Diplomarbeit, 2004
320 Seiten, Note: sehr gut (1)
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Geschichte der US-amerikanischen Soap Opera
2.1.1 Vorläufer der US-amerikanischen Soap Opera
2.1.2 Die US-amerikanische Radio-Soap Opera
2.1.3 Der Übergang der US-amerikanischen Soap Opera vom Radio in das neue Medium Fernsehen
2.1.4 Die US-amerikanische Fernseh-Soap Opera
2.2 Soap Operas in anderen Ländern
2.3 Exkurs: Series und Serials
2.4 Daily Soaps und kommerzielle Interessen
2.5 Typische Dramatisierungsweisen und formale Merkmale der Daily Soaps
2.6 Wirkungen der Daily Soaps
2.7 Die deutsche Seriengeschichte
2.8 Die deutschen Daily Soaps
2.8.1 Entwicklung und Etablierung der deutschen Daily Soaps
2.8.2 Platzierung der aktuellen deutschen Daily Soaps
2.8.3 Beschreibung der aktuellen deutschen Daily Soaps
2.8.3.1 „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“
2.8.3.2 „Unter uns“
2.8.3.3 „Verbotene Liebe“
2.8.3.4 „Marienhof“
2.8.4 Nutzung der aktuellen deutschen Daily Soaps
2.8.5 Forschungstradition und inhaltsanalytische Befunde zu den aktuellen deutschen Daily Soaps
3 Zielsetzung
4 Methodik
4.1 Zur Methode der Inhaltsanalyse
4.1.1 Allgemeine Beschreibung der Inhaltsanalyse
4.1.2 Inhaltsanalyse von Fernsehsendungen
4.1.3 Probleme der inhaltsanalytischen Untersuchung von Fernsehserien
4.2 Durchführung der Untersuchung
4.2.1 Festlegung und Auswahl des Untersuchungsmaterials
4.2.1.1 Bestimmung der Stichprobe im Rahmen der Studie „Das Weltbild des Fernsehens“ von Lukesch et al. (2004a, 2004b)
4.2.1.2 Bestimmung der Stichprobe für die vorliegende Untersuchung
4.3 Verwendete Kategoriensysteme
4.4 Technische Aspekte der Durchführung
4.5 Prüfung der Codiererübereinstimmung
4.6 Statistische Auswertung
4.6.1 Auswertung der nicht-metrischen Daten (zur Analyse der Häufigkeiten)
4.6.2 Auswertung der metrischen Daten (zur Analyse der Dauer)
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der formalen Kategoriensysteme
5.1.1 Allgemeine Sendungsmerkmale
5.1.2 Handlungsstränge
5.1.2.1 Häufigkeit der Handlungsstränge
5.1.2.2 Dauer der Handlungsstränge
5.2 Ergebnisse der zeitabhängigen Kategoriensysteme
5.2.1 Aggressive und gewaltbezogene Darstellungen
5.2.1.1 Häufigkeit aggressiver bzw. gewaltbezogener Darstellungen
5.2.1.2 Dauer aggressiver Handlungen bzw. gewaltbezogener Darstellungen
5.2.2 Prosoziale Handlungen
5.2.2.1 Häufigkeit prosozialer Handlungen
5.2.2.2 Dauer prosozialer Handlungen
5.2.3 Drogenbezogene Darstellungen
5.2.3.1 Häufigkeit drogenbezogener Darstellungen
5.2.3.2 Dauer drogenbezogener Darstellungen
5.2.4 Sexuelle Darstellungen
5.2.4.1 Häufigkeit sexueller Darstellungen
5.2.4.2 Dauer sexueller Darstellungen
5.2.5 Todesdarstellungen
5.2.5.1 Häufigkeit von Todesdarstellungen
5.2.5.2 Dauer von Todesdarstellungen
5.3 Ergebnisse der zeitunabhängigen Kategoriensysteme
5.3.1 Figuren
5.3.2 Die vier wichtigsten Rollen
5.3.3 Senioren
5.3.4 Familiendarstellungen
5.3.5 Entwicklungsaufgaben
5.3.5.1 Entwicklungsaufgaben über alle Altersgruppen hinweg
5.3.5.2 Entwicklungsaufgaben aufgeteilt nach Altersgruppen
5.3.6 Jugendschutz
5.3.7 Komik und Humor
5.3.8 Themen
5.3.9 Werte
6 Diskussion
6.1 Diskussion der formalen Ergebnisse
6.1.1 Diskussion der Ergebnisse zu den allgemeinen Sendungsmerkmalen
6.1.2 Diskussion der Ergebnisse zu den Handlungssträngen
6.2 Diskussion der inhaltlichen Ergebnisse
6.2.1 Diskussion der Ergebnisse zu den aggressiven und gewaltbezogenen Darstellungen
6.2.2 Diskussion der Ergebnisse zu den prosozialen Handlungen
6.2.3 Diskussion der Ergebnisse zu den drogenbezogenen Darstellungen
6.2.4 Diskussion der Ergebnisse zu den sexuellen Darstellungen
6.2.5 Diskussion der Ergebnisse zu den Todesdarstellungen
6.2.6 Diskussion der Ergebnisse zu den Soapfiguren
6.2.7 Diskussion der Ergebnisse zu den Senioren
6.2.8 Diskussion der Ergebnisse zu den Familiendarstellungen
6.2.9 Diskussion der Ergebnisse zu den Entwicklungsaufgaben
6.2.10 Diskussion der Ergebnisse zum Jugendschutz
6.2.11 Diskussion der Ergebnisse zu Komik und Humor
6.2.12 Diskussion der Ergebnisse zu den Themen
6.2.13 Diskussion der Ergebnisse zu den Werten
6.3 Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse
6.3.1 Methodische Aspekte
6.3.2 Ausblick
6.3.3 Charakteristika der deutschen Daily Soaps
6.3.3.1 Besondere Kennzeichen der Daily Soap „Verbotene Liebe“
6.3.3.2 Besondere Kennzeichen der Daily Soap „Marienhof“
6.3.3.3 Besondere Kennzeichen der Daily Soap „Unter uns“
6.3.3.4 Besondere Kennzeichen der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“
7 Zusammenfassung
8 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, formale und inhaltliche Aspekte der vier deutschen Daily Soaps „Verbotene Liebe“, „Marienhof“, „Unter uns“ und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ inhaltsanalytisch zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche inhaltlichen Ausprägungen diese Formate aufweisen und inwieweit sie als potenzielle Einflussfaktoren auf das Senderimage fungieren können.
Die US-amerikanische Radio-Soap Opera
Der Name Soap Opera leitet sich von den Hörfunkserien ab, die Anfang der 1930er Jahre in den USA entstanden (Frey-Vor, 1990, S. 489). Um Hausfrauen als Konsumentinnen zu gewinnen, versuchte man sie durch ein neues Radiosendeformat – die sogenannten Daytime Serials - zu unterhalten, während sie tagsüber mit der Hausarbeit beschäftigt waren (a.a.O.). Die zu diesem Zweck entwickelten kurzen Fortsetzungsgeschichten wurden v.a. von Waschmittelherstellern intensiv als Werbeträger genutzt, wobei sich die Firma Procter & Gamble als Sponsor besonders hervortat (a.a.O.). Nach einer von diesem Unternehmen in Auftrag gegebenen Marktforschungsstudie wollte die amerikanische Hausfrau während der Hausarbeit lieber unterhalten als belehrt werden, und dies sprach für ein größeres Engagement in die „leicht verdauliche“ und nebenbei konsumierbare Radioserie (a.a.O.).
Der Sendungsinhalt wurde an den Bedürfnissen des Zielpublikums ausgerichtet. Die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen wurde hervorgehoben, ganz alltägliche Konflikte – wie z.B. Probleme bei der Arbeit in Küche und Garten – avancierten zu zentralen Themen (Ang, 1986, S. 68). Die Tatsache, dass mittels der täglich ausgestrahlten Fortsetzungsgeschichten neben Waschmitteln beispielsweise auch Suppenwürfel und Haferflocken beworben wurden (Frey-Vor, 1990, S. 489), konnte die Namensgebung der Serien, die in ihrer Gefühlsbetontheit der Oper ähnelten (Götz, 2002, S. 13f), nicht mehr verhindern. Die Artikel der Waschmittelhersteller – die „Seifen“ – dominierten und verhalfen dem Genre zu seinem Namen: Die Soap Operas waren geboren (Cantor & Pingree, 1983, S. 37).
1 Einleitung: Die Einleitung verortet die Daily Soap Opera in der Geschichte der seriellen Erzählformen und thematisiert deren Bedeutung für das Senderimage.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, von der Geschichte der US-amerikanischen Soaps bis hin zu den formalen Merkmalen und Forschungstraditionen der deutschen Daily Soaps.
3 Zielsetzung: Hier werden die Forschungslücken bisheriger Studien aufgezeigt und das Ziel der Arbeit als Primäruntersuchung zur inhaltlichen und formalen Analyse der vier deutschen Soaps definiert.
4 Methodik: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse, einschließlich der Auswahl der Stichproben, der verwendeten Kategoriensysteme und der statistischen Auswertungsverfahren.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die empirischen Befunde zu formalen Merkmalen, Handlungssträngen sowie den inhaltlichen Schwerpunkten der Soaps, unterteilt in verschiedene Kategoriensysteme.
6 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die erhobenen Daten, vergleicht sie mit vorliegenden Erkenntnissen anderer Autoren und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der Charakteristika der einzelnen Soaps.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zur deutschen Daily-Soap-Landschaft.
8 Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Daily Soap, Inhaltsanalyse, Fernsehserie, Medienwirkung, Handlungsstränge, Aggression, Prosozialität, Drogenkonsum, Sexualität, Figurenkonstellation, Jugendschutz, Mediennutzung, Senderimage, Sozialisation, Wertorientierung.
Die Diplomarbeit untersucht die Inhalte und formale Gestaltung der vier im deutschen Vorabendprogramm etablierten Daily Soaps „Verbotene Liebe“, „Marienhof“, „Unter uns“ und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ durch eine systematische Inhaltsanalyse.
Die Schwerpunkte liegen auf der formalen Analyse (Sendungsdauer, Handlungsstränge) sowie auf inhaltlichen Aspekten wie aggressivem und prosozialem Verhalten, Drogenbezug, Sexualität, Todesdarstellungen sowie der Charakterisierung der Figuren und ihrer sozialen Umgebung.
Das Ziel ist die präzise Beschreibung der inhaltlichen und formalen Merkmale dieser Soaps auf Basis einer Primäruntersuchung, um zu klären, welche Faktoren das Image der jeweiligen Sendeanstalten potenziell prägen.
Die Arbeit basiert auf der Methode der quantitativen Inhaltsanalyse. Dabei wurden insgesamt 32 Sendungen aus dem Jahr 2002 nach einem kodierten Kategoriensystem untersucht und statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Grundlagenteil, der die historische Entwicklung und Rezeptionsforschung behandelt, eine detaillierte Methodik-Darstellung und einen umfangreichen Ergebnisteil mit anschließender Diskussion der Befunde.
Zentrale Begriffe sind Daily Soap, Inhaltsanalyse, Medienwirkung, Figurengestaltung, Sozialisation und Jugendschutz.
„Verbotene Liebe“ zeichnet sich laut Analyse besonders durch die Darstellung reicher Vertreter der Oberschicht aus und weist im Vergleich zu den anderen Formaten einen höheren Anteil an homosexuellen Charakteren auf.
„Marienhof“ wird in der Analyse als die sozialkritischste der vier Soaps eingestuft, da sie vermehrt Randgruppen thematisiert und sich problemorientiert mit dem Arbeits- und Schulmilieu auseinandersetzt.
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