern aufbrechen
3.2.2 Sensation Marketing – eine überraschende Show liefern
3.3 Empfehlungsprinzip
3.3.1 Virales Marketing – das Publikum für sich begeistern
3.3.2 Buzz Marketing – der Schein trügt
3.4 Guerilla-PR als flankierende Maßnahme
4. Planung von Guerilla Marketing-Aktionen für Startups und KMU
4.1 Abgrenzung zu Großunternehmen
4.2 Voraussetzung und Planungsansätze für Startups und KMU
4.2.1 Markenfit und Nutzenversprechen
4.2.2 Planungsansatz
4.3 Werbewirkungsmessung
4.3.1 Erfolgsmessung offline
4.3.2 Erfolgsmessung online
4.4 Chancen und Risiken des Guerilla Marketings
4.4.1 Chancen
4.4.2 Risiken
5. Erfahrungen aus der Praxis: Analyse anhand von Experteninterviews
5.1 Vorgehensweise
5.2 Ergebnisse und Interpretation
6. Handlungsorientierung für Startups und KMU
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Eignung und strategische Planung von Guerilla-Marketing-Maßnahmen für Startups sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in einem Marktumfeld, das von Reizüberflutung und Aufmerksamkeitsökonomie geprägt ist. Dabei wird untersucht, wie diese Unternehmen trotz begrenzter Budgets durch unkonventionelle, überraschende und kosteneffiziente Strategien Aufmerksamkeit bei Konsumenten erzeugen können.
2.1 Herkunft des Begriffs
Der Begriff ‚Guerilla’ stammt ursprünglich aus dem Spanischen und bedeutet ‚kleiner Krieg’. Entstanden ist der Begriff Anfang des 19. Jahrhunderts während der Kämpfe der Spanier gegen Napoleon. Diese Kämpfe zeichneten sich dadurch aus, dass kleine, irreguläre Truppen gegen eine übermächtige, feindliche Armee kämpften. Besonders geprägt wurde der Begriff von Ernesto Che Guevara, Anführer der kubanischen Revolution.
Dieser nutzte die Guerilla Methode als eine Art Kriegsführung und konnte somit viele Kämpfe für sich gewinnen. Diese Angriffstaktik wurde durch Attacken aus dem Hinterhalt und Überraschungsangriffen gekennzeichnet. In seinem bekannten Buch „Guerilla Warfare“ beschreibt er die wichtigsten Elemente der Guerillataktik wie folgt: „Sieg über den Feind als ultimatives Ziel, Einsatz von Überraschungseffekten, taktische Flexibilität.“ Der Begriff ‚Guerilla’ wurde erst 1960 an amerikanischen Universitäten auf das Marketing übertragen. Zu Beginn als eine reine Marketingstrategie für kleine Unternehmen gedacht, galt das Guerilla Marketing als eine Art Wunderwaffe, welche mit geringen Mitteln durch unkonventionelle und innovative Ideen die Effizienz der Kommunikationsmaßnahmen steigern sollte. Jay Conrad Levinson, sowie Ries und Trout prägten den Begriff in dieser Zeit. Heutzutage sind auch die großen Konzerne auf die effiziente Wirkung dieser alternativen Kommunikationsform aufmerksam geworden und die außergewöhnliche Werbestrategie hat sich über die Jahre zu einem integrativen strategischen Marketinginstrument für jede Unternehmensgröße entwickelt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung der Aufmerksamkeitsökonomie und die Relevanz von Guerilla-Marketing für Startups und KMU mit begrenzten Budgets.
2. Guerilla Marketing: Begriff und Einordnung: Dieses Kapitel definiert Guerilla-Marketing, erläutert seine historische Herkunft und ordnet es als unterstützendes Kommunikationsinstrument in den Marketing-Mix ein.
3. Guerilla Marketing-Instrumente: Es erfolgt eine Kategorisierung der Instrumente in Trittbrettfahrer-, Lebensumfeld- und Empfehlungsprinzip, ergänzt durch Praxisbeispiele und Guerilla-PR.
4. Planung von Guerilla Marketing-Aktionen für Startups und KMU: Das Kapitel bietet einen strukturierten Leitfaden zur Planung von Kampagnen, inklusive Markenfit, Zielgruppendefinition und Erfolgsmessung sowie eine Analyse von Chancen und Risiken.
5. Erfahrungen aus der Praxis: Analyse anhand von Experteninterviews: Auf Basis von Leitfadeninterviews mit Branchenexperten werden aktuelle Erkenntnisse und Einschätzungen zur Umsetzung von Guerilla-Marketing-Maßnahmen ausgewertet.
6. Handlungsorientierung für Startups und KMU: Hier werden konkrete Empfehlungen abgeleitet, wie Startups und KMU ihr Guerilla-Marketing konzeptionell und strategisch erfolgreich gestalten können.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Guerilla-Marketing kein Allheilmittel ist, aber als medienwirksames, unterstützendes Instrument in einer langfristigen Marketingstrategie einen bedeutenden Mehrwert bieten kann.
Guerilla Marketing, Startups, KMU, Aufmerksamkeitsökonomie, Marketing-Mix, Trittbrettfahrerprinzip, Lebensumfeldprinzip, Empfehlungsprinzip, virales Marketing, Buzz Marketing, Werbewirkungsmessung, Guerilla-PR, Markenfit, Kommunikationspolitik, Experteninterviews.
Die Arbeit untersucht, wie Startups sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) Guerilla-Marketing als effiziente Strategie nutzen können, um in einem Marktumfeld hoher Reizüberflutung gezielt Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung des Guerilla-Marketings, der Vorstellung spezifischer Instrumente, der strategischen Planung von Kampagnen und der Evaluierung der Erfolgsfaktoren für KMU.
Ziel ist es, Handlungsorientierungen zu entwickeln, mit denen Startups und KMU Guerilla-Marketing-Strategien erfolgreich konzipieren, um trotz begrenzter Marketingbudgets eine hohe Werbewirkung zu erzielen.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche führt die Autorin eine qualitative Analyse in Form von Experteninterviews mit drei Praxisvertretern durch, die nach der Methode von Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen und Instrumententypen (z.B. Ambient, Sensation, virales Marketing) vorgestellt als auch ein systematischer Planungsansatz für Unternehmen abgeleitet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Guerilla Marketing, KMU-Strategie, Aufmerksamkeitsökonomie, Kommunikationsinstrumente und Erfolgsmessung charakterisieren.
Große Konzerne agieren oft mit deutlich höheren Budgets, anspruchsvollen, standortübergreifenden Kampagnen und binden die Presse intensiver ein, während KMU stärker auf Flexibilität, geringe Kosten und eine präzise Zielgruppenansprache setzen müssen.
Da Guerilla-Aktionen oft Regelbrüche provozieren können, besteht für Startups mit begrenztem Budget ein hohes Risiko durch mögliche Strafgelder oder rechtliche Konsequenzen, die ihre finanzielle Basis überschreiten können.
Er beschreibt das Phänomen, dass eine zwar originelle und unterhaltsame Aktion zwar Aufmerksamkeit erregt, diese jedoch nicht auf die Marke oder das Produkt zurückgeführt wird, wodurch der eigentliche Marketingnutzen verloren geht.
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