Diplomarbeit, 2004
78 Seiten, Note: 2,7
1 Problemstellung
2 Rating-Agenturen
2.1 Hintergrund und Entwicklung
2.2 Nutzen von Rating-Agenturen
2.2.1 Grundsätzliches
2.2.2 Vorteile durch Arbeitsteilung
2.2.3 Reduzierung von Fehlinvestitionen
2.3 Schädigung durch Rating-Agenturen
2.3.1 Grundsätzliches
2.3.2 Oligopol-Preise und Auftragszwang
2.3.3 Missbrauch
3 Beurteilungskriterien als Essenz des Ratings
3.1 Grundsätzliches
3.2 Ablauf eines Ratings
3.3 Auswahl zielgerechter Beurteilungskriterien
3.3.1 Grundsätzliches
3.3.2 Quantitative Kriterien
3.3.2.1 Definition
3.3.2.2 Auswahlverfahren
3.3.2.3 Identifizierte Kriterien
3.3.3 Qualitative Kriterien
3.3.3.1 Definition
3.3.3.2 Auswahlverfahren
3.3.3.3 Identifizierte Kriterien
3.4 Beschaffung und Bewertung der notwendigen Informationen
3.5 Gewichtung und Aggregation der Rating-Kriterien
3.5.1 Grundsätzliches
3.5.2 Quantitative Kriterien
3.5.3 Qualitative Kriterien
3.6 Würdigung
3.6.1 Grundsätzliches
3.6.2 Quantitative Kriterien
3.6.2.1 Vorteile quantitativer Kriterien
3.6.2.2 Nachteile quantitativer Kriterien
3.6.3 Qualitative Kriterien
3.6.3.1 Grundsätzliches
3.6.3.2 Vorteile qualitativer Kriterien
3.6.3.3 Nachteile qualitativer Kriterien
3.6.4 Fazit
4 Reduzierung der Nachteile von qualitativen Kriterien
4.1 Grundsätzliches
4.2 Status quo
4.2.1 Geltendes Recht und Rechtsprechung
4.2.2 Reputation
4.2.3 Würdigung des Status quo
4.4 Diskussion weiterer Maßnahmen
4.4.1 Grundsätzliches
4.4.2 Mögliche Maßnahmen im Einzelnen
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Rolle und Arbeitsweise von Rating-Agenturen, wobei ein besonderer Fokus auf den Beurteilungskriterien liegt. Das Hauptziel besteht darin, die Eignung und Prognosequalität dieser Kriterien zu bewerten sowie Ansätze zur Regulierung und Qualitätssteigerung im Hinblick auf das Kreditrisiko und die Objektivität der Urteilsbildung zu analysieren.
Unterscheidung in qualitative und quantitative Kriterien
Die bei Unternehmens-Ratings zugrundegelegten Kriterien lassen sich in quantitative und qualitative Kriterien unterscheiden. Bevor eine dezidierte Definition unter 3.3.2 bzw. 3.3.3 erfolgt, muss hier bereits erwähnt werden, dass innerhalb dieser Arbeit unter quantitativen Kriterien originär numerische Daten verstanden werden, wie bspw. Bilanzkennziffern, während qualitative Kriterien entweder Eigenschaften beurteilen oder numerische Daten prognostizieren, also durch Subjektivität geprägt sind.
1 Problemstellung: Einführung in die wachsende Bedeutung von Ratings für Unternehmen und Volkswirtschaften vor dem Hintergrund regulatorischer Rahmenbedingungen wie Basel II.
2 Rating-Agenturen: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, des Nutzens, der Marktstruktur und der potenziellen Risiken bzw. Schäden durch Rating-Agenturen.
3 Beurteilungskriterien als Essenz des Ratings: Kernanalyse des Rating-Prozesses, der Auswahl von Kriterien, deren Kategorisierung in quantitative und qualitative Faktoren sowie deren Aggregation.
4 Reduzierung der Nachteile von qualitativen Kriterien: Untersuchung des aktuellen rechtlichen Status quo und Diskussion möglicher Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Objektivität von Ratings.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit, zusammengefasst in elf prägnanten Thesen zur Rolle, Problematik und Verbesserung von Rating-Agenturen.
Rating-Agenturen, Kreditrisiko, Ausfallwahrscheinlichkeit, quantitative Kriterien, qualitative Kriterien, Basel II, Insolvenzprognose, Bilanzanalyse, Markttransparenz, Kapitalallokation, Rating-Qualität, Regulierung, Haftung, Reputation, Unternehmensrating.
Die Arbeit bietet eine kritische Würdigung der von Rating-Agenturen verwendeten Beurteilungskriterien, um die Bonität und das Ausfallrisiko von Unternehmen zu bewerten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Kriterienselektion, der Unterscheidung zwischen harten (quantitativen) und weichen (qualitativen) Faktoren sowie den Auswirkungen dieser Bewertungsmethoden auf den Finanzmarkt.
Ziel ist es zu klären, welche Kriterien tatsächlich prognosefähig sind, über welche Qualität sie verfügen und welche regulatorischen Maßnahmen notwendig sind, um Objektivität und Prognosegüte sicherzustellen.
Es erfolgt eine systematische Literaturanalyse der einschlägigen Theorie und Praxis des Rating-Prozesses, ergänzt um die Auswertung von Kriterienanforderungen aus Sicht der Krisen- und Insolvenzforschung.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Rating-Ablauf, der methodischen Trennung zwischen quantitativen Bilanzdaten und qualitativen Management- oder Strategiebewertungen sowie der kritischen Diskussion der Aggregationsverfahren.
Rating-Qualität, Insolvenzprognose, Basel II, qualitative vs. quantitative Kriterien, Kapitalmarkteffizienz und regulatorische Anforderungen.
Während quantitative Kriterien zwar objektiv und kosteneffizient sind, weisen sie durch ihre Vergangenheitsorientierung Defizite bei der Prognose zukünftiger Krisen auf, weshalb qualitative Kriterien zur Ergänzung notwendig sind, obwohl sie subjektiv geprägt sind.
Die Reputation fungiert als Marktzutrittsschranke und Anreiz für Qualität, wobei gleichzeitig die Gefahr besteht, dass etablierte Agenturen aufgrund ihrer starken Marktstellung weniger Anreize für stetige Innovationen haben.
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