Diplomarbeit, 2002
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Netzgeschäft
2.1 Einordnung und Abgrenzung des Netzgeschäftes
2.2 Charakteristika des Netzgeschäftes
2.2.1 Verwendungsbezogener Gruppennutzen
2.2.2 Informations- und Kommunikationslastigkeit
2.2.3 Phasenspezifität
3 Der Gruppenaufbau als Erfolgsvorrausetzung des Netzgeschäftes
3.1 Die kritische Teilnehmerzahl
3.1.1 Bedeutung der kritischen Teilnehmerzahl aus Anbietersicht
3.1.2 Bedeutung der kritischen Teilnehmerzahl aus Teilnehmersicht
3.2 Situative Einflussfaktoren auf den Gruppenaufbau
4 Initiierung und Beschleunigung des Gruppenaufbaus im Netzgeschäft
4.1 Systematisierung der Möglichkeiten zur Initiierung und Beschleunigung des Gruppenaufbaus
4.2 Erreichung der kritischen Teilnehmerzahl
4.2.1 Vorstellung der Alternativen zur Erreichung der kritischen Teilnehmerzahl
4.2.2 Produktverschenkungsstrategien
4.2.2.1 Produktverschenkungsstrategie an Jedermann
4.2.2.2 Produktverschenkungsstrategien nach Röck
4.2.2.3 Produktverschenkungsstrategie in Abhängigkeit von der individuellenkritischen-Masse
4.2.3 Standardisierungsstrategie
4.3 Senkung der individuellen-kritischen-Masse
4.3.1 Vorstellung der Alternativen zur Senkung der individuellen kritischen-Masse
4.3.2 Erweiterung der Produkteigenschaften
4.3.3 Angebot von Customized Products
4.3.4 Angebot von komplementären Gütern
4.3.5 Kopplungsverkäufe
4.3.6 Nutzenbasierte Preispolitik
4.4 Reduktion der Bedeutung der individuellen-kritischen-Masse
4.4.1 Vorstellung der Alternativen zur Reduktion der Bedeutung der individuellen-kritischen-Masse
4.4.2 Zusicherung von Erfüllungsgarantien
4.4.3 Angebot einer Versicherung
4.4.4 Aufbau einer positiven Erwartung bei potenziellen Adoptern
4.4.4.1 Informationsmanagement bei frühen Adoptern
4.4.4.2 Werbung für eine positive Erwartungsbildung bei späteren Adoptern
4.4.4.3 Absatzkanalbreite als Qualitätsindikator
4.4.4.4 Nutzung von virtuellen Communities
4.4.4.5 Erfahrungsaustausch durch Gruppendiskussionen
5 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Strategien zur Initiierung und Beschleunigung des Gruppenaufbaus bei Produkten im Netzgeschäft zu analysieren, da dieser Prozess eine entscheidende Erfolgsvoraussetzung darstellt. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Anbieter durch gezielte Marketingmaßnahmen die kritische Teilnehmerzahl erreichen oder die Hürden für potenzielle Nutzer senken können.
4.2.2.1 Produktverschenkungsstrategie an Jedermann
Ziel dieser Strategie ist es, Produkte nach dem Zufallsprinzip an möglichst viele Wirtschaftssubjekte zu verschenken, um damit die Teilnehmerzahl und somit den verwendungsbezogenen Nutzen zu erhöhen. Wichtig ist es zu beachten, dass bei dieser Verschenkungsstrategie keine Personen bevorzugt werden, die bestimmte Kriterien, wie zum Beispiel eine besonders hohe IKM, erfüllen. Es ist im Gegenteil das Ziel dieser Strategie, an möglichst viele Personen das Produkt zu verschenken und somit schnell eine hohe Teilnehmerzahl zu erreichen.
Ein Unternehmen, das diese Strategie verfolgt, ist beispielsweise GMX. Hier kann sich jeder Internetuser eine kostenlose E-Mail Adresse einrichten. Nutzt eine Person dann GMX für die Versendung von E-Mails, so stehen ihm außerdem verschiedene andere Dienste von GMX zur Verfügung wie z.B. die Nutzung von GMX Communities (Chat und Foren). Da der Nutzen von Chats und Foren positiv mit einer hohen Anzahl an Teilnehmern korreliert, ist die Intention von GMX sicherlich unter anderem, mit Hilfe der kostenlosen Bereitstellung von E-Mail Adressen, den Teilnehmerkreis zu vergrößern und somit den verwendungsbezogenen Gruppennutzen von GMX Chats und Foren zu steigern.
Ein anderes Beispiel ist die kostenlose Vergabe von Handys. So bietet E-Plus, bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages, z.B. ein kostenloses Handy an oder EUR 102,26 wenn sich die Kunden kein Handy subventionieren lassen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Netzgeschäften und stellt den Gruppenaufbau als grundlegende Voraussetzung für den Erfolg dieser Geschäftsmodelle dar.
2 Das Netzgeschäft: Dieses Kapitel definiert das Netzgeschäft, erläutert dessen zentrale Charakteristika wie den verwendungsbezogenen Gruppennutzen und differenziert zwischen verschiedenen Gütertypen.
3 Der Gruppenaufbau als Erfolgsvorrausetzung des Netzgeschäftes: Hier wird die kritische Teilnehmerzahl als entscheidende Determinante analysiert und der Einfluss situativer Faktoren auf den Gruppenaufbau herausgearbeitet.
4 Initiierung und Beschleunigung des Gruppenaufbaus im Netzgeschäft: Das Hauptkapitel systematisiert verschiedene Strategien zur Förderung des Gruppenaufbaus, insbesondere die Erreichung der kritischen Masse sowie die Senkung der individuellen-kritischen-Masse.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der vorgestellten Konzepte in der Praxis sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
Netzgeschäft, Gruppenaufbau, kritische Masse, individuelle-kritische-Masse, IKM, verwendungsbezogener Gruppennutzen, Diffusionsprozess, Netzaufbau, Produktverschenkungsstrategie, Standardisierung, Kompatibilität, Erwartungsmanagement, Nutzergruppe, Systemgut, Gemeinschaftsgut
Die Arbeit befasst sich mit der Vermarktung von Produkten im Netzgeschäft, bei denen der Nutzen eines Kunden von der Anzahl anderer Nutzer abhängt (Netzeffekte).
Die zentralen Themen umfassen den Gruppenaufbau, die Erreichung der kritischen Masse und die Gestaltung von Marketingstrategien, um neue Teilnehmer zu gewinnen.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Lösungsstrategien, mit denen Unternehmen den Gruppenaufbau initiieren und beschleunigen können, um einen erfolgreichen Diffusionsprozess zu gewährleisten.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf existierenden Marketingansätzen und Diffusionsmodellen basiert und diese systematisiert.
Der Hauptteil analysiert spezifische Maßnahmen wie Produktverschenkung, Standardisierung, Kopplungsverkäufe und Erwartungsmanagement zur aktiven Einflussnahme auf das Kundenverhalten.
Kritische Masse, Netzgeschäft, Gruppenaufbau, IKM, Produktverschenkung und Netzeffekte sind die zentralen Begriffe.
Die Art des Nutzens beeinflusst die optimale Marketingstrategie, da bei Systemgütern der Nutzen stetig steigt, während er bei Gemeinschaftsgütern nach einer bestimmten Teilnehmerzahl wieder sinken kann.
Die IKM ist der Punkt, an dem ein Nutzer ein Produkt adoptiert. Der Anbieter muss seine Maßnahmen so gestalten, dass möglichst viele potenzielle Kunden diese Schwelle überschreiten.
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