Magisterarbeit, 2001
114 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Literatur- und Quellenlage
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Geschichte und Entwicklung des Zypern-Konflikts
2.1. Die Entstehung der Republik Zypern
2.2. Die Zypern-Verträge von 1959 und die zyprische Verfassung
2.3. Der Zusammenbruch der Republik Zypern
2.4. Intervention Griechenlands und der Türkei
2.5. Die Festigung der Teilung
3. Die geopolitische Bedeutung Zyperns
3.1. Interessen Griechenlands
3.2. Interessen der Türkei
4. Wirtschaftliche Entwicklung Zyperns von 1974 bis zur Gegenwart
4.1. Wirtschaftliche Entwicklung der Republik Zypern
4.2. Wirtschaftliche Entwicklung der TRNZ
5. Die potentielle Erweiterung zwischen der EU und der Republik Zypern
5.1. Das Assoziierungsabkommen zwischen der EG und der Republik Zypern
5.2. Ansichten der politischen Parteien und Interessengruppen in Zypern
5.3. Interessenlage der EU-Mitglieder
5.4. Ziele und Zeitpläne sowie weitere Entwicklungen der EG-Zypern Beziehungen
6. Hintergründe des Beitrittsantrags Zyperns in die EU
6.1. Reaktionen auf den Antrag der Republik Zypern
6.2. Strategie der Europäischen Union
7. Staats- und völkerrechtliche Aspekte
7.1. Völkerrechtliche Aspekte
7.2. Verfassungslage und völkerrechtlicher Status der Republik Zypern
8. Krisenprävention und Konfliktbearbeitung durch die EU
8.1. Zivile Krisenprävention
8.2. Die Strukurreformen des Amsterdamer Vertrags und die Beschlüsse von Helsinki
8.3. Regionale Kooperation und Gemeinsame Strategien
8.4. Anreizpolitik der EU hinsichtlich Zyperns Beitrittsproblematik
9. Regelmäßiger Bericht 2001 der Kommission über die Fortschritte Zyperns auf dem Weg zum Beitritt
9.1. Politische Kriterien
9.2. Wirtschaftliche Kriterien
10. Schluß
10.1. Mögliche Szenarien und Konsequenzen eines EU-Beitritts Zyperns
10.2. Der 04. Dezember 2001 und die Hoffnung auf eine gerechte Lösung
10.3. Eigene Stellungnahme
Die Arbeit untersucht die komplexe Beitrittsproblematik Zyperns zur Europäischen Union vor dem Hintergrund des andauernden ethnisch-staatlichen Konflikts auf der Insel, mit dem Ziel, die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Barrieren sowie mögliche Lösungswege zu analysieren.
1.1.Einführung in die Thematik
Ungeachtet der geringen geographischen Größe Zyperns und seiner insgesamt auch heute noch relativ kleinen Bevölkerungszahl wirft bereits seine geostrategisch wie ökonomisch bedeutsame Lage zwischen dem europäischen Festland und dem Nahen Osten einige gewichtige Streitfragen auf. Vor allem machen jedoch eine Reihe hochbrisanter Gegensätze zwischen seinen beiden größten Volksgruppen - den orthodoxen Griechen sowie muslimischen Türken - die eigentliche Problematik dieser Insel aus. Beide Volksgruppen fühlen sich seit der erfolgreichen Durchsetzung des Nationalstaats in Südosteuropa ihren jeweiligen „Mutterländern“, Griechenland und Türkei, besonders eng verbunden.
Zudem befindet sich die Insel seit ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1960 im Spannungsfeld des übergeordneten griechisch-türkischen Konflikts in der östlichen Ägäis. Die junge Republik mußte sich demnach von Anbeginn mit diesen, sie fundamental bestimmenden Balancebemühungen zwischen den griechischen Zyprern, die seit dem letzten Jahrhundert den Anschluß an das griechische „Mutterland“ verwirklichen wollten, und der zahlenmäßig zwar kleineren, jedoch rechtlich nahezu gleichberechtigt ausgestatteten türkisch-zyprischen Volksgruppe zurechtfinden und auseinandersetzen.
Darüber hinaus hat das Zypern-Problem die zwei NATO-Mitglieder Griechenland und Türkei wiederholt beinahe an einen Krieg herangebracht. Die staatliche und ethnische Teilung der Insel 1974, nachdem Tausende dem Bürgerkrieg von 1963 bis 1974 zum Opfer fielen, hat außerdem die Problematik von staatlicher und nationaler Einheit deutlich werden lassen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Komplexität des Zypern-Konflikts ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Geschichte und Entwicklung des Zypern-Konflikts: Dieses Kapitel skizziert die historischen Hintergründe von der Entstehung der Republik Zypern 1960 bis zur Konsolidierung der Teilung nach 1974.
3. Die geopolitische Bedeutung Zyperns: Hier werden die strategischen Interessen Griechenlands und der Türkei im Hinblick auf die geographische Lage der Insel beleuchtet.
4. Wirtschaftliche Entwicklung Zyperns von 1974 bis zur Gegenwart: Dieses Kapitel analysiert die ökonomischen Disparitäten zwischen der Republik Zypern und der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ).
5. Die potentielle Erweiterung zwischen der EU und der Republik Zypern: Es werden die vertraglichen Beziehungen, insbesondere das Assoziierungsabkommen, sowie die Interessen der EU-Mitgliedstaaten untersucht.
6. Hintergründe des Beitrittsantrags Zyperns in die EU: Das Kapitel befasst sich mit den Motiven hinter dem offiziellen Antrag und den unterschiedlichen politischen Reaktionen.
7. Staats- und völkerrechtliche Aspekte: Hier werden die völkerrechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Status der Verfassungen von 1960 und der TRNZ kritisch bewertet.
8. Krisenprävention und Konfliktbearbeitung durch die EU: Dieses Kapitel erläutert die neuen EU-Strukturen und Ansätze zur zivilen Krisenbewältigung im europäischen Kontext.
9. Regelmäßiger Bericht 2001 der Kommission über die Fortschritte Zyperns auf dem Weg zum Beitritt: Eine detaillierte Betrachtung der Erfüllung politischer und wirtschaftlicher Kriterien durch Zypern anhand der Fortschrittsberichte der Kommission.
10. Schluß: Zusammenfassung der Ergebnisse anhand verschiedener Szenarien für einen möglichen EU-Beitritt und eine eigene Bewertung der aktuellen Lage.
Zypern, EU-Beitritt, Zypern-Konflikt, Europäische Union, Völkerrecht, Türkei, Griechenland, TRNZ, Zollunion, Beitrittsantrag, Krisenprävention, Geopolitik, Integration, Makarios, Volksgruppen.
Die Arbeit analysiert den EU-Beitrittsprozess der Republik Zypern im Spannungsfeld des ungelösten ethnisch-staatlichen Konflikts zwischen den beiden Volksgruppen auf der Insel.
Die Arbeit behandelt historische Grundlagen, geopolitische Interessen, wirtschaftliche Unterschiede zwischen Nord- und Südzypern, die völkerrechtliche Lage sowie die Rolle der EU bei der Krisenprävention.
Ziel ist es, zu erklären, warum Bemühungen zur Lösung der Zypern-Frage bisher gescheitert sind und wie diese Problematik den EU-Beitrittsprozess beeinflusst.
Der Autor führt eine umfassende Analyse politischer, ökonomischer und rechtlicher Zusammenhänge durch und nutzt dabei offizielle Berichte der Europäischen Kommission sowie eine Vielzahl an Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung, eine Analyse der Wirtschafts- und Rechtslage, eine Untersuchung der Beziehungen zur EU und eine Einschätzung der verschiedenen Beitrittsszenarien.
Zypern, EU-Beitritt, Zypern-Konflikt, Völkerrecht, Geopolitik und Volksgruppen.
Obwohl die TRNZ international kaum anerkannt ist, argumentiert die Arbeit, dass sie de facto als administratives Gebilde auftritt, was die rechtliche Lage für die EU verkompliziert.
Der Autor hinterfragt, ob die EU durch ihre neuen Strukturen in der Krisenprävention und ihre Anreizpolitik tatsächlich in der Lage ist, eine tragfähige Lösung auf Zypern aktiv zu fördern.
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