Masterarbeit, 2015
125 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Untersuchungsanlass
1.2. Zielsetzung
1.3. Arbeitsprämissen
1.4. Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2. Merkmale und Wesen von Wertschöpfungsnetzwerken
2.1. Wertschöpfungsnetzwerke als unternehmensübergreifende Organisationsformen
2.2. Abgrenzung von Wertschöpfungsnetzwerken gegenüber ausgewählten anderen Kooperationsformen
2.3. Gestaltung und Machtverteilung in Wertschöpfungsnetzwerken
2.3.1. Der Gestaltungsprozess von Wertschöpfungsnetzwerken
2.3.2. Machtverteilung und Konfliktregelung in Wertschöpfungsnetzwerken
2.3.2.1. Machtbereiche und Konfliktfelder
2.3.2.2. Machtverteilung
2.3.2.3. Konfliktregelung
2.4. Rahmenkonzept für das Management von Wertschöpfungsnetzwerken
2.4.1. Einleitung
2.4.2. Externe Einflussfaktoren
2.4.3. Normatives Rahmensystem
2.4.4. Steuerungsebenen und Steuerungselemente
3. Controlling und Finanzmanagement in Wertschöpfungsnetzwerken
3.1. Grundlagen
3.1.1. Verträge als normative Basis
3.1.2. Einheitliche Planung und Zielhierarchie
3.1.3. Controlling im Kontext von Wertschöpfungsnetzwerken
3.1.3.1. Begriff und inhaltliche Grundlagen
3.1.3.2. Informationsmanagement und Berichtswesen
3.2. Modell für ein unternehmensübergreifendes Controlling und Finanzmanagement in Wertschöpfungsnetzwerken
3.2.1. Ansatz
3.2.2. Kosten- und Leistungsrechnung
3.2.3. Verrechnungspreise
3.2.3.1. Merkmale und Funktionen von Verrechnungspreisen
3.2.3.2. Bestimmungsgrößen, Verfahren der Festlegung und Bestandteile von Verrechnungspreisen
3.2.4. Kostenanalyse und -planung
3.2.4.1. Grundlagen
3.2.4.2. Deckungsbeitragsrechnung
3.2.4.3. Programmplanung
3.2.4.4. Preisgrenzen
3.2.4.5. Ergebnisabweichungs-Analyse
3.2.5. Kostenmanagement
3.2.6. Kennzahlen-orientierte Steuerung
3.3. Investitions- und Finanzmanagement
3.3.1. Investitionsmanagement und -rechnung
3.3.2. Finanzmanagement
4. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob Instrumente des Controllings und Finanzmanagements auf Wertschöpfungsnetzwerke anwendbar sind, um eine zentral koordinierte finanzielle Steuerung zu ermöglichen, und analysiert die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Netzwerk und seine Mitglieder.
2.1. Wertschöpfungsnetzwerke als unternehmensübergreifende Organisationsformen
Unter einem Wertschöpfungsnetzwerk versteht man die vertikale Kooperation von zwei oder mehr rechtlich selbständigen Unternehmen durch Verknüpfung von vor- oder nachgelagerten Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette, die zur Erreichung gemeinsamer Ziele freiwillig und koordiniert zusammenarbeiten.
Wertschöpfungsnetzwerke sind eine Ausprägung zwischenbetrieblicher Kooperationsstrategien. Solche Kooperationsstrategien erlangen in einem Umfeld steigender Markt- und Wettbewerbsanforderungen sowohl im Rahmen von Finanzierungs- und Investitionsprojekten, bei Beschaffungs- und Produktionstätigkeiten, im Vertriebs- und Absatzbereich oder bei der Bewältigung wissenschaftsintensiver Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in zunehmenden Maße Relevanz. Dabei sind langfristig orientierte Kooperationsstrategien nicht nur für Großunternehmen von Bedeutung. Unabhängig von Wettbewerbsfokus und regionalen, nationalen oder internationalen Ausrichtungen der Unternehmen erkennen auch kleinere und mittlere Unternehmen im zunehmenden Maße die besondere Relevanz strategischer Unternehmenskooperationen.
Dadurch werden traditionelle Strategien der Wettbewerbspositionierung durch dynamische Strategien mit wechselnden Wettbewerbsvorteilen verdrängt und neue Formen unternehmensübergreifender Zusammenarbeit ermöglicht. Dies erfordert jedoch die Mobilisierung strategischer Potentiale und Ressourcen sowie die Suche nach Wettbewerbsvorteilen im Rahmen von unternehmensübergreifenden Kooperationen. Netzwerke sind demnach strategisch motivierte Kooperationsformen. Ihr Ziel ist es, Wertschöpfungsaktivitäten effizienter zu erbringen als dies durch ein Unternehmen allein oder die Kooperation mit nur einem Partner möglich wäre.
Unabhängig von der Größe der teilnehmenden Unternehmen erfordern Kooperationsstrategien einen institutionellen Rahmen, der die Zusammenarbeit der Kooperationspartner regelt und dadurch die Umsetzung der Strategien ermöglicht.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet den Untersuchungsanlass und definiert die Zielsetzung sowie die Leitfragen zur Anwendung von Controlling-Instrumenten in Wertschöpfungsnetzwerken.
2. Merkmale und Wesen von Wertschöpfungsnetzwerken: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Wertschöpfungsnetzwerken, deren Abgrenzung zu anderen Kooperationen sowie die zentralen Aspekte von Gestaltung, Machtverteilung und dem Management-Rahmenkonzept.
3. Controlling und Finanzmanagement in Wertschöpfungsnetzwerken: Das Hauptkapitel erarbeitet ein Modell für unternehmensübergreifendes Controlling, behandelt Verträge, Planung, Verrechnungspreise, Kostenmanagement sowie Investitions- und Finanzmanagement in diesem Kontext.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der entwickelten theoretischen Ansätze in der Praxis.
Wertschöpfungsnetzwerk, Controlling, Finanzmanagement, Unternehmensführung, Kostenmanagement, Verrechnungspreise, Netzwerkkontrolle, Kooperationsstrategie, Zielhierarchie, Leistungsrechnung, Investitionsmanagement, Strategische Planung, Netzwerkkoordinator, Unternehmensinfrastruktur, Wertkette.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentral koordinierten finanziellen Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken durch die Anwendung von Instrumenten aus dem Controlling und Finanzmanagement.
Zentrale Themen sind die Gestaltung und Machtverteilung in Netzwerken, das Management-Rahmenkonzept, die normative Basis durch Verträge sowie spezifische Controlling-Instrumente wie Verrechnungspreise und Kostenmanagement.
Ziel ist das Herausarbeiten eines theoretisch fundierten Referenzmodells für ein unternehmensübergreifendes Controlling und Finanzmanagement in Wertschöpfungsnetzwerken.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und die Herleitung eines theoretischen Modells, das als Baukastensystem für Controlling-Module in Netzwerken dient.
Im Hauptteil werden die Grundlagen der Zusammenarbeit, der Aufbau eines Controllingsystems, Kostenrechnungsmodelle, sowie Investitions- und Finanzierungsentscheidungen innerhalb solcher Netzwerke detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Wertschöpfungsnetzwerk, Controlling, Finanzmanagement, Kostenmanagement und Verrechnungspreise.
Weil Netzwerke im Gegensatz zu Konzernen aus rechtlich selbstständigen Unternehmen bestehen, die nicht einer einheitlichen Leitung unterliegen, was spezielle Koordinationsmechanismen erfordert.
Der Netzwerkkoordinator fungiert als zentrale Steuerungseinheit, die den Planungsprozess und die Koordination der finanziellen Steuerung im Netzwerk übernimmt, um die Leistungen der Mitglieder auf die gemeinsamen Ziele auszurichten.
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