Diplomarbeit, 2004
162 Seiten, Note: sehr gut (1,0)
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Rechtliche Grundlagen für die Verwertung von Musikprodukten
2.1.1 Nationales Urheber- und Leistungsschutzrecht
2.1.2 Internationales Urheber- und Leistungsschutzrecht
2.1.3 Verwertungsgesellschaften
2.1.4 Zusammenfassung der rechtlichen Grundlagen
2.2 Die Beteiligten im Markt für Musikprodukte und ihre Funktionen
2.2.1 Musikschaffende / Musiker
2.2.2 Musikverlage
2.2.3 Produzenten
2.2.4 Tonträgerhersteller / Plattenfirmen
2.2.5 Tonträgerhandel
2.2.6 Musikkonsumenten
2.2.7 Einfluss von „Dritten“ auf den Musikmarkt
2.3 Wertschöpfungskette und Preisstrukturen des Tonträgermarktes
2.3.1 Wertschöpfungskette
2.3.2 Preisbildung von Audio-CDs
2.3.3 Preisentwicklungen von Fullprice Tonträgern seit 1980
2.4 Entwicklungen der verschiedenen Tonträger und des Tonträgermarktes
2.4.1 Entwicklungen bis 1950
2.4.2 Überblick über die Entwicklung des Tonträgermarktes seit 1951
2.4.3 Entwicklungen der verschiedenen Tonträgerkategorien
2.4.4 Nichtkörperliche Vermarktungsformen von Musikprodukten
2.4.5 Wahl des Tonträgerformates / der Vermarktungsform
2.4.6 Aktuelle Marktentwicklungen
3. Neue technische Ausstattungsbedingungen auf Seiten der Musikkonsumenten
3.1 Technische Voraussetzungen für die Verbreitung digitaler Musikprodukte
3.1.1 Internet
3.1.2 Audiodatenkompression
3.1.3 Die p2p-Technik
3.1.4 Zusammenfassung
3.2 Das klangverlustfreie Kopieren digitaler Musikprodukte
3.3 Technische Entwicklungen in den Bereichen DVD und Mobile Music
3.3.1 Musik-DVD
3.3.2 Mobile Music
4. Zugriffsbedingungen auf digitale Musikprodukte im Internet und Auswirkungen auf den Musikmarkt
4.1 Entwicklung von Musikangeboten im Internet
4.2 Musiktauschbörsen bzw. File-Sharing-Angebote
4.3 Kommerzielle Musikdienste
4.3.1 Prinzipielle Eignung nichtkörperlicher Musikprodukte für den kommerziellen Vertrieb per Internet
4.3.2 Probleme bei der Einführung eines kommerziellen Musikdienstes
4.3.3 Kriterien für die Errichtung einer kommerziellen Musikplattform
4.3.4 Wertschöpfungskette nichtkörperlicher Musikprodukte
4.3.5 Preis- und Kostenstrukturen kommerzieller Musikdienste
5. Folgen und Nutzung neuer technischer Entwicklungen für den Musikmarkt
5.1 Novellierung des deutschen Urhebergesetzes
5.1.1 Bisherige Rechtslage
5.1.2 Rechtslage nach der Novellierung des deutschen Urhebergesetzes
5.1.3 Kritikpunke
5.1.4 Der „zweite“ Korb
5.2 Maßnahmen der Musik produzierenden Unternehmen zur Abwendung der aktuellen Branchenprobleme
5.2.1 Kopierschutz
5.2.2 Bekämpfung von File-Sharing
5.3 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und Ableitung eines Modells für den Musikmarkt der Zukunft
5.3.1 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und Ableitung neuer Angebote
5.3.2 Modell für einen zukünftigen Musikmarkt
6. Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit analysiert die Ursachen der Branchenkrise bei Musik produzierenden Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, unter Berücksichtigung neuer technischer Entwicklungen und veränderter Konsumentenbedürfnisse ein neues, angepasstes Vermarktungsmodell zu entwerfen.
Die p2p-Technik
Durch das, von dem damals 18jährigen Studenten Shawn Fanning entwickelte, Musiktauschprogramm „Napster“ wurde die Internet Community erstmals auf die p2p-Technik aufmerksam. Ab dem Herbst 1999 erlebte diese p2p-Anwendung einen in der Geschichte des Internet bisher einzigartigen Aufstieg, der erst durch mehrere existenzbedrohende Prozesse gestoppt werden konnte.
Die Musiktauschbörse „Napster“ funktionierte nach einem denkbar einfachen Prinzip:
- Napster Software herunterladen
- Gewünschten Titelnamen eingeben
- Abgleichung der Anfrage mit den im Zentralrechner von Napster gespeicherten Listen
- Auswertung: eine Liste mit Nutzern, die zum Zeitpunkt der Anfrage online sind, den gewünschten Titel auf der Festplatte gespeichert haben und bereit sind diesen zu tauschen, wird erstellt
- Auswahl einer Musikdatei aus der erstellten Liste durch den Nutzer
- Musikdatei wird „Peer to Peer“ übertragen
1. Einleitung: Beschreibt die historische Verknüpfung von Musikvermarktung und Technik und führt in die Problematik der digitalen Transformation ein.
2. Grundlagen: Detaillierte Darstellung der rechtlichen und ökonomischen Strukturen sowie der Akteure und Entwicklungen im Tonträgermarkt.
3. Neue technische Ausstattungsbedingungen auf Seiten der Musikkonsumenten: Analyse der Internetverbreitung, Kompressionsverfahren (MP3) und Peer-to-Peer-Technologien.
4. Zugriffsbedingungen auf digitale Musikprodukte im Internet und Auswirkungen auf den Musikmarkt: Untersuchung der Entwicklung von Musikangeboten im Netz, File-Sharing-Diensten und kommerziellen Modellen.
5. Folgen und Nutzung neuer technischer Entwicklungen für den Musikmarkt: Diskussion der Urheberrechtsnovellierung, aktueller Branchenmaßnahmen wie Kopierschutz und Entwurf eines Zukunftsmodells.
6. Schlussbetrachtung: Fazit der Arbeit mit der Kernaussage, dass die Krise durch eine kundenorientierte Reaktion auf technische Veränderungen bewältigt werden muss.
Musikindustrie, Branchenkrise, Digitalisierung, Urheberrecht, Tonträgermarkt, Musikproduktion, File-Sharing, MP3, Musik-DVD, Mobile Music, DRM-Systeme, Online-Musikdienste, Konsumentenverhalten, Kopierschutz, Vermarktungsmodelle
Die Arbeit analysiert die Ursachen der Krise der Musikwirtschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts und erarbeitet auf Basis technischer Veränderungen Strategien für neue Vermarktungsmodelle.
Zentrale Themen sind der rechtliche Rahmen des Urheberrechts, die Wertschöpfungskette der Musikproduktion, die technische Entwicklung digitaler Formate und die veränderten Zugriffsmöglichkeiten der Konsumenten durch das Internet.
Das Ziel ist es, ein Vermarktungsmodell für Musikunternehmen zu entwerfen, das den modernen technischen Anforderungen und den geänderten Ansprüchen der Musikkonsumenten gerecht wird.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Analyse der bestehenden Marktmodelle, rechtlicher Grundlagen und statistischer Daten zur Entwicklung des Tonträgermarktes, um daraus neue Produktangebote und Marktstrategien abzuleiten.
Der Hauptteil behandelt die technischen Voraussetzungen (Internet, Kompression, P2P), die Folgen der Digitalisierung für den Tonträgerhandel sowie die rechtliche Auseinandersetzung mit dem File-Sharing und die Kriterien für kommerzielle Online-Musikdienste.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Musikwirtschaft, Krise, Digitalisierung, Online-Distribution, Urheberrecht und Kundenorientierung beschreiben.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die derzeit eingesetzten Kopierschutzmechanismen keinen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung haben, da sie primär den ehrlichen Kunden durch Einschränkungen der Nutzungsmöglichkeiten treffen.
P2P-Netzwerke werden als eine zentrale Herausforderung für die Musikindustrie identifiziert, da sie das klassische Geschäftsmodell der Musikproduktion infrage stellen und die bisherige Wertschöpfungskette maßgeblich unterlaufen.
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