Seminararbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Politische Bildung
2.1. Lehrpläne
2.2. Lehrerrolle
2.3. Auseinandersetzung mit dem Lehr- und Lernmaterial
2.4. Dialog
2.5. Nachhaltiges Lernen durch eigene Erkenntnisse
2.6. Politische Partizipation
2.7. Theorie & Praxis
2.8. Grenzen der politischen Bildung und Aktion
3. Precious Knowledge
3.1. Einleitung
3.2. Kontext
4. Dokumentation
4.1. Einleitung
4.2. Schulorganisation und ihr Konzept
4.2.1. Die Einbeziehung der Kultur
4.2.2. Lehrmaterial
4.2.3. Solidaritätsgemeinschaft
4.3. Unterrichtsmethoden
4.3.1. Regeln
4.3.2. Eigenständiges Arbeiten
4.3.3. Kritisches Denken im Dialog
4.3.4. Lehrer-Schüler-Verhältnis und das gemeinsame Lehrmaterial
4.4. Politische Partizipation
4.5. Grenzen des Mexican-American/Raza Studies Program
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen politische Bildung in Schulen stattfinden muss, damit politische Partizipation von Schülern ermöglicht und gefördert wird. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, wie theoretische Ansätze der politischen Didaktik durch die Analyse der Dokumentation "Precious Knowledge" auf die praktische Unterrichtssituation übertragen werden können.
2.4. Dialog
Die Wertschätzung der anderen Person und deren Meinung kann nur dem wechselseitigen Erklären und Anhören, also dem Dialog entspriessen. Nach Freire (1970) kann so „das menschliche Leben nur durch Kommunikation seinen Sinn erhalten“ (S. 62). Über Lerninhalte nachdenken, sich eigene Gedanken über Probleme machen und diese gemeinsam mit anderen ausdiskutieren, fördert das Denken der Schüler und verrät ebenso viel über die Denkart der Lehrperson. „Das Denken des Lehrers gewinnt seine Echtheit nur durch die Echtheit des Denkens des Schülers. Der Lehrer kann nicht für seine Schüler denken, noch kann er ihnen sein Denken aufnötigen. Echtes Denken, ein Denken, das mit der Wirklichkeit zu tun hat, findet nicht im Elfenbeinturm, der Isolierung statt, sondern nur im Vorgang der Kommunikation“ (ebd., S. 62). Freires (1970) Pädagogik missbilligt das Bankiers-Konzept ganzlich und fördert stattdessen, dass Lehrpersonen vermehrt mit ihren Schülern in den Dialog treten. Dieses gegenseitige Miteinander führt dazu, dass auch die Lehrperson belehrt wird und nicht nur sie es ist die lehrt.
„So werden sie miteinander für einen Prozeß [sic] verantwortlich gemacht, in dem alle wachsen. In diesem Prozeß [sic] sind Argumente, die auf „Autorität“ begründet sind, nicht länger gültig. Um wirken zu können, muß Autorität auf der Seite der Freiheit sein und nicht ihr Gegenüber. Hier lehrt niemand einen anderen, noch jemand selbst gelehrt. Vielmehr lehren Menschen einander, vermittelt durch die Welt, durch die Erkenntnisobjekte, die in der Bankiers-Erziehung vom Lehrer „besessen“ sind“ (Freire, 1970, S. 64 f.).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enge Verknüpfung von politischer Bildung und Partizipation und führt in die Problemstellung des demokratischen Lernens ein.
2. Politische Bildung: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen, wie Lehrpläne, die Lehrerrolle und das Verhältnis von Theorie und Praxis, um Bedingungen für politische Mündigkeit zu definieren.
3. Precious Knowledge: Der Abschnitt stellt die gleichnamige Dokumentation über das "Mexican-American/Raza Studies Program" vor und erläutert den qualitativen Forschungsansatz.
4. Dokumentation: Im Hauptteil wird das Programm praxisnah analysiert, wobei Schwerpunkte auf Kultur, Lehrmaterial, Partizipationsformen und den politischen Widerstand gegen das Projekt gelegt werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, dass eine enge Verzahnung von Praxis und Theorie wesentlich ist, damit Schule zur Demokratisierung beitragen kann.
Politische Bildung, Politische Partizipation, Precious Knowledge, Kritische Pädagogik, Paulo Freire, Demokratieerziehung, Schulalltag, Mexican-American/Raza Studies, Empowerment, Theorie-Praxis-Verhältnis, Partizipationsformen, Bildungsgerechtigkeit, Schülerrolle, Politische Mündigkeit.
Die Arbeit untersucht, wie politische Bildung in Schulen gestaltet sein muss, um Schülern eine aktive und nachhaltige politische Partizipation zu ermöglichen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Fundierung politischer Didaktik, die Rolle der Lehrperson, die Bedeutung von Dialog und das Spannungsfeld zwischen schulischem Lernen und gesellschaftlichem Engagement.
Die zentrale Frage lautet: „Welche Bedingungen müssen in der politischen Bildung vorherrschen, damit politische Partizipation überhaupt erst möglich wird?“
Es handelt sich um eine qualitative Forschungsarbeit, die eine theoretische Analyse mit einer Inhaltsanalyse der Dokumentation „Precious Knowledge“ verbindet.
Der Hauptteil analysiert das "Mexican-American/Raza Studies Program" (MAS) in Tucson, Arizona, und untersucht anhand der Dokumentation, wie Unterrichtsmethoden, Lehrinhalte und Schulstrukturen Partizipation fördern oder behindern können.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen politische Partizipation, politische Bildung, Paulo Freires Konzepte, Empowerment der Schüler und die Rolle der Institution Schule in der Demokratie.
Das Programm dient als praktisches Fallbeispiel, um aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Einbeziehung der kulturellen Identität der Schüler ein höheres Engagement und ein tieferes Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge erreicht werden kann.
Das Konzept wird abgelehnt, weil es Schüler zu passiven Objekten macht, die nur Wissen "aufnehmen" sollen, anstatt sie zu kritisch denkenden und handelnden Subjekten zu befähigen.
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