Diplomarbeit, 2004
143 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Demographischer Umbruch und Konsequenzen
2.1 Demographie: Begriff und Geschichte
2.2 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
2.2.1 Von der Pyramide zum Pilz
2.2.2 Migration
2.2.3 Deutschland bis zum Jahr 2050
2.3 Folgen des demographischen Wandels
2.4 Zukunftsfrage Zuwanderung
2.4.1 Problemlöser mit Hindernissen
2.4.2 Streitpunkt Zuwanderungsgesetz
2.4.3 Multikultur, Parallelgesellschaft und Integration
2.5 Demographie spricht für Zielgruppe Ausländer
3 Zielgruppe Ausländer: Markterfassung
3.1 Ethno-Marketing
3.1.1 Begriff und Abgrenzung
3.1.2 Ethno-Marketing in Deutschland
3.1.3 Interkulturelles Marketing in den USA
3.2 Ausländische Bevölkerung in Deutschland
3.2.1 Datenüberblick
3.2.2 Wohnbevölkerung
3.2.3 Schulbildung
3.2.4 Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt
3.3 Ausländer und Religion
3.3.1 Islam: Glaube und Grundsätze
3.3.2 Muslime in Deutschland: Anschauung und Situation
3.4 Die größte ausländische Gruppe: Deutsch-Türken
3.4.1 Traditionelle Familienkultur
3.4.2 Generationen- und Wertewandel
3.4.3 Zentrale Segmentierung: Lab One-Studie
3.4.4 Sprachkompetenz und Integrationstypen: BPA-Studie
3.4.5 Finanzielles Potenzial: Einkommen und Konsum
3.5 Spätaussiedler/Russlanddeutsche
4 Deutsch-Türken und Medien
4.1 Mediale Parallelwelt
4.2 Bemühungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
4.3 Mediennutzung der Deutsch-Türken
4.3.1 Hörfunk
4.3.2 Zeitungen
4.3.3 Internet
4.3.4 Fernsehen – Data 4U vs. BPA-Studie
5 Fernsehwerbung für Deutsch-Türken
5.1 Grundsätze erfolgreicher Werbung für Deutsch-Türken
5.1.1 Werbekonsum und Sprachauswahl
5.1.2 Erfolg durch Respekt und Glaubwürdigkeit
5.1.3 Zielgruppenspezifische Gestaltung
5.2 Werbezeitenvermarkter ARBOmedia
5.3 Agenturen
6 Fazit
Die Diplomarbeit hat das Ziel, die Zielgruppe der in Deutschland lebenden Ausländer, insbesondere die Deutsch-Türken, als relevante Konsumentengruppe zu identifizieren und für Marketing-Entscheider verständlich zu machen. Sie untersucht, wie demographische Veränderungen und das Potenzial dieser Gruppe durch zielgruppenspezifische Fernsehwerbung erschlossen werden können.
3.4.1 Traditionelle Familienkultur
Die Familie ist der Lebensmittel- und Bezugspunkt der türkischen Bevölkerung. Das daraus resultierende Zusammengehörigkeitsgefühl ist deutlich ausgeprägter als in der individualisierten deutschen Gesellschaft. Allen voran bilden die Großeltern die Spitze der familiären Rangordnung, gefolgt von den Eltern. Alte Personen werden geachtet und geehrt. Grundlegend wird Respekt und Gehorsam der jüngeren Familienmitglieder gegenüber den älteren vorausgesetzt, wodurch wichtige Entscheidungen nahezu ausschließlich von den älteren getroffen werden.
In konservativen, traditionellen Familien gehören Jungen zur Welt der Väter und Mädchen zur Welt der Mütter. Männer sind nach außen hin orientiert, kümmern sich um finanzielle Dinge, treffen sich in Cafés oder Vereinen und sorgen für soziale Kontakte. In traditionsbewussten Familien sind die Frauen eher für das Haus oder die Wohnung und für die Erziehung verantwortlich. Während die Männer auf die Einhaltung der Werte achten, kümmern sich die Frauen auch um emotionale Dinge und vermitteln bei Unstimmigkeiten.
1 Einleitung: Analyse der deutschen wirtschaftlichen Lage, des demographischen Wandels und des daraus resultierenden Bedarfs für neue Zielgruppen-Marketingstrategien.
2 Demographischer Umbruch und Konsequenzen: Darstellung der Bevölkerungsentwicklung, der Auswirkungen des demographischen Wandels und der zentralen Rolle der Zuwanderung für die Zukunft.
3 Zielgruppe Ausländer: Markterfassung: Theoretische Grundlagen des Ethno-Marketings sowie eine detaillierte Erfassung der Ausländer und insbesondere der Deutsch-Türken in Deutschland.
4 Deutsch-Türken und Medien: Untersuchung der Medienlandschaft und des Mediennutzungsverhaltens, mit einem Fokus auf die Fernsehnutzung und die Relevanz für Werbetreibende.
5 Fernsehwerbung für Deutsch-Türken: Vermittlung von Richtlinien für erfolgreiche Werbekampagnen, unter Berücksichtigung kultureller Werte, Sprache und spezifischer Werbeformate.
6 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit für Unternehmen, sich der Zielgruppe Ausländer zu öffnen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Ethno-Marketing, Deutsch-Türken, demographischer Wandel, Fernsehwerbung, Zielgruppenmarketing, Konsumverhalten, Migration, Integration, Bevölkerungsentwicklung, Mediennutzung, Marktsegmentierung, Interkulturelles Marketing, Kaufkraft, Deutschland, Werbung
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Ausländern als Werbezielgruppe in Deutschland, insbesondere unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der speziellen Bedürfnisse türkischstämmiger Konsumenten.
Die zentralen Felder umfassen die Demographie, Markterfassung, Mediennutzungsverhalten sowie die konkrete Gestaltung und Vermarktung von Fernsehwerbung für die Zielgruppe der Deutsch-Türken.
Ziel ist es, das enorme marketingrelevante Potenzial der ausländischen Bevölkerung in Deutschland aufzuzeigen und Strategien für eine erfolgreiche, zielgruppengerechte Ansprache zu vermitteln.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet diverse Studien aus, darunter die Lab One-Studie zur Lebenswelt der Deutsch-Türken und die BPA-Studie zur Mediennutzung.
Der Hauptteil gliedert sich in die demographische Analyse, die soziokulturelle Erfassung der Deutsch-Türken, das Medienverhalten und die strategische Ableitung für Fernsehwerbung.
Die zentralen Begriffe sind Ethno-Marketing, Deutsch-Türken, demographischer Wandel, interkulturelles Marketing und Mediennutzung.
Die türkische Familie ist der zentrale Bezugspunkt im Leben; Werte wie Respekt vor Älteren und die geschlechtsspezifische Rollenverteilung sind für die Werbekommunikation entscheidend, um Glaubwürdigkeit zu erzielen.
Die Verwendung der türkischen Sprache wird als Zeichen von Respekt empfunden, wobei der spezifische "deutsch-türkische Sprachmix" berücksichtigt werden muss, um nicht durch falsche Übersetzungen Missverständnisse zu erzeugen.
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