Diplomarbeit, 2004
132 Seiten, Note: 1,3
1 EINFÜHRUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 LANDESBANKEN IM WANDEL
2.1 DEFINITIONEN DER LANDESBANK UND STAATSGARANTIEN
2.1.1 Landesbanken
2.1.2 Staatsgarantien
2.1.2.1 Anstaltslast
2.1.2.2 Gewährträgerhaftung
2.2 VEREINBARUNGEN ZUM WEGFALL DER STAATSGARANTIEN ZWISCHEN EU-KOMMISSION UND DEUTSCHLAND
2.3 FOLGEN DES WEGFALLS DER STAATSGARANTIEN
2.3.1 Bewertung der Landesbanken durch Rating-Agenturen
2.3.1.1 Veröffentlichung von Landesbanken-Ratings ohne Staatsgarantien
2.3.1.2 Beurteilungskriterien der Rating-Agenturen
2.3.2 Neuausrichtung der Geschäftsmodelle und Strategien ausgewählter Landesbanken
3 GRUNDLAGEN DER ASSET SECURITIZATION - INSBESONDERE DER CDO
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
3.2 HISTORIE UND ÜBERBLICK ÜBER DIE INTERNATIONALE ENTWICKLUNG DES VERBRIEFUNGSMARKTES
3.2.1 Beginn der Asset Securitization in den USA
3.2.2 Marktentwicklung in Europa
3.3 STRUKTUR EINER CDO-VERBRIEFUNG
3.3.1 Ablauf der Asset Securitization einer CDO
3.3.2 Beteiligte an der Transaktion
3.3.2.1 Originator
3.3.2.2 Zweckgesellschaft
3.3.2.3 Investoren
3.3.2.4 Rating-Agenturen
3.3.2.5 Service-Agent
3.3.2.6 Treuhänder
3.4 ANFORDERUNGEN AN DIE ZU VERBRIEFENDEN VERMÖGENSWERTE
3.5 ARTEN DES FORDERUNGSTRANSFERS
3.5.1 True Sale-Verbriefung
3.5.2 Synthetische Verbriefung
3.5.2.1 Fully funded-Struktur
3.5.2.2 Partially funded und unfunded Struktur
3.5.3 Vor- und Nachteile der True Sale- und synthetischen Verbriefung
3.6 EINORDNUNG DER CDO ZU DEN ARTEN DES KREDITRISIKOTRANSFERS
3.7 ZAHLUNGSSTROMMANAGEMENT
3.7.1 Pass-Through-Konstruktion
3.7.2 Pay-Through-Konstruktion
3.8 SICHERUNGSKONSTRUKTIONEN
3.8.1 Sicherungen durch den Forderungsverkäufer
3.8.2 Sicherungen in der Verbriefungsstruktur
3.8.3 Sicherungszusagen Dritter
4 HSH NORDBANK UND IHR CDO „OCEAN STAR“
4.1 STRATEGIE UND ZIELE DER HSH NORDBANK
4.2 STRUKTUR DER CDO „OCEAN STAR 2004”
5 MOTIVE DER LANDESBANKEN ALS ORIGINATOR AM BEISPIEL DER HSH NORDBANK
5.1 ENTLASTUNG DES REGULATORISCHEN EIGENKAPITALS
5.1.1 Voraussetzungen für die Anerkennung durch die BaFin
5.1.1.1 True Sale-Verbriefung
5.1.1.2 Synthetische Verbriefung
5.1.2 Eigenkapitalanrechnung bei der Verbriefung
5.2 VERBESSERUNG DES RISIKOMANAGEMENTS
5.2.1 Erfolgsrisiko
5.2.1.1 Ausfallrisiko
5.2.1.2 Zinsänderungsrisiko
5.2.2 Liquiditätsrisiko
5.3 STEIGERUNG DER REPUTATION
5.4 REFINANZIERUNG
5.4.1 Erweiterung der Refinanzierungsquellen
5.4.2 Wirkung auf Zahlen der Bankbilanz
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
6.1 ZUSAMMENFASSUNG
6.2 AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen für deutsche Landesbanken durch den Wegfall staatlicher Garantien im Jahr 2005 und analysiert, inwiefern die Verbriefungstechnik "Collateralized Debt Obligation" (CDO) als Instrument zur strategischen Neuausrichtung und Risikoentlastung dienen kann.
Ablauf der Asset Securitization einer CDO
Der Originator verkauft einen diversifizierten Pool gleichartiger Forderungen (Referenzportfolio) an ein Special Purpose Vehicle (SPV). (1) Der Verkauf bewirkt in der Bilanz des Originators einen Aktivtausch, da Forderungen in Kassenpositionen umgewandelt werden (Off-Balance-Sheet-Finanzierung). Das SPV wird auf Initiative des Originators für die Transaktion gegründet. Rechtlich gesehen erfolgt ein regressloser Verkauf der Forderungen, so dass bei Forderungsausfällen (Defaults) kein Rückgriff auf den Originator genommen werden kann.
Um den Kauf zu finanzieren, verbrieft das SPV die Forderungen und begibt eine CDO-Emission. (2) Der Investor kann sich je nach Risikoneigung zwischen mehreren Teilbeträgen (Tranchen) bei der Gesamtemission entscheiden, die in einem bestimmten Rangverhältnis mit Kupon- und Tilgungsleistungen bedient werden. (3) Ein wesentliches Merkmal der Asset Securitization besteht darin, dass die emittierten Wertpapiere von der Bonität des Forderungsverkäufers getrennt sind. Den Emissionserlös durch die Begebung der Wertpapiere vereinnahmt das SPV und leitet ihn nach Abzug von Gebühren und Provisionen an den Originator zur Finanzierung des Forderungskaufs weiter. (4+5) Die Zins- und Tilgungszahlungen der Schuldner werden über das SPV gemäß dem bereits erwähnten Ablaufplan an die Investoren gezahlt. (6) Das Prinzip dieses Zahlungsablaufs, das unter dem Begriff „Payment Waterfall“ bekannt ist, stellt sich folgendermaßen dar:
Das SPV emittiert die Wertpapiere üblicherweise in mehreren Tranchen, die einen unterschiedlichen Anspruchsrang erhalten. Die oberste Tranche wird als „Senior“ bezeichnet, die mittlere als „Mezzanine“ und die unterste als „Equity“ oder „First Loss“.
1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung umreißt den Trend der Verbriefung und die spezifische Problemstellung für Landesbanken durch den Wegfall der Staatsgarantien, welche eine strategische Neuorientierung notwendig macht.
2 LANDESBANKEN IM WANDEL: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche und wirtschaftliche Bedeutung der Staatsgarantien (Anstaltslast und Gewährträgerhaftung) und deren bevorstehende Abschaffung, die zu einer Rating-Herabstufung der Landesbanken führt.
3 GRUNDLAGEN DER ASSET SECURITIZATION - INSBESONDERE DER CDO: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Verbriefung, insbesondere der CDO-Struktur, des Zahlungsstrommanagements und der Sicherungskonstruktionen detailliert dargelegt.
4 HSH NORDBANK UND IHR CDO „OCEAN STAR“: Anhand der HSH Nordbank wird exemplarisch eine synthetische CDO-Transaktion vorgestellt, die als Benchmark für eine neue Strategie in der Schiffsfinanzierung dient.
5 MOTIVE DER LANDESBANKEN ALS ORIGINATOR AM BEISPIEL DER HSH NORDBANK: Dieses Kapitel analysiert die Beweggründe für Verbriefungen, wie Eigenkapitalentlastung, verbessertes Risikomanagement und Refinanzierung, und bewertet deren Erfolg für die Landesbanken.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassend wird bewertet, inwieweit Verbriefungen eine tragfähige Lösung für die Landesbanken darstellen und welchen Ausblick dies für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im Sparkassenverbund bietet.
Landesbanken, Staatsgarantien, Anstaltslast, Gewährträgerhaftung, Asset Securitization, Collateralized Debt Obligation, CDO, Eigenkapitalentlastung, HSH Nordbank, Risikomanagement, Verbriefung, Rating, Finanzierung, Kreditderivate, Kapitalmarktfähigkeit
Die Arbeit analysiert, wie deutsche Landesbanken durch den Wegfall ihrer Staatsgarantien im Jahr 2005 unter Druck geraten und wie sie die Verbriefungstechnik CDO nutzen, um ihre Bilanz zu entlasten und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zentrale Themen sind die Umstrukturierung des Bankensektors, die Grundlagen der Asset-Backed-Securities, die Rolle von Rating-Agenturen sowie die spezifischen Motive der Landesbanken wie Kapitalanrechnung und Risikosteuerung.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Landesbanken mithilfe von CDO-Transaktionen ihre Bonität stützen und die durch Rating-Herabstufungen steigenden Refinanzierungskosten kompensieren können.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Verbriefungstechniken und aufsichtsrechtlichen Grundlagen mit einer fallbezogenen Anwendung auf die HSH Nordbank AG und ihre "Ocean Star"-Transaktion.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der CDO-Strukturen und -Beteiligten sowie eine Untersuchung der Motive für Verbriefungen, insbesondere zur Entlastung des regulatorischen Eigenkapitals und zur Verbesserung des Risikoprofils.
Wichtige Begriffe sind Landesbanken, Staatsgarantien, CDO, Asset Securitization, Eigenkapitalentlastung, HSH Nordbank und Kreditderivate.
Die HSH Nordbank dient als Fallbeispiel für eine Landesbank, die ihre spezialisierte Strategie (Schiffsfinanzierung) mittels synthetischer CDOs an den Kapitalmarkt bringt, um Eigenkapital freizusetzen.
Weil bisher die Anstaltslast und Gewährträgerhaftung für eine erstklassige Bonität der Landesbanken sorgten; ohne diese Garantien drohen Herabstufungen durch Rating-Agenturen und somit deutlich höhere Refinanzierungskosten.
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