Diplomarbeit, 2003
107 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Sozialisationsforschung
2.2 Geschlechterforschung
2.3 Emotionsforschung
3 Entwicklungen in der Praxis
3.1 Gender Mainstreaming Konzept der Gleichstellung
4 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung
4.1 Fragestellung der Untersuchung
4.2 Dimensionen der Studienbedingungen
4.2.1 zeitliche Studienplanung
4.2.2 Beziehungsverhalten
4.2.3 Kommunikationsverhalten
4.2.4 Lehrverhalten
4.2.5 Lernverhalten
4.2.6 Sozialkompetenz der Lehrkräfte
4.3 Formulierung der Hypothesen
5 Methoden
5.1 Konstruktion des Fragebogens
5.1.1 Operationalisierung der Konstrukte
5.1.2 Selbstbeschreibungen auf der Gefühlsebene
5.1.3 Skalenkonstruktion
5.1.4 Formale Gestaltung des Fragebogens
5.2 Untersuchungsverlauf
5.3 Gewinnung und Beschreibung der Stichprobe
5.3.1 Gewinnung der Stichprobe
5.3.2 Beschreibung der Stichprobe
5.4 Verwendete Verfahren der Datenanalyse
6 Darstellung der Ergebnisse
6.1 Ergebnisse zur Güte
6.2 Ergebnisse zur Wahrnehmung der Studienbedingungen in Abhängigkeit vom Geschlecht
6.2.1 Zeitliche Studienplanung
6.2.2 Kommunikationsverhalten
6.2.3 Lehrverhalten
6.2.4 Lernverhalten
6.2.5 Beziehungsverhalten
6.2.6 Sozialkompetenz der Lehrkräfte
6.3 Ergebnisse zur Wahrnehmung der Studienbedingungen in der weiblichen Stichprobe in Abhängigkeit von der Anzahl der Fachsemester
6.3.1 zeitliche Studienplanung
6.3.2 Kommunikationsverhalten
6.3.3 Lehrverhalten
6.3.4 Lernverhalten
6.3.5 Beziehungsverhalten
6.3.6 Sozialkompetenz der Lehrkräfte
6.4 Zusammenfassende und vergleichende Darstellung der Ergebnisse
7 Diskussion der Ergebnisse
7.1 Wahrnehmung der Studienbedingungen in Abhängigkeit vom Geschlecht
7.1.1 Zeitliche Studienplanung
7.1.2 Kommunikationsverhalten
7.1.3 Lehrverhalten
7.1.4 Lernverhalten
7.1.5 Beziehungsverhalten
7.1.6 Sozialkompetenz der Lehrkräfte
7.1.7 Übergreifende Diskussion
7.2 Wahrnehmung der Studienbedingungen in der weiblichen Stichprobe in Abhängigkeit von der Anzahl der Fachsemester
8 Verwertungszusammenhang und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es zu evaluieren, ob Studienbedingungen an deutschen Hochschulen geschlechtsspezifisch ausgerichtet sind und ob Bedürfnisse von Studierenden beider Geschlechter bei der Studienplanung und Organisation berücksichtigt werden. Die Forschungsarbeit untersucht, inwieweit akademische Strukturen ein männlich geprägtes Modell bevorzugen und weibliche Bedürfnisse sowie Lebensrealitäten vernachlässigen.
4.2.1 Zeitliche Studienplanung
Unter dieser Dimension werden die gesamte kurz- und langfristige zeitliche Planung des Studiums verstanden. Sowohl die zeitliche Planung der Vorlesungen und Seminaren über den Tag, als auch die Jahresplanung des Studiums, z.B. Prüfungsmodalitäten, Praktikumzeiten Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen, Bekanntgabe sonstiger Termine wie z.B. Urlaube der Lehrkräfte, Ausfall der Beratungszeiten oder Planung von Projekten.
Die zeitliche Terminierung des Studiums ist angepasst, an eine Normalbiographie in der ein kontinuierlicher und linearer Lebenslauf in Lebenszeitperspektiven unterstellt wird, sowie eine Zentralität der Ausbildung oder Beruflichkeit. Dieser Lebenslauf orientiert sich an dem traditionell männlichen Erwerbsleben (Geenen, 1993). Dass kein radikaler Bruch mit den traditionellen Männlichkeitsmustern vollzogen wurde, zeigt Meuser (1998) in seinen Untersuchungen. Die Zentralität der Erwerbstätigkeit in ihrem Leben wurde von den befragten Studenten und Facharbeitern nicht in Frage gestellt, mit dem einzigen Unterschied, dass nicht mehr genetische Determinanten, sondern die Erziehung für diesen Umstand verantwortlich gemacht werden.
Auch Diezinger (1989) zeigt, dass sich keine alternativen Modelle zur Erwerbstätigkeit, als Kern der sozialen Identität, bei Männern entwickelt haben. Neben einer kontinuierlichen linearen Berufstätigkeit ist im männlichen Modell auch eine dichotome Betrachtungsweise von Familie und Beruf verankert, die unterschiedliche Gewichtung in der Lebensführung haben. Unter Lebensführung versteht Voß (zitiert nach Dienzinger, 1998, S. 166) „Die Gesamtheit aller Tätigkeiten im Alltag von Personen, die das Leben eines Menschen ausmachen“.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Chancengleichheit von Frauen und Männern an Universitäten, ausgehend von der Beobachtung struktureller Ungleichheiten trotz formaler Gleichberechtigung.
2 Theoretischer Hintergrund: Es werden Grundlagen der Sozialisations- und Geschlechterforschung sowie Emotionstheorien erläutert, um die Diskrepanz zwischen männlich geprägten akademischen Normen und weiblichen Lebensrealitäten zu begründen.
3 Entwicklungen in der Praxis: Dieses Kapitel beschreibt das Konzept des Gender Mainstreaming als notwendige Strategie zur Evaluation und Förderung von Gleichstellung an Hochschulen.
4 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung: Hier werden die sechs Dimensionen der Studienbedingungen sowie die Hypothesen dargelegt, die den Einfluss von Geschlecht und Studiendauer auf das subjektive Erleben prüfen.
5 Methoden: Der Abschnitt erläutert die Konstruktion des neu entwickelten Fragebogens, das Untersuchungsdesign und die Rekrutierung der Stichprobe (N=100).
6 Darstellung der Ergebnisse: Die empirischen Daten zu den sechs Dimensionen werden mittels Mittelwertsvergleichen und T-Tests dargestellt, um geschlechtsspezifische Unterschiede aufzuzeigen.
7 Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden interpretiert und in den Kontext der bestehenden Forschungsliteratur gestellt, insbesondere hinsichtlich der Hypothesen zur geschlechtsspezifischen Wahrnehmung.
8 Verwertungszusammenhang und Ausblick: Abschließend werden Handlungsempfehlungen für Bildungsinstitutionen abgeleitet, um eine geschlechtersensible Reform der Studienstrukturen zu ermöglichen.
Chancengleichheit, Geschlechterforschung, Gender Mainstreaming, Studienbedingungen, universitäre Ausbildung, Geschlechterrollen, Sozialisation, Emotionsforschung, Fragebogen zur Evaluation, studentische Zufriedenheit, Lernverhalten, Lehrverhalten, Beziehungsverhalten, Sozialkompetenz.
Die Diplomarbeit untersucht die Chancengleichheit von Frauen und Männern an Universitäten, speziell ob aktuelle Studienbedingungen geschlechtsspezifische Bedürfnisse und Lebensrealitäten berücksichtigen.
Zentrale Themen sind die Sozialisations- und Geschlechterforschung, das Konzept des Gender Mainstreaming sowie die Analyse der Studienbedingungen in den Bereichen Zeitplanung, Kommunikation, Lehrverhalten, Lernverhalten, Beziehungsverhalten und Sozialkompetenz.
Das Ziel ist es zu überprüfen, ob Studienbedingungen an deutschen Hochschulen eher auf männliche Bedürfnisse und Lebensmodelle zugeschnitten sind und ob dadurch Studentinnen strukturell benachteiligt werden.
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Forschungsdesign mit einem neu konstruierten, standardisierten Fragebogen, der die subjektive Wahrnehmung von 100 Studierenden erfasst.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Dimensionen von Studienbedingungen, der Erhebungsmethodik sowie der statistischen Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse im Vergleich zwischen den Geschlechtern und verschiedenen Semestern.
Wichtige Begriffe sind Chancengleichheit, Gender Mainstreaming, geschlechtsspezifische Sozialisation, universitäre Studienbedingungen und emotionale Intelligenz im Bildungsprozess.
Diese Dimensionen wurden ausgewählt, da sie laut der Literatur die wesentlichen Bereiche abdecken, in denen sich traditionell maskuline Erwartungshaltungen an der Universität widerspiegeln und an denen geschlechtsspezifische Unterschiede im Erleben deutlich werden.
Die Untersuchung zeigt, dass fünf von sechs Studienbedingungen von männlichen Studierenden als angenehmer wahrgenommen werden, was darauf hindeutet, dass die universitären Strukturen besser mit den Lebensrealitäten der Studenten als mit denen der Studentinnen harmonieren.
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