Bachelorarbeit, 2016
90 Seiten
I. Einleitung
II. Theoretischer Hintergrund
1 Deutsch als Muttersprache
1.1 Einführung
1.2 Spracherwerb zwischen Anlage und Umwelt
1.3 Theorien zum Erwerb von Sprache
1.3.1 Behaviorismus
1.3.2 Nativismus
1.3.3 Interaktionismus
1.3.4 Kognitivismus
1.4 Spezifische Spracherwerbsstörungen
2 Deutsch als Zweitsprache
2.1 Einführung
2.2 Einflussfaktoren auf den Erwerb einer zweiten Sprache
2.2.1 Kognitive Variablen
2.2.2 Affektive und attitudinale Faktoren
2.2.3 Soziale Faktoren
2.2.4 Schlussfolgerung
2.3 Die klassischen L2-Erwerbshypothesen
2.3.1 Die Kontrastivhypothese (Lado 1957)
2.3.2 Die Identitätshypothese (Dulay & Burt 1974)
2.3.3 Die Interlanguagehypothese (Selinker 1972)
2.3.4 Schlussfolgerung
3 Präpositionen des Deutschen
3.1 Einführung
3.2 Stellung von Präpositionen
3.3 Abhängigkeit von Präpositionen
3.3.1 Rektion der Präpositionen
3.3.2 Semantische Subklassen von Präpositionen
3.4 Wechselpräpositionen
3.5 Stolpersein Präpositionalgefüge
3.6 Valenzgrammatik/ Valenztheorie
3.7 Schlussfolgerung
4 Sprache fördern mit literarischem Kontext
4.1 Einführung
4.2 Zum Begriff Literary
4.3 Welche Fähigkeiten gehören zu Literacy?
4.3.1 Wahrnehmung von Schrift:
4.3.2 Einsicht in den Aufbau von Schrift:
4.3.3 Kenntnis von Begriffen:
4.3.4 Kenntnis von Konventionen/Konzepten:
4.3.5 Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten:
4.4 Anbahnung von Literacy
4.5 Schriftspracherwerb als Teil der sprachlich-kognitiven Entwicklung
4.5.1 Bilderbücher zur Beobachtung und Förderung sprachlicher Fähigkeiten
4.6 Vorerfahrungen mit Bilderbüchern
4.7 Dialogisches Bilderbuchlesen
4.7.1 Was bedeutet es, Kindern vorzulesen?
4.7.2 Was können Kinder beim Vorlesen von Bilderbüchern lernen?
4.7.3 Wie zweisprachige Kinder aus einer Vorlesesituation profitieren können
4.8 Mit Bilderbüchern wachsen
4.9 Konsequenzen für die pädagogischen Fachkräfte
4.10 Schlussfolgerung
5 Bilderbuchanalyse „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ von Tilde Michels
5.1 Einführung
5.2 Kriterien aus literarische Perspektive
5.3 Kriterien aus kinder- und jugendliterarischer Perspektive
5.4 Kriterien aus Bilderbuchspezifischer Perspektive
5.5 Kriterien aus interkultureller Perspektive
5.6 Kriterien aus sprachlicher Perspektive
5.7 Schlussfolgerung
III. Evaluationsstudie
1 Einführung
1.1 Förderprojekt
1.1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.1.2 Beschreibung der Gruppe
1.1.3 Zeitlicher Umfang und Verlauf
1.1.4 Didaktische/Methodische Umsetzung
1.2 Projektevaluation
1.2.1 Auswahl Testverfahren
1.2.2 Testdurchführung
1.2.3 Auswertung und Ergebnisse
1.3 Kritische Reflexion
IV. Fazit
V. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit durch interdisziplinäre Literaturarbeit die Präpositionalgefüge bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren verbessert werden können. Dabei steht die Förderung im Kontext des Bilderbuchs "Es klopft bei Wanja in der Nacht" im Vordergrund, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Verknüpfung von Sprache und Bewegung liegt.
3.4 Wechselpräpositionen
Wechselpräpositionen gehören zu den einfachen Präpositionen, das heißt sie sind nicht zusammengesetzt. Zu ihnen gehören: über, in, auf, zwischen, hinter, neben, vor, unter. Lokale Präpositionen geben unabhängig vom Kasus eine Raumdimension vor wie zum Beispiel Richtung, Lage, Nähe usw. „Wechselpräpositionen drücken dazu noch ergänzend durch den Kasus aus, ob sie in lokativer oder direktiver Funktion verwendet werden.“ Der Dativ folgt, wenn die Tätigkeit an die sich die Präposition anknüpft, nicht zielgerichtet, sondern auf eine Lage bezieht. (Wo?) Drückt das Verb eine Bewegung auf etwas hin aus und ist zielgerichtet, so folgt der Akkusativ. (Wohin?)
In einer Untersuchung von Bruche-Schulz, Heß & Steinmüller (1983) wurde festgestellt, dass zwei Kinder türkischer Erstsprache, kaum lokale Präpositionen verwenden. Am häufigsten wurde die Präposition in verwendet. Weiter wurde beobachtet, dass die Kinder öfters Verb-Adverb-Verbindungen anstatt präpositionaler Strukturen zur Darstellung räumlicher Beziehungen verwenden. Dies ist eine Strategie, um den Artikelgebrauch und die damit verbundene Genus-Kasus-Zuordnung zu vermeiden. Lütke (2008) stellte fest, dass Kinder mit Deutsch als Zweitsprache nicht über den selben lexikalischen „Kernbestand“ an Präpositionen wie auf, an, aus, in und hinter verfügen, wie Kinder mit Deutsch als Erstsprache. Oft werden Hilfsformen wie bei, von und zu verwendet, um lokale Relationen darzustellen. Übergeneralisierungen treten hier bei Unsicherheiten geläufiger Formen bei auf und in auf.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fundamentale Bedeutung der Sprache für die Weltaneignung und begründet die Notwendigkeit einer frühkindlichen Sprachförderung im Bereich der Präpositionalgefüge.
II. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über Theorien zum Erst- und Zweitspracherwerb sowie die spezifischen linguistischen Herausforderungen von Präpositionen des Deutschen.
4 Sprache fördern mit literarischem Kontext: Es wird die Rolle von Bilderbüchern als Medium der Literacy-Erziehung erläutert und aufgezeigt, wie diese zur sprachlich-kognitiven Entwicklung beitragen.
5 Bilderbuchanalyse „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ von Tilde Michels: Das Werk wird anhand literarischer, pädagogischer und interkultureller Kriterien analysiert, um dessen Eignung für das Förderprojekt zu prüfen.
III. Evaluationsstudie: Hier wird das durchgeführte Projekt inklusive der didaktischen Umsetzung, der Testmethodik (Prä- und Posttest) und der kritischen Reflexion der Ergebnisse detailliert dargestellt.
IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Wirksamkeit der Kombination aus Literatur und Bewegung bei der Sprachförderung.
V. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
Präpositionen, Spracherwerb, DaZ, DaM, Bilderbuchanalyse, Literacy, Sprachförderung, Bewegungslandschaft, Valenzgrammatik, Frühkindliche Bildung, Interaktionismus, Nativismus, Satzkonstruktion, Sprachstandserhebung, Projektarbeit.
Die Arbeit thematisiert die gezielte Förderung von Präpositionalgefügen bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren durch ein handlungsorientiertes Literaturprojekt.
Zentrale Themen sind der Erst- und Zweitspracherwerb, die linguistischen Besonderheiten deutscher Präpositionen, die Literacy-Erziehung sowie die methodische Verknüpfung von Sprache und Bewegung.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie interdisziplinäre Literaturarbeit die Verwendung von Präpositionalgefügen bei Kindern fördern kann.
Es wurde ein handlungsorientiertes Förderprojekt in einer Kindertageseinrichtung durchgeführt, welches durch eine Evaluationsstudie mittels Prä- und Posttests (basierend auf LiSe-DaZ) begleitet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse des Bilderbuchs "Es klopft bei Wanja in der Nacht" sowie die Darstellung und Auswertung des praktischen Förderprojekts.
Die wichtigsten Begriffe sind Präpositionen, Spracherwerb, Literacy, DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und handlungsorientierte Sprachförderung.
Das Buch wurde aufgrund seines hohen pädagogischen Werts, der klaren Handlungsstruktur und der Eignung zur Förderung des Verständnisses für Präpositionen in einem literarischen Kontext gewählt.
Die Bewegung dient als Medium, um lokale Präpositionen räumlich erfahrbar zu machen und durch die Verknüpfung von Handeln und Sprechen den Spracherwerb zu unterstützen.
Die Ergebnisse zeigen, dass nach dem Förderprojekt eine deutliche Verbesserung in der korrekten Verwendung der untersuchten Präpositionen bei den teilnehmenden Kindern feststellbar war.
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