Diplomarbeit, 2004
243 Seiten, Note: 1,3
1 Aufgabenstellung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung und Zielsetzung
2 Definition und Abgrenzung der Begriffe
2.1 Organisation, Strukturen und Prozesse
2.2 Automobilhandelsgruppen
2.3 Internet, Intranet, Extranet und Informationstechnologie
2.4 Dealer Management System
2.5 Kommunikation und Wissensmanagement
3 Studienaufbau
3.1 Sekundärerhebung
3.2 Primärerhebung
4 Strukturwandel im Automobilvertrieb
4.1 Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen
4.1.1 Mittelständische Unternehmen und Basel II
4.1.2 Die neue Gruppenfreistellungsverordnung GVO 1400/02
4.2 Auswirkungen auf den Automobilhandel
4.2.1 Handlungsoptionen für kleine Automobilhändler
4.2.2 Handlungsoptionen für Handelsgruppen
4.3 Bedeutung von Handelsgruppen im Automobilmarkt
4.4 Trends im Automobilvertrieb
4.5 Wachsende Anforderungen an die Informationstechnologie
5 Evaluierung der IT-Systeme und kommunikativen Prozesse
5.1 Analyse von Automobilhandelsgruppen
5.2 Analyse von Dealer Management Systemen
6 Einsatz eines Intranets als systemübergreifendes Informationsinstrument
6.1 Grundlagen zum praktischen Wissensmanagement
6.2 Das Intranet als Informationsplattform
6.3 Die Händlergruppen-Intranet-Lösung
6.4 Argumente für den Einsatz eines Intranets in Handelsgruppen
7 Handlungsempfehlungen für die Siller AG
7.1 Zielgruppe
7.2 Die Siller-Lösung
7.3 Beispielhafte Konkurrenzlösungen
7.4 Wahl eines Kooperationspartners
7.5 Strategische Alternativen
8 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert den Strukturwandel im Automobilvertrieb und die damit verbundene Notwendigkeit, moderne informationstechnologische Lösungen wie Intranets in Automobilhandelsgruppen zu implementieren. Das Ziel ist es, Möglichkeiten zur Optimierung der EDV-Infrastruktur, Kommunikation und des Wissensmanagements in einer wachsenden Handelsgruppenlandschaft aufzuzeigen.
2.1 Organisation, Strukturen und Prozesse
Der Begriff Organisation bezeichnet einerseits die Tätigkeit der zielorientierten Steuerung von Aktivitäten in einem sozialen System mit mehreren Mitgliedern (funktionaler Organisationsbegriff) und anderseits beschreibt er das soziale Gebilde an sich (institutionaler Organisationsbegriff).2
Vorliegende Studie analysiert die funktionale Organisation zur zielorientierten Steuerung von Aktivitäten.
Die Aktivitäten einer funktionalen Organisation sind alle Maßnahmen einer Instanz, die dazu dienen, die Entscheidungen der Mitarbeiter zu beeinflussen bzw. zu steuern. Organisation beschäftigt sich mit wiederholenden Prozessen und versucht Regelungen und Ordnungssysteme zu finden, die dauerhaft Gültigkeit haben und damit die Unsicherheit wechselnder Strukturen absorbieren. Das essentielle Organisationsziel ist eine dynamische Anpassung an sich ändernde Gegebenheiten, wobei der Begriff der Dauerhaftigkeit relativiert wird. Einmalige Abläufe unterliegen in der Regel nicht organisatorischer Gestaltung.3
Strukturen sind abhängig von der funktionalen Organisation und definieren sich durch Aufbau- und Ablauforganisation. Die Aufbauorganisation zeigt, wie die aus unternehmerischen Zielsetzungen folgerichtige Aufgabe nach Verrichtung (was ist geistig / körperlich zu tun?) und Objekt (woran ist etwas zu tun?) gebildet wird. Sie bestimmt die Einteilung von Sachaufgaben auf Stellen und regelt die Gestaltung der Beziehungen zwischen den Stellen durch Kompetenz-, Verantwortungs- und Informationsregelungen. Dagegen erläutert die Ablauforganisation den Ablaufprozess der betrieblichen Aktivitäten, deren Vollzug sowie die Ausübung und Erfüllung von Funktionen. Dabei gliedert die Ablauforganisation die jeweilige Aufgabe nach Merkmalen der Zeit (wann ist etwas zu tun?) und des Raumes (wo ist etwas zu tun?).4
Im Zuge des „Business Process Reengineering“ wurde die Ablauforganisation in den Vordergrund gerückt. Im traditionellen Sinne war diese der Aufbauorganisation nachgelagert. Deren Bestimmung war es, die durch sich selbst geschaffenen Potentiale zu nutzen. Eine Ablauforganisation kehrt nun dieses Verhältnis um. Die betrieblichen Abläufe, also die Prozesse werden zur organisatorischen Richtlinie.
1 Aufgabenstellung: Einleitung in den Strukturwandel des Automobilvertriebs und Definition der Forschungsziele.
2 Definition und Abgrenzung der Begriffe: Theoretische Grundlagen zu Organisation, Handelsgruppen, IT und Kommunikation.
3 Studienaufbau: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Primär- und Sekundärerhebung.
4 Strukturwandel im Automobilvertrieb: Untersuchung der rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren, die den Markt verändern.
5 Evaluierung der IT-Systeme und kommunikativen Prozesse: Analyse der aktuellen IT-Landschaft und Identifikation von Defiziten.
6 Einsatz eines Intranets als systemübergreifendes Informationsinstrument: Darstellung des Nutzens von Intranets zur Prozessoptimierung.
7 Handlungsempfehlungen für die Siller AG: Strategische Vorschläge für die Positionierung des Produkts "Atrium Automotive".
8 Schlussbetrachtung: Fazit der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Automobilhandelsgruppen, Intranet, Dealer Management System, GVO 1400/02, Basel II, Strukturwandel, Wissensmanagement, Informationstechnologie, Konsolidierung, Unternehmensstruktur, Kommunikation, EDV-Infrastruktur, Automobilvertrieb
Die Arbeit befasst sich mit dem Strukturwandel im deutschen Automobilhandel und untersucht, wie Automobilhandelsgruppen ihre informationstechnologische Infrastruktur organisieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen gesetzlicher Rahmenbedingungen (GVO, Basel II), die Effizienz von Dealer Management Systemen (DMS) und das Potenzial von Intranets zur Verbesserung der internen Kommunikation und Wissenshaltung.
Das Ziel ist die Erstellung einer Informationsgrundlage für die Siller AG, um eine branchenspezifische Intranetlösung erfolgreich zu positionieren und dem Automobilhandel Handlungsoptionen zur Prozessoptimierung zu bieten.
Die Studie basiert auf einer Kombination aus einer Sekundäranalyse von Fachliteratur sowie einer Primärerhebung mittels standardisierter Online-Fragebögen für Handelsgruppen und DMS-Hersteller sowie persönlicher Experteninterviews.
Der Hauptteil evaluiert die aktuelle IT-Landschaft, analysiert die Anforderungen an DMS-Systeme im Kontext von Handelsgruppen und bewertet den strategischen Einsatz von Intranet-Systemen.
Automobilhandelsgruppen, Intranet, DMS, Strukturwandel, Wissensmanagement, GVO und Prozessoptimierung.
Die GVO 1400/02 wird als wesentlicher Treiber des Strukturwandels identifiziert, da sie das Händlernetz liberalisiert und den Druck auf traditionelle Familienautohäuser erhöht.
"Atrium Automotive" dient als konkretes Fallbeispiel für eine Intranet-Lösung, deren Module (Fahrzeugmanagement, Terminverwaltung, etc.) an die in der Studie identifizierten Bedürfnisse der Handelsgruppen angepasst werden.
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