Bachelorarbeit, 2013
37 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Der technische Fortschritt im Wandel der Zeit
2.2 Hypothese
2.3 Märkte und Regulierungen
2.3.1 Unregulierte Märkte
2.3.2 Staatlich „nicht marktkonforme“ Regulierungen
2.3.3 Staatlich „marktkonforme“ Regulierungen
2.4 Transformation industrieller Produktionsprozesse
2.5 Anwendung staatlicher Marktregulierungen und deren Effekte
2.6 Das praktische Beispiel der Green IT
2.6.1 Der unregulierte Markt
2.6.2 Produktionsprozesse und Einsatzbereiche der Green IT
2.6.3 Rebound Effekte
2.6.4 Transformation der Green IT durch staatliche Regulierungen
3. Schlussteil
3.1 Diskussion
3.2 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den Einfluss staatlicher Marktregulierungen auf industrielle Produktionsprozesse, um eine ökologisch effizientere Ressourcennutzung zu erreichen, wobei das Konzept der Green IT als praktisches Anwendungsbeispiel dient. Ziel ist die Modellierung eines nachhaltigeren Produktionsprozesses und die Analyse staatlicher Interventionsmöglichkeiten.
2.6.2 Produktionsprozesse und Einsatzbereiche der Green IT
Diese prekäre Marktsituation, die bis heute anhält, sorgte dennoch innerhalb der letzten Jahre, auch im Zuge der globalen Erderwärmung, für einen Sinneswandel innerhalb der IT Branche, allen voran in Deutschland. Doch gerade in Zeiten von Virtualisierung, Digitalisierung und des Cloud Computing (Verbund von IT-Infrastruktur in der Wolke) nimmt der Bedarf nach Datenspeicherkapazität und Rechenleistung weiterhin stetig zu. Dieser Bedarf wird in sogenannten Rechenzentren, einer Vielzahl von technischen Geräten wie beispielsweise Server, Großrechnern (Mainframe Systemen), Netzwerkkomponenten, Peripheriegeräten, Festplatten sowie Gerätschaften für Kühlung und Stromversorgung, bereitgestellt. Um diese Infrastruktur zu versorgen, benötigt es Unmengen von Energie und Materialien. Allein in Deutschland befinden sich über 2000 solcher Rechenzentren unterschiedlichster Kategorien, deren Stromverbrauch im Jahre 2008 bei 10.1 TWh lag.
Neuste Zahlen aus 2012 verzeichneten einen Rückgang des Stromverbrauchs der Rechenzentren um vier Prozent auf 9,7 TWh, bei gleichzeitigem Anstieg der technischen Geräte um sieben Prozent auf deutschlandweit 2,34 Millionen Server. Diese durchaus positive Entwicklung hinsichtlich des verringerten Stromverbrauchs bei steigendem Wirtschaftswachstum zeigt das Potenzial des noch sehr jungen technologischen Wandels der Green IT. Neben den Einsparungen des weltweiten Energieverbrauchs durch den Einsatz umweltschonender Technologien innerhalb des IT Sektors („Green in der IT“) zeigen sich maßgebliche Umweltentlastungspotenziale durch einen flächendeckenden Einsatz intelligenter IKT- Lösungen in anderen Wirtschaftszweigen. So können durch gezielten Einsatz in Logistik, Stromnetzen, Gebäudemanagement und Verkehr bis zum Jahr 2020 194 Millionen Tonnen CO2 Emissionen eingespart werden. Diese Umsetzung („Green durch die IT) wäre somit ein weiterer Schritt hinsichtlich Optimierung der Energieeffizienz, Reduktion der Schadstoffemissionen und Schonung der Umwelt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökologische Problematik des exponentiellen Wirtschaftswachstums und der Ressourcenknappheit, insbesondere im Kontext der aufstrebenden BRICS-Staaten, und stellt die Forschungsfrage zur staatlichen Steuerung industrieller Prozesse.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Industrialisierung, theoretische Grundlagen zu Marktversagen und staatliche Regulierungsinstrumente, um schließlich ein Modell für Green IT zu erarbeiten.
3. Schlussteil: Der Schlussteil diskutiert die Ergebnisse im Kontext der Globalisierung und fasst die Notwendigkeit einer Transformation hin zu einer ökologisch effektiveren Kreislaufwirtschaft zusammen.
Green IT, Marktversagen, staatliche Regulierungen, Produktionsprozesse, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Rebound-Effekte, Umweltökonomie, Kreislaufwirtschaft, Externalitäten, Informationstechnologie, Klimaschutz, Pigou-Steuer, Innovationspolitik, Ressourcenallokation.
Die Arbeit untersucht, wie staatliche Marktregulierungen dazu beitragen können, industrielle Produktionsprozesse ökologisch nachhaltiger zu gestalten und Ressourcen effizienter zu nutzen.
Die zentralen Themen sind das Marktversagen in unregulierten Märkten, die Modellierung von Produktionsprozessen unter Einbeziehung des Faktors Umwelt und die praktische Anwendung dieser Theorien auf den IT-Sektor.
Es soll untersucht werden, welchen Einfluss umweltpolitische Regulierungen auf Unternehmen haben und wie durch ein transformiertes Produktionsmodell die volkswirtschaftliche Effizienz gesteigert werden kann.
Die Arbeit basiert auf der Analyse volkswirtschaftlicher und wirtschaftspolitischer Theorien, der Modellierung eines alternativen Input-Output-Produktionsprozesses und der Anwendung dieses Modells auf das Praxisbeispiel Green IT.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Industrialisierung, die Analyse von Marktformen und Regulierungsansätzen sowie die detaillierte Untersuchung der Green IT inklusive Herausforderungen wie Rebound-Effekten.
Wichtige Begriffe sind Green IT, Marktversagen, staatliche Regulierungen, Rebound-Effekte, Kreislaufwirtschaft und ökologische Effizienz.
Rebound-Effekte beschreiben das Phänomen, dass technologische Fortschritte und Effizienzsteigerungen im IT-Bereich durch eine gleichzeitig steigende Nachfrage oder gesteigerten Verbrauch die initialen Einsparungen wieder zunichtemachen können.
Obwohl Green IT gute Ansätze bietet, führt die aktuelle Praxis häufig zu ökologisch ineffektiven Ergebnissen und negativen externen Effekten, was staatliches Eingreifen unumgänglich macht.
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