Bachelorarbeit, 2016
48 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation/Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellungen
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Kassa- vs. Termingeschäft
2.1.1 Kassageschäft
2.1.2 Termingeschäft
2.2 Akteure
2.2.1 Arbitrageur
2.2.2 Spekulant
2.2.3 Absicherer
2.3 Clearinghäuser
2.4 Risiko
2.4.1 Capital Asset Pricing Model
2.5 Die Zinsstrukturkurve
2.5.1 Ermittlung von Zinsstrukturkurven
3 Derivate
3.1 Forwards und Futures
3.1.1 Preisbestimmung
3.1.1.1 Preise von Forward-Kontrakten ohne Einkommen
3.1.1.2 Preise von Forward-Kontrakten mit Einkommen
3.1.1.3 Ausgewählte Basiswerte
3.1.1.4 Cost of Carry
3.2 Swaps
3.2.1 Zinsswaps
3.2.1.1 Bewertung von Zinsswaps
3.2.2 Währungsswaps
3.2.2.1 Bewertung von Währungsswaps
3.2.3 Andere Swaps
3.3 Optionen
3.3.1 Caps und Floors
3.3.2 Collars
3.3.3 Swaptions
3.3.4 Bewertung von Optionen
4 Hedging kompakt
4.1 Motive
4.2 Basisrisiko
4.3 Hedge Ratio
4.4 Hedge Effektivität
5 Hedging – Politik
5.1 Perfect Hedge vs. Cross Hedging
5.2 Mikro-Hedge, Portfolio-Hedge und Makro-Hedge
5.2.1 Mikro-Hedging
5.2.2 Makro-Hedging
5.2.3 Portfolio-Hedging
5.3 Statisches- vs. Dynamisches-Hedging
5.4 Bestand- vs. antizipatives-Hedging
5.5 Normal- vs. Reversed-Hedging
6 Hedging des Risikos
6.1 Preisrisiko
6.1.1 Energiepreisrisiko
6.1.2 Strompreisrisiko
6.2 Währungsrisiko
6.3 Zinsrisiko
7 Conclusio
7.1 Beantwortung der Forschungsfrage
7.2 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Einsatzmöglichkeiten derivativer Finanzinstrumente zur gezielten Risikominimierung in Unternehmen zu untersuchen und praxisrelevante Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Risikoszenarien abzuleiten.
1.1 Ausgangssituation/Problemstellung
„Derivate sind nicht nur der letzte Schrei auf den Finanzmärkten, sondern auch von einer Aura des Geheimnisvollen und Unverständlichen umgeben.“ (Lipke 2003, S. 5)
In den letzten dreißig Jahren haben derivative Finanzinstrumente immer mehr an Bedeutung gewonnen. Besonders Futures und Optionen werden heutzutage zahlreich an vielen Börsen weltweit gehandelt. Zusätzlich werden etliche Varianten von Forward-Kontrakten, Optionen, Swaps und anderen Derivaten durch Finanzinstitute oder Fonds- und Finanzmanager auf dem Over-the-Counter-Markt (OTC-Markt) gehandelt. Jedoch treten Derivate auch anderswo in Erscheinung. Sie werden beispielsweise Anleiheemissionen beigefügt, werden für die Managementvergütung eingesetzt oder sind in spezielle Anlageformen eingebettet (vgl. Hull 2009, S. 24).
Laut Hull (2009) können Marktteilnehmer mit derivativen Finanzinstrumenten die unterschiedlichsten Zwecke verfolgen. Sie können helfen, unterschiedliche Risiken zu mindern oder zu beseitigen. Solche Risiken reichen von Zinsrisiken über den volatilen Ölpreis, dem Niveau des Aktienmarktes, dem Ausfall eines Kredits oder auch dem Risiko schwankender Währungskurse.
Ebenso verwenden Spekulanten Derivate um auf alle möglichen zukünftigen Marktentwicklungen zu wetten und damit Geld zu verdienen.
Eine dritte Einsatzmöglichkeit neben der Absicherung von Risiken und der Spekulation ist die Realisierung von risikolosen Gewinnen durch Arbitrage.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der derivativen Finanzinstrumente ein und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert wichtige Basisbegriffe wie Kassa- und Termingeschäfte, Akteure am Markt, Risikodefinitionen sowie das Capital Asset Pricing Model und Zinsstrukturkurven.
3 Derivate: Hier werden verschiedene derivative Produkte wie Forwards, Futures, Swaps und Optionen detailliert beschrieben sowie deren jeweilige Preisermittlung und Bewertung diskutiert.
4 Hedging kompakt: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Motive für Hedging sowie grundlegende Kennzahlen wie Basisrisiko, Hedge Ratio und Hedge Effektivität.
5 Hedging – Politik: Hier erfolgt eine Klassifizierung der Absicherungsstrategien, etwa nach Mikro-, Makro- oder Portfolio-Ansätzen sowie statischen vs. dynamischen Methoden.
6 Hedging des Risikos: Das Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung von Hedging-Strategien auf spezifische Risikofelder, insbesondere Preis-, Währungs- und Zinsrisiken.
7 Conclusio: Im letzten Teil wird die Forschungsfrage zusammenfassend beantwortet und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich des Risikomanagements gegeben.
Derivate, Hedging, Risikomanagement, Futures, Optionen, Swaps, Zinsrisiko, Währungsrisiko, Preisrisiko, Arbitrage, Spekulation, Finanzinstrumente, Margin, Volatilität, Asset-Liability-Management
Die Arbeit untersucht derivative Finanzinstrumente und deren Einsatzmöglichkeiten zur Absicherung von unternehmerischen Risiken.
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Derivaten, deren Bewertung sowie verschiedenen Hedging-Strategien für Preis-, Währungs- und Zinsrisiken.
Das Ziel ist es, produktspezifische Unterschiede herauszuarbeiten und Handlungsempfehlungen für Praktiker zur effektiven Risikominimierung zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf eine strukturierte Literaturaufarbeitung, ergänzt durch aktuelle wirtschaftliche Studien und Datenmaterial.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, eine detaillierte Produktvorstellung (Forwards, Swaps, Optionen), theoretische Hedging-Konzepte und die praktische Anwendung von Absicherungsstrategien.
Zentrale Begriffe sind Derivate, Hedging, Risikomanagement, Futures, Optionen, Swaps sowie die spezifischen Risikoarten wie Zins- und Währungsrisiken.
Beim Mikro-Hedge werden exakt bestimmte Einzelpositionen gesichert, während beim Makro-Hedge das Marktrisiko einer aggregierten Nettoposition des Gesamtunternehmens abgesichert wird.
Dies ist eine in der Literatur diskutierte Strategie zur Risikostreuung: 1/3 der Positionen wird über Termingeschäfte gesichert, 1/3 über Optionen und 1/3 bleibt ungesichert.
Sie fungieren als zentrale Gegenpartei zwischen Käufer und Verkäufer bei börsengehandelten Derivaten und übernehmen das Ausfallrisiko beider Parteien.
Ein Reversed Hedge wird eingesetzt, wenn das Sicherungsgeschäft das Grundgeschäft übersteigt, um über die Absicherung hinaus zusätzliche Gewinne zu erzielen; dies ist jedoch mit spekulativen Elementen verbunden.
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