Diplomarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Motivation
2 Wirtschaftlichkeit
2.1 Kosten bei manueller Installation
2.2 Kosten bei Einsatz einer Softwareverteilung
2.3 Nutzenaspekte
2.3.1 Vorteile
2.3.2 Nachteile
3 Anforderungskatalog einer Software-Verteilung
3.1 Installation ohne Interaktion (unattended Installation)
3.2 Individualisierbarkeit
3.2.1 Maschinenspezifische Parameter
3.2.2 Differenzierung in Funktionstypen
3.3 Protokollierung und Nachvollziehbarkeit
3.3.1 Logging
3.3.2 Verteilaufträge
3.4 Fehlermanagement
3.4.1 Meldung von Verteilfehlern
3.4.2 automatische Korrektur
3.4.3 Rollback
3.5 Scheduling
3.6 Lokale Sicherheit
3.7 Plattformunabhängigkeit
3.8 Skalierbarkeit
3.9 Bandbreitenmanagement
3.10 optionale Softwarekomponenten / Software On Demand
3.11 Reparierfähigkeit
3.12 Lizenzmanagement
3.13 Löschen von Software
4 Inventarisierung
4.1 Inventarisierung der Hardware
4.2 Inventarisierung der Software
5 Verteiltechniken
5.1 Push-Technik
5.2 Pull-Technik
6 Softwarepakete
6.1 Installation / Konfiguration mit Scripten
6.2 Verteilung mittels Paketen
6.3 Status-Rückmeldung (Return-Code)
6.4 Integration und Verteiltests
7 Installationen via Softwareverteilung
7.1 Betriebssystem
7.2 Gerätetreiber
7.3 Anwendungen
7.4 Updates und Fehlerkorrekturen
7.5 Individuelle Einstellungen und Anpassungen
8 Ebenen der Verteilsteuerung
8.1 atomare Verteilung
8.2 Verteilung auf Produkt-Ebene
8.3 Verteilung auf Release-Ebene
9 beteiligte Softwarekomponenten
9.1 Server-Komponenten
9.2 Client-Komponente
9.3 Verwaltungssystem und Bedienoberfläche
10 Netzstruktur
10.1 Netzsicherheit
10.2 SV in LANs
10.3 SV in WANs
11 Software-Images
11.1 zentrale Images
11.2 dezentrale Images (Mehrstufige Verteilung)
11.3 lokale Imagehaltung
12 Kritische Würdigung
13 Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Leitfaden zur Planung und Realisierung einer automatisierten Softwareverteilung in Unternehmen zu entwickeln. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welche systemtechnischen und organisatorischen Komponenten notwendig sind, um eine effiziente, wartungsarme und standardisierte Verteilung von Betriebssystemen und Anwendungssoftware in verteilten IT-Umgebungen zu gewährleisten.
3.1 Installation ohne Interaktion (unattended Installation)
Eine Installation via SV muss auch dann ablaufen, wenn niemand an dem Rechner angemeldet ist. Dies kann zum Beispiel dann notwendig sein, wenn der Rechner während der Installation (mehrmals) gebootet werden muss.
Auch darf es in der Regel nicht der Fall sein, dass die Installation auf Interaktionen des Benutzers wartet; alle Dialoge, die während einer herkömmlichen Installation stattfinden würden, müssen durch das EDV-Personal und die SV-Lösung automatisiert werden. Denn nur so ist sichergestellt, dass auf alle Installationsfragen die korrekten Antworten gefunden werden (z.B. wäre ein Sachbearbeiter nicht in der Lage, die Netzwerkanbindung zu konfigurieren). Dies wiederum ist eine wichtige Voraussetzung für eine korrekte und einheitliche oder bestimmten Regeln unterliegende Konfiguration der verteilten EDV-Systeme.
Damit eine SV ohne Interaktion des Benutzers durchgeführt werden kann, können die erforderlichen Informationen in einer Antwortdatei hinterlegt werden (Anhang B zeigt ein Beispiel einer Antwortdatei). Oder dem Installationsaufruf werden entsprechende Parameter mitgegeben (z.B. das Installationsverzeichnis).
Unattended Installation heißt also, dass die Installationsprozedur im Hintergrund abläuft, ohne dass der Benutzer aktiv werden muss oder bei seiner Arbeit eingeschränkt wird.
Unattended Installation heißt aber nicht, dass Verteilungen ohne Informationen oder Einflussnahme der Benutzer ablaufen.
Wenn eine SV zur Arbeitszeit stattfinden würde ohne den Benutzer zu informieren, könnte dies unerwünschte Effekte mit sich bringen. Es ist leicht einsehbar, dass ein Computersystem nicht einfach selbstständig booten darf. Werden mehrere Verteilschritte gestartet, so mag es notwendig sein, den Rechner zwischen einzelnen Phasen zu booten. Ist dies der Fall, ist sicherzustellen, dass der Benutzer den Reboot unterdrücken beziehungsweise verzögern kann. Oder eine Verteilung ist aus irgendwelchen sonstigen Gründen zur Startzeit nicht erwünscht (z.B. wird mit dem System gerade eine Schulung oder Präsentation gehalten); auch dann sollte eine Verzögerung durch den Benutzer möglich sein.
1 Einleitung und Motivation: Beschreibt die Herausforderungen bei der manuellen IT-Verwaltung und definiert das Ziel der Arbeit, einen Leitfaden für die automatisierte Softwareverteilung zu erstellen.
2 Wirtschaftlichkeit: Analysiert das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei der Einführung von Systems-Management-Lösungen und identifiziert Einsparpotenziale.
3 Anforderungskatalog einer Software-Verteilung: Dient als Richtschnur für Projektteams bei der Implementierung von SV-Systemen mit Fokus auf technische Funktionalitäten.
4 Inventarisierung: Erläutert die Bedeutung einer zentralen Datenbank für die effiziente Planung und Überprüfung von Verteilvorgängen.
5 Verteiltechniken: Vergleicht die Vor- und Nachteile von Push- und Pull-Verfahren zur Initiierung der Softwarebereitstellung.
6 Softwarepakete: Untersucht technische Methoden wie Scripting und MSI-Pakete zur Automatisierung der Installationsprozeduren.
7 Installationen via Softwareverteilung: Behandelt die spezifischen Anforderungen bei der Installation von Betriebssystemen, Treibern und Anwendungen.
8 Ebenen der Verteilsteuerung: Diskutiert Ansätze der atomaren Verteilung bis hin zur Steuerung auf Release-Ebene.
9 beteiligte Softwarekomponenten: Definiert die notwendigen Client/Server-Komponenten sowie die Anforderungen an Bedienoberflächen.
10 Netzstruktur: Beleuchtet netzwerkspezifische Aspekte wie Sicherheit und Bandbreitenmanagement in LAN- und WAN-Umgebungen.
11 Software-Images: Erläutert Strategien zur Speicherung und Verteilung von Installationsabbildern.
12 Kritische Würdigung: Reflektiert den Aufwand und den Mehrwert von SV-Systemen in der Praxis.
13 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zu einem strukturierten Fazit zusammen.
Softwareverteilung, Systems Management, Unattended Installation, Automatisierung, Inventarisierung, Rollback, Client-Server-Architektur, Imageversorgung, Skalierbarkeit, Lizenzmanagement, Netzwerkstruktur, MSI, Scripting, IT-Infrastruktur, Rollout.
Die Arbeit befasst sich mit der automatisierten Bereitstellung von Software in Unternehmensnetzwerken, um manuelle Aufwände zu reduzieren und IT-Systeme effizienter zu verwalten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wirtschaftlichkeit, dem Anforderungsmanagement, technischen Verteilmethoden, der Netzwerkinfrastruktur sowie der Qualitätssicherung von Software-Rollouts.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines Leitfadens, der Unternehmen hilft, die Anforderungen an ein Softwareverteilungssystem zu definieren und verschiedene Konzepte und Komponenten zu verstehen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und Systemanalyse, die Konzepte der Wirtschaftsinformatik auf die Anforderungen der Softwareverteilung anwendet.
Der Hauptteil behandelt die technischen Aspekte von der Inventarisierung und Paketierung bis hin zur Verteilsteuerung und Netzwerksicherheit in verschiedenen Umgebungen.
Wichtige Begriffe sind Softwareverteilung, Unattended Installation, Automatisierung, Client-Server-Modell, Imageversorgung und Skalierbarkeit.
Die Wahl der Technik bestimmt, welche Instanz die Initiative ergreift, was direkte Auswirkungen auf die Netzlast und die Zuverlässigkeit der Installation bei mobilen Geräten hat.
Das Fehlermanagement dient dazu, Installationsabbrüche schnell zu identifizieren, zu protokollieren und mittels definierter Mechanismen wie automatischen Wiederholungen oder Rollbacks zu beheben.
Die unattended Installation erlaubt den vollautomatischen Installationsablauf ohne Benutzereingriffe, was Voraussetzung für das effiziente Management von großen Rechnerbeständen ist.
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