Diplomarbeit, 2002
139 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung dieser Arbeit
1.2 Zum Aufbau dieser Arbeit
2. Warum überhaupt Weiterbildung an der Hochschule?
2.1 Gesetzlicher Auftrag
2.2 Gesellschaftlicher Auftrag
2.3 Weiterbildung als Einnahmequelle
2.4 Industriekooperation
2.5 Gegenargumente
3. Bedarfsanalyse
3.1 Auswahl der Gesprächspartner
3.2 Gesprächsführung
3.3 Ergebnisse der Interviews
3.3.1 Bundeskriminalamt
3.3.2 danet
3.3.3 Debis Systemhaus
3.3.4 Dregis
3.3.5 Dresdner Bank
3.3.6 Lufthansa Systems Airline Services
3.3.7 Robert Bosch
3.3.8 sd&m
3.4 Ergebnisse anderer Studien
3.4.1 Studie zum IT-Fachkräftebedarf in der Rhein-Main-Region
3.4.2 Empfehlung der Gesellschaft für Informatik
3.4.3 Lünendonk Marktanalyse
4. Konkurrenzanalyse
4.1 Professionelle Weiterbildungsanbieter
4.2 Ausbildungsberufe
4.3 Hochschulangebote
4.3.1 Studiengänge
4.3.2 Einzelangebote
5. Ergebnisse der Marktanalyse
5.1 Zielgruppe
5.2 Inhalte
5.3 Organisatorisches
6. Rahmenbedingungen
6.1 Zugangsvoraussetzungen
6.1.1 Rechtliche Mindestvoraussetzungen
6.1.2 Fachliche Zugangsvoraussetzungen
6.2 Service
6.3 Lehrformate für Berufstätige
6.4 Didaktik für Berufstätige
6.5 Kostenmodelle
6.5.1 Teilnahmegebühren
6.5.2 Angebotsmodelle
6.5.3 Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben
6.6 Platzierung und Arrangement der Lehrangebote
6.7 Umfang
6.8 Auslastung des Fachbereichs
7. Möglichkeiten und Perspektiven
7.1 Berufsbegleitender Studiengang
7.2 Anbieten einzelner Veranstaltungen
7.3 Anbieten überschaubarer Zertifikate
7.4 Projektbegleitung
8. Software-Engineering: Die Inhalte
8.1 Inhalte aus der Berufspraxis
8.2 Invarianten
8.3 Software Engineering Body of Knowledge
8.3.1 Software Engineering Education Curriculum Framework, Schweiz
8.3.2 Software Engineering Body of Knowledge, IEEE und ACM
8.3.3 Guidelines for Software Engineering Education, CMU
8.4 Verhältnis zwischen Informatik und Software Engineering
8.5 Die Bedeutung von Softskills
8.6 Die Bedeutung von Projekten
8.7 Profil des Fachbereichs Informatik
9. Entwurf des Studiengangs Software-Construction
9.1 Gegenstand und Ziel
9.2 Zugangsvoraussetzungen
9.3 Umfang und Struktur
9.4 Lehrinhalte
9.4.1 Software-Engineering
9.4.2 Datenbanken und Middleware
9.4.3 Trusted Systems
9.4.4 Netzwerke
9.4.5 Wahlpflichtvereich
9.4.6 Softskills
9.4.7 Master-Thesis
9.5 Fördermöglichkeiten für Berufstätige
10. Aufbau einer Weiterbildungsinfrastruktur
10.1 Aufgaben
10.2 Hochschulweite Infrastruktur
10.3 Infrastruktur am Fachbereich
10.4 Checkliste für neue Angebote
Die Arbeit analysiert am Beispiel des Fachbereichs Informatik der Technischen Universität Darmstadt den Bedarf der Industrie an universitären Weiterbildungsangeboten im Bereich "Software-Engineering" und entwirft ein Konzept für einen entsprechenden Studiengang.
1.1. Zielsetzung dieser Arbeit
Diese Arbeit verfolgt zwei Ziele: Zum einen wird am Beispiel "Software-Engineering" geprüft, welcher Bedarf seitens der Industrie an universitärer Weiterbildung besteht, zum anderen wird untersucht, welche Möglichkeiten der Fachbereich Informatik hat, diesen Bedarf zu decken.
Erstes Hauptziel: Ermitteln des Bedarfs
Um den Bedarf seitens der Industrie an universitärer Weiterbildung auf dem Gebiet "Software-Engineering" zu ermitteln, werden Interviews mit einer repräsentativen Auswahl von Firmen aus dem Rhein-Main-Gebiet geführt. Die Ergebnisse werden durch verschiedene andere Studien ergänzt. Ziel ist dabei, zum einen eine Liste von Themen zu erhalten, für die Weiterbildungsbedarf besteht, zum anderen Einblick in die organisatorischen Rahmenbedingungen (zum Beispiel Seminardauer, Kostenrahmen, Lehrformen) zu bekommen, innerhalb derer Weiterbildung in den Firmen stattfindet.
1. Einleitung: Stellt die Motivation für lebenslanges Lernen und die Ziele der Arbeit vor, insbesondere die Bedarfsanalyse und Konzeption eines Aufbaustudiengangs.
2. Warum überhaupt Weiterbildung an der Hochschule?: Diskutiert die rechtlichen, gesellschaftlichen und finanziellen Argumente für ein universitäres Weiterbildungsengagement sowie kritische Gegenargumente.
3. Bedarfsanalyse: Präsentiert die Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit IT-Unternehmen und ergänzt diese durch Daten aus bestehenden Studien.
4. Konkurrenzanalyse: Untersucht das Angebot professioneller Weiterbildungsanbieter und anderer Hochschulen als Benchmark.
5. Ergebnisse der Marktanalyse: Fasst die Zielgruppen, inhaltlichen Schwerpunkte und organisatorischen Anforderungen aus den vorangegangenen Analysen zusammen.
6. Rahmenbedingungen: Beleuchtet die hochschulrechtlichen, didaktischen und strukturellen Anforderungen, die bei der Gestaltung von Weiterbildungsangeboten beachtet werden müssen.
7. Möglichkeiten und Perspektiven: Bewertet verschiedene Umsetzungsstrategien vom kompletten Studiengang bis hin zu Einzelveranstaltungen und Projekten.
8. Software-Engineering: Die Inhalte: Definiert die notwendigen Lehrinhalte auf Basis industrieller Anforderungen und wissenschaftlicher Curricula.
9. Entwurf des Studiengangs Software-Construction: Entwickelt einen konkreten Studienplan mit Struktur, Inhalten und Eignungskriterien.
10. Aufbau einer Weiterbildungsinfrastruktur: Beschreibt die notwendigen Aufgaben und organisatorischen Strukturen für eine erfolgreiche professionelle Weiterbildung am Fachbereich.
Weiterbildung, Software-Engineering, Informatik, Bedarfsanalyse, Hochschulbildung, Lebenslanges Lernen, Aufbaustudiengang, IT-Industrie, Software-Construction, Curriculum, Hochschulgesetz, Zertifikate, Studienplan, Didaktik, Industriekontakte.
Die Arbeit untersucht, wie die Technische Universität Darmstadt ihr Weiterbildungsangebot für Informatiker, insbesondere im Bereich Software-Engineering, durch universitäre Studienangebote ausbauen und professionalisieren kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedarfsanalyse bei Unternehmen, der Konkurrenzanalyse am Weiterbildungsmarkt sowie der rechtlichen und strukturellen Konzeption von universitären Aufbaustudiengängen und Zertifikatsprogrammen.
Die Arbeit prüft den industriellen Bedarf an hochqualitativer universitärer Weiterbildung im Software-Engineering und leitet daraus konkrete Möglichkeiten für den Fachbereich Informatik ab.
Es wurde ein zweistufiger Ansatz gewählt: Erstens eine empirische Bedarfsanalyse mittels qualitativer Experteninterviews bei acht Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet; zweitens eine tiefgehende Literatur- und Konkurrenzanalyse zur Validierung der Ergebnisse.
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an eine universitäre Weiterbildung, die Marktsituation, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die inhaltliche Ausgestaltung des Modells "Software-Construction".
Wichtige Begriffe sind unter anderem Weiterbildung, Software-Engineering, IT-Qualifizierung, Bedarfsanalyse, Aufbaustudiengang, Software-Construction und Lebenslanges Lernen.
Der Name soll die spezifische konstruktive Ausrichtung des Darmstädter Fachbereichs betonen, die sich von rein analytischen Informatik-Studiengängen abhebt und den Anforderungen industrieller Softwareentwicklung gerecht wird.
Die Analyse zeigt, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen einen hohen Weiterbildungsbedarf haben, jedoch oft Schwierigkeiten bei der internen Umsetzung sowie bei der Freistellung von Mitarbeitern für längere Kurse aufweisen.
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