Diplomarbeit, 2004
83 Seiten, Note: 2,7
1. EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG UND MOTIVATION
1.2 ZIELSETZUNG UND ABGRENZUNG
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2. BEGRIFFE UND DEFINITIONEN
2.1 GRUNDLAGEN DES AUßERBÖRSLICHEN KAPITALMARKTES
2.1.1 Kapitalmarkt als Allokationsinstrument
2.1.2 Einordnung des außerbörslichen Kapitalmarktes
2.1.3 Grauer Kapitalmarkt
2.2 FINANZIERUNGSINSTRUMENTE DER AUßERBÖRSLICHEN BETEILIGUNG
2.2.1 Private und Public Equity
2.2.2 Rechtsformabhängige Beteiligungstitel
2.2.3 Mezzaninekapital
2.3 BEGRIFFE FÜR PLATZIERUNGSMETHODEN
2.3.1 IPO
2.3.2 Pre-IPO
2.3.3 ePO
2.3.4 Direct Public Offering und Privatplatzierung
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3. PROBLEMREDUKTION DURCH AUßERBÖRSLICHE EMISSION
3.1 DAS SYSTEM BÖRSLICHEN UND AUßERBÖRSLICHEN HANDELS
3.2 FUNKTION DER WERTPAPIERBÖRSEN
3.3 BÖRSENFÄHIGKEIT UND ANFORDERUNGEN EINER BÖRSLICHEN LISTUNG
3.3.1 Objektive Kriterien
3.3.2 Subjektive Kriterien
3.4 GRÜNDE GEGEN EINE BÖRSLICHE EMISSION AUS EMITTENTENSICHT
3.4.1 Fehlende Notwendigkeit der Börsenlistung
3.4.2 Emissionskostenreduktion
3.4.3 Flexibilität und individuell strukturierte Emissionen
3.4.4 Vermeidung fremder Unternehmenskontrolle
3.4.5 Umgehung einer fehlenden Qualifikation
3.5 AUßERBÖRSLICHE KAPITALBESCHAFFUNG FÜR DEN MITTELSTAND
3.6 PROBLEME FÜR DEN EMITTENTEN DURCH AUßERBÖRSLICHE EMISSIONEN
3.7 PRIVATPLATZIERUNG ALS SPEZIALFALL DER AUßERBÖRSLICHEN EMISSION
3.7.1 Die Regelung des Private Placement in den USA
3.7.2 Die Regelung der Privatplatzierung in Deutschland
3.7.3 Privatplatzierung im allgemeinen Sprachgebrauch
3.7.4 Bedeutung von Aktienemissionen mittels Privatplatzierung
3.8 ZUSAMMENFASSUNG
4. BESCHRÄNKUNGSFAKTOREN AUF KAPITALMÄRKTEN
4.1 EFFIZIENZBEGRIFFE UND IDEALER MARKT
4.2 MARKTTRANSPARENZ
4.3 TRANSAKTIONSKOSTEN
4.3.1 Kosten für Information und Entscheidung
4.3.2 Kosten der Sicherung gegen Transaktionsrisiken
4.3.3 Kosten des Transaktionsservice
4.3.4 Kosten des sofortigen Abschlusses
4.4 INFORMATIONSASYMMETRIEN
4.5 OPPORTUNISTISCHES VERHALTEN
4.6 FINANZINTERMEDIATION UND DIREKTGESCHÄFTE
4.7 BEHAVIORAL FINANCE UND MENSCHLICHE DIMENSION
4.7.1 Persönliche Präferenzen der Anleger
4.7.2 Sonstiges irrationales Verhalten der Handelsakteure
4.8 MARKTZUGANGSBESCHRÄNKUNGEN
4.9 MARKTREGULIERUNG DURCH GESETZLICHE VORSCHRIFTEN
4.9.1 Die Rolle der EU
4.9.2 Zugangsbeschränkungen der Börsen
4.9.3 Anlegerschutz
4.9.4 Publizitätspflichten
4.9.5 Aufgaben der Marktaufsicht in Deutschland
4.10 MARKTLIQUIDITÄT
4.11 ZUSAMMENFASSUNG
5. EIGENSCHAFTEN DES AUßERBÖRSLICHEN EMISSIONSMARKTES
5.1 EMISSIONSBEGLEITER IN AUßERBÖRSLICHEN EMISSIONEN
5.1.1 Wertpapierhandelsbanken / Makler
5.1.2 Vermittler, Berater,
5.1.3 Emissions- und Handelsportale im Internet
5.2 ANLEGERVERHALTEN
5.2.1 Privatanleger
5.2.2 Institutionelle Anleger
5.3 INFORMATIONSPRODUKTION UND -BESCHAFFUNG
5.4 ALTERNATIVE BÖRSENSEGMENTE
5.5 ZUSAMMENFASSUNG
6. PROBLEME UND ENTSCHEIDUNGEN IM ABLAUF EINER EMISSION
6.1 ANLÄSSE FÜR EMISSIONEN
6.2 GRUNDSATZENTSCHEIDUNGEN UND VORAUSSETZUNGEN DES EMITTENTEN
6.2.1 Beteiligungsmodell
6.2.2 Anforderungen an die Gesellschaft
6.2.3 Finanzierungsplanung und Kosten der Emission
6.2.4 Timing
6.2.5 Platzierungsvolumen
6.3 DUE DILIGENCE UND UNTERNEHMENSBEWERTUNG
6.4 KOMMUNIKATIONSKONZEPT
6.4.1 Prospektierung
6.4.2 Anlegerkommunikation
6.5 PREISFINDUNGSMECHANISMUS
6.6 VERTRIEB
6.6.1 Fremdemission
6.6.2 Selbstemission
6.6.3 Vertriebsformen
6.6.4 Abwicklung
6.7 INVESTOR RELATIONS NACH DER EMISSION
6.7.1 Bedeutung
6.7.2 Instrumente / Hilfsmittel
6.8 EINBEZIEHUNG IN EINEN SEKUNDÄRMARKTHANDEL
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des außerbörslichen Emissionsmarktes als Konkurrenz oder Ergänzung zum börslichen Handel. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, warum Unternehmen den außerbörslichen Weg wählen, welche Herausforderungen dabei entstehen und inwieweit diese Mechanismen eine verbesserte Kapitalversorgung für Unternehmen ermöglichen.
3.3.1 Objektive Kriterien
Als objektive Kriterien sind die vom Gesetzgeber und von den Börsen aufgestellten Zulassungsvoraussetzungen für die Handelsaufnahme in den jeweiligen Marktsegmenten zu verstehen. Die Kriterien sind in Deutschland im Börsengesetz, der Börsenzulassungsverordnung und in den Börsenordnungen der jeweiligen Regionalbörsen geregelt.38 Als gesetzliche bzw. börsentechnische Kriterien stellen sie Mindestanforderungen, um eine Handelbarkeit zu erreichen, etwa an die Art der Aktien und der Emission, Streubesitz, das Vorhandensein von Market-Makern oder um Bestandssicherheit zu gewährleisten, etwa durch Vorgaben an das Alter oder bilanzielle Größen. Deren Erfüllung stellt allerdings noch keine hinreichende Voraussetzung für den Erfolg eines Börsenganges dar.
Aktien können nur von AGs emittiert werden. Als rechtliche Voraussetzung kommt daher eventuell die Umwandlung in diese Rechtsform in Betracht.
Mit der Aufnahme in den Börsenhandel ergeben sich für den Emittenten Folgepflichten: Dabei sind insbesondere Publizitätsvorschriften in Form von Quartalsberichten, Ad-hoc-Publizität, der Meldung der Besitzverhältnisse, der Notwendigkeit zur Veranstaltung von Analystenveranstaltungen oder Vorschriften zur Gestaltung von Emissionsprospekt und Jahresabschlüssen von Bedeutung, da diese eine Kostenbelastung und Informationsoffenbarungen für das Unternehmen bedeuten. Mit der Umsetzung der EU-Wertpapierdienstleistungsrichtlinie ISD239 wird für börsennotierte Gesellschaften, die in einem „regulated market“ notiert sind, die Erstellung des Konzernabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsstandards, konkret den IFRS, verpflichtend. An Bedeutung gewinnen mit dieser Richtlinie auch Compliance Regelungen für Emittenten und Wertpapierfirmen, die an einigen Börsen als erweiterte Wohlverhaltensregeln zur Sicherstellung der Börsenvorschriften und Vermeidung von Insiderhandelsgeschäften bereits obligatorisch sind.
1. EINLEITUNG: Definiert die Motivation für die Arbeit und umreißt die Fragestellung zur Rolle des außerbörslichen Kapitalmarktes.
2. BEGRIFFE UND DEFINITIONEN: Erläutert die Grundlagen des außerbörslichen Marktes, Finanzierungsinstrumente und gängige Platzierungsmethoden.
3. PROBLEMREDUKTION DURCH AUßERBÖRSLICHE EMISSION: Untersucht die Gründe, warum Unternehmen den Weg abseits der Börse suchen und analysiert das Konzept der Privatplatzierung.
4. BESCHRÄNKUNGSFAKTOREN AUF KAPITALMÄRKTEN: Analysiert Ineffizienzen in realen Märkten, Transaktionskosten, Informationsasymmetrien und die Rolle der Regulierung.
5. EIGENSCHAFTEN DES AUßERBÖRSLICHEN EMISSIONSMARKTES: Beschreibt die Rolle von Intermediären, das Anlegerverhalten und die Infrastruktur in außerbörslichen Segmenten.
6. PROBLEME UND ENTSCHEIDUNGEN IM ABLAUF EINER EMISSION: Bietet einen praxisorientierten Leitfaden für die Phasen einer Emission von der Planung bis zur Investor Relations.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Bedeutung außerbörslicher Emissionen zusammen.
Außerbörsliche Emission, Privatplatzierung, Kapitalmarkt, Börsengang, Eigenkapital, Mezzaninekapital, Transaktionskosten, Markteffizienz, Anlegerschutz, Emissionsbegleiter, Börsenreife, Finanzintermediation, Investoren, Regulierung, Liquidität
Die Arbeit befasst sich mit der Kapitalbeschaffung von Unternehmen außerhalb des börslichen Marktes, analysiert die Beweggründe für diesen Schritt und bewertet die Möglichkeiten sowie die damit verbundenen Herausforderungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen börslicher und außerbörslicher Finanzierung, den gesetzlichen Rahmenbedingungen, den Kostenstrukturen, dem Verhalten von Anlegern und den notwendigen Prozessen einer Emissionsdurchführung.
Es soll geklärt werden, unter welchen Bedingungen der außerbörsliche Emissionsmarkt eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zum klassischen Börsengang darstellt, besonders für mittelständische Unternehmen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen (wie die Kapitalmarkteffizienz) mit der praktischen Anwendung und den rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die Ineffizienzen des Kapitalmarktes, beschreibt detailliert die Rollen von Emissionsbegleitern und Intermediären und gliedert den praktischen Ablauf einer außerbörslichen Emission in konkrete Phasen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Außerbörsliche Emission, Privatplatzierung, Mezzaninekapital, Transaktionskosten, Marktliquidität und Anlegerschutz.
Da außerbörsliche Emissionen oft einen längeren Zeitraum umfassen und der Emittent aufgrund seiner größeren Unabhängigkeit flexibler auf äußere Marktveränderungen reagieren kann, ist der Druck des perfekten Zeitpunkts im Vergleich zum Börsengang geringer.
Er dient als gedanklicher Ort für den unregulierten Handel, unter den auch die außerbörslichen Emissionen fallen. Die Arbeit thematisiert dabei sowohl die Chancen für Unternehmen als auch das durch Betrugsfälle und mangelnde Überwachung bedingte Misstrauen der Anleger.
Es beschreibt das Phänomen, dass unterbewertete Unternehmen in einer Welt asymmetrischer Information Investitionen mit positivem Kapitalwert unterlassen, da die neuen Teilhaber überproportional von der Kapitalbeschaffung profitieren würden.
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