Diplomarbeit, 2004
64 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen zu der Bilanzierung nach HGB und IAS/IFRS
2.1. Jahresabschluss nach HGB
2.1.1. Gläubigerschutz
2.1.2. Ausgewählte Bewertungsgrundsätze nach HGB
2.1.2.1. Unternehmensfortführung
2.1.2.2. Bilanzkontinuität
2.1.2.3. Grundsatz der Periodenabgrenzung
2.1.2.4. Vorsichtsprinzip
2.1.2.4.1. Imparitätsprinzip
2.1.2.4.2. Realisationsprinzip
2.1.2.5. Einzelbewertung
2.2. International Accounting Standards
2.2.1. Aufbau der IAS/IFRS
2.2.2. Adressaten des Abschlusses nach IAS/IFRS
2.2.3. Zielsetzung der Rechnungslegung nach IAS/IFRS
2.2.4. Allgemeine Grundsätze der Rechnungslegung nach IAS/IFRS
2.2.4.1. System allgemeiner Rechnungslegungsgrundsätze
2.2.4.2. Grundannahmen
2.2.4.2.1. Periodenabgrenzung
2.2.4.2.2. Unternehmensfortführung
2.2.4.3. Qualitative Anforderungen an Abschluss nach IAS/IFRS
2.2.4.3.1. Grundsatz der Verständlichkeit
2.2.4.3.2. Grundsatz der Relevanz
2.2.4.3.3. Grundsatz der Zuverlässigkeit
2.2.4.3.4. Grundsatz der Vergleichbarkeit
2.2.4.4. Nebenbedingungen
2.2.4.5. True and fair view / fair presentation
3. Ausweis, Ansatz und Bewertung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS
3.1. Handelsrechtliche Bilanzierung von unfertigen Leistungen
3.1.1. Ausweis von unfertigen Leistungen in der Bilanz
3.1.2. Handelsrechtliche Bewertungsobergrenze
3.1.3. Herstellungskosten
3.1.4. Anschaffungskosten
3.1.5. Beizulegender Wert
3.1.6. Drohverlustrückstellungen
3.1.7. Erhaltene Anzahlungen
3.2. Behandlung von unfertigen Leistungen nach IAS/IFRS
3.2.1. Ausweis von unfertigen Leistungen in der Bilanz
3.2.2. Ansatz der unfertigen Leistungen
3.2.2.1. Der zu bilanzierende Nettobetrag
3.2.2.2. Auftragskosten
3.2.2.3. Erhaltene Anzahlungen / Teilabrechnungen
4. Methoden der Gewinnrealisierung bei unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich
4.1. Completed – Contract – Methode
4.2. Selbstkostenaktivierung
4.3. Percentage-of-Completion-Methode
4.3.1. Voraussetzungen für die Anwendung der PoC-Methode
4.3.2. Auftragserlöse
4.3.3. Fertigstellungsgrad
4.4. Erfassung des Ertrages zu Auftragskosten
4.5. Teilgewinnrealisierung
5. Vergleich der Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die bilanzielle Behandlung unfertiger Leistungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und der International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) gegenüberzustellen und kritisch zu vergleichen.
3.1.1. Ausweis von unfertigen Leistungen in der Bilanz
Nach dem § 247 Abs.2 HGB gehören zum Anlagevermögen nur solche Vermögensgegenstände, „die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.“ Da die von mir geprüften Dienstleistungen mit dem Zweck der Veräußerung an den Kunden gefertigt sind und deshalb nur bis zur Übergabe an den Leistungsempfänger in dem Unternehmen bleiben, gehören sie nicht zum Anlagevermögen, sondern zum Umlaufvermögen.
Um herauszufinden, an welcher Position innerhalb des Umlaufvermögens die unfertigen Leistungen auszuweisen sind, muss man sich die Gliederung der Bilanz anschauen, die im § 266 Abs.2 kodifiziert und im § 266 Abs.1 Satz 2 für Kapitalgesellschaften vorgeschrieben ist. Die Position B. Umlaufvermögen gliedert sich in weitere Unterpositionen. Der korrekten Zuordnung der unfertigen Leistungen liegt ihr Realisationszeitpunkt zugrunde.
Die unfertigen Leistungen, als auftragsbezogene Langfristfertigung definiert, ist ein komplexes Produktionsgeschehen, das oftmals den Charakter einer Einzelfertigung hat und über mehrere Abrechnungsperioden gefertigt wird. Daraus folgt, dass sie über mindestens einen Stichtag hinaus in der Verfügungsmacht des leistenden Unternehmens bleibt.
Wäre die Leistung vollständig beendet, entstünde dem Unternehmen ein Recht gegenüber dem Leistungsempfänger und somit währe sie unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu erfassen. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Leistung, die sich noch in Arbeit befindet, deshalb ist sie in der Bilanz unter Position I. Vorräte und weiter unter Nr. 2. unfertige Leistungen auszuweisen. Zu den Vorräten gehören unter anderem Vermögensgegenstände, die zur Weiterveräußerung angeschafft, bzw. hergestellt sind.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der IAS/IFRS im europäischen Raum und Zieldefinition der vergleichenden Analyse unfertiger Leistungen.
2. Theoretische Grundlagen zu der Bilanzierung nach HGB und IAS/IFRS: Erläuterung der fundamentalen Unterschiede zwischen dem gläubigerschutzorientierten HGB und dem anlegerorientierten IAS-Rahmenkonzept.
3. Ausweis, Ansatz und Bewertung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS: Detaillierte Darstellung der handelsrechtlichen und internationalen Bilanzierungsregeln inklusive Bewertungsobergrenzen und Kostenansatz.
4. Methoden der Gewinnrealisierung bei unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich: Analyse der Completed-Contract-Methode sowie der Percentage-of-Completion-Methode hinsichtlich der zeitlichen Gewinnvereinnahmung.
5. Vergleich der Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS: Synthese der Untersuchungsergebnisse, welche die unterschiedlichen Auswirkungen der Regelwerke auf das Jahresabschlussbild aufzeigt.
Unfertige Leistungen, HGB, IAS, IFRS, Bilanzierung, Bewertung, Herstellungs- und Anschaffungskosten, Gewinnrealisierung, Completed-Contract-Methode, Percentage-of-Completion-Methode, Gläubigerschutz, Rechnungslegungsgrundsätze, Vorräte, Auftragsfertigung, Jahresabschluss.
Die Arbeit untersucht, wie unfertige Leistungen (langfristige Auftragsfertigung) sowohl nach deutschem Handelsrecht als auch nach internationalen Standards (IAS/IFRS) bilanziell erfasst und bewertet werden.
Neben der theoretischen Einbettung beider Rechnungslegungssysteme liegt der Schwerpunkt auf dem Ausweis in der Bilanz, der Ermittlung der aktivierungsfähigen Kosten und den Methoden der Gewinnrealisierung.
Das Ziel besteht in einer systematischen Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansätze, um aufzuzeigen, wie diese Regelungen den Gewinnausweis und die Darstellung der Ertragslage beeinflussen.
Es handelt sich um eine komparative Analyse, die gesetzliche Vorschriften und Standard-Frameworks gegenüberstellt, ergänzt durch Fallbeispiele zur Veranschaulichung der praktischen Auswirkungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die spezifische Ausweis- und Bewertungssystematik nach beiden Regelwerken sowie die Methoden zur Gewinnrealisierung, insbesondere die Completed-Contract- versus PoC-Methode.
Zentrale Begriffe sind unfertige Leistungen, HGB, IAS/IFRS, Gewinnrealisierung, Herstellungskosten, Bewertungsstetigkeit und Vorsichtsprinzip.
Weil sie den Zeitpunkt der Gewinnrealisierung maßgeblich beeinflusst: Während das HGB durch das Vorsichtsprinzip Gewinne erst bei Realisierung ausweist, ermöglicht der anlegerorientierte IAS-Abschluss eine periodengerechte Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad.
Die Methode führt in den Perioden der Fertigung oft zur Ausweisung von Zwischenverlusten, da Kosten aktiviert werden, aber noch keine Erträge gegenüberstehen, was das Ergebnis im Vergleich zur PoC-Methode verzerrt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

