Fachbuch, 2005
195 Seiten
1. Bedeutung des Qualitätsmanagements
1.1 Einführung
1.2 Historischer Exkurs
1.3 Gegenwärtige Problematik
1.4 Strukturelle Aspekte des QM
1.4.1 Externe Qualitätssicherung
1.4.2 Interne Qualitätssicherung
1.5 Zusammenfassung
2. Gesetzliche Grundlagen des QM
2.1 Einleitung
2.2 SGB V
2.3 SGB IX
2.4 PQsG./SGB XI
3. Modelle des Qualitätsmanagements
3.1 Einleitung
3.2 EFQM-Modell (2001)
3.3 Modell der KTQ (2000)
3.4 Modell DIN EN ISO 9000 ff.
3.5 Modell PQM
4. Methoden des QM
4.1 Einleitung
4.2 Evaluationsmodell
4.2.1 Auftrag
4.2.2 Problemanalyse
4.2.3 Bestandsaufnahme
4.2.4 Konzeptionsphase
4.2.5 Planungsphase
4.2.6 Implementationsphase
4.2.7 Bewertung
4.3 Standardmanagement
4.4 Dokumentationsmanagement
4.5 Konfliktmanagement
4.6 Change management
4.7 Zusammenfassung
5. Entwicklung des QM
5.1 Einleitung
5.2 Entwicklung der SQ
5.2.1 Corporate Identity
5.2.1.1 Leitidee
5.2.1.2 Leitsatz
5.2.1.3 Design
5.2.1.4 Logo
5.2.1.5 Organigramm
5.2.1.6 Kommunikation
5.2.1.7 Interaktion
5.2.2 Corporate Culture
5.3 Entwicklung der PQ
5.3.1 Der Diagnoseprozess
5.3.1.1 Aspekte der Diagnose
5.3.1.2 Interaktion
5.3.1.3 Kommunikation
5.3.1.4 Leistungsfähigkeit
5.3.1.5 Schweregrad der Krankheit
5.3.1.6 Individuelle Besonderheiten
5.3.1.7 Psychosoziale Belast/Anford
5.4 Prognosen
5.5 Entwicklung von Standards
5.6 Qualitätsindikatoren
5.6.1 Voraussetzungen
5.6.2 Problematik
5.6.3 QI (Hermanek)
5.6.4 Zusammenfassung
5.7 Rehabilitation
5.7.1 Reha (WHO)
5.7.2 WHO-Modell der Behinderung (ICF)
5.7.3 Zulassungsverfahren für Reha-Kliniken
5.7.4 QS der Kostenträger
5.7.5 Qualitätskontrolle
5.7.6 Internes QM der Kostenträger
5.7.6.1 Antragsebene
5.7.6.2 Begutachtungsebene
5.7.6.3 Zuweisungssteuerung
5.7.7 QM in der Rehaklinik
5.7.7.1 Strukturqualität
5.7.7.2 Prozeßqualität
5.7.7.3 Ergebnisqualität
5.7.7.4 Institutionalisierung
5.8 Qualitätsentwicklung Pflege
5.8.1 Arbeitsorganisation
5.8.2 Pflegeprozess
5.8.3 Pflegeplanung
5.8.4 Pflegegutachten
5.8.5 Pflegestandards
5.9 Dokumentation
5.10 Ergebnisqualität
5.10.1 Einleitung
5.10.2 Effektivität
5.10.3 Effizienz
5.10.4 Kundenzufriedenheit
5.10.5 Mitarbeiterzufriedenheit
5.10.6 Defizitanalyse/-beseitigung
5.10.7 Berichterstattung
5.10.8 Zusammenfassung
Diese Arbeit widmet sich der systematischen Einführung und Umsetzung von Qualitätsmanagement-Konzepten im Gesundheits- und Sozialwesen, wobei das Hauptziel darin besteht, die Versorgungsqualität durch ein interdisziplinäres und patientenorientiertes Vorgehen zu erhöhen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie professionelle Standards und Evaluationsmethoden die Effektivität und Effizienz medizinischer sowie pflegerischer Prozesse nachhaltig sichern können.
4.2.2 Problemanalyse
Von entscheidender Bedeutung ist die organisatorische Form des Gremiums, dass mit der Problemanalyse befaßt ist. Bewährt haben sich diesbezüglich Projektgruppen und Qualitätszirkel, deren personelle Zusammensetzung beachtet werden sollten. Chefärzten fällt es oftmals sehr schwer, mit Pflege-, Verwaltung- und Küchenpersonal zu kommunizieren bzw. zu kooperieren. Die Statusdifferenzen sollten vor der Zusammensetzung genauesten geprüft werden, um Konflikte zu vermeiden.
Um eine Identifikation aller Berufsgruppen mit dem QM-Programm zu gewährleisten, hat sich eine Integration aller beteiligten Gruppen an dem Entwicklungsprozeß bewährt, so dass auf den unterschiedlichen Ebenen Qualitätszirkel etabliert werden, abteilungsintern als auch abteilungsübergreifend. Dabei ist wiederum die Koordination der Ergebnisse und die Kooperation zwischen den Gruppen durch die Übergeordnete Projektgruppe zu gewährleisten. Die Kompetenzen und Zuständigkeiten sollten gleichsam reglementiert werden, um Einzelaktionen und Widerstände mit Hilfe von Konsensfähigkeit und Gleichbehandlung zu verhindern.
Die Problemanalyse bezeichnet die Diskussion um die derzeitigen Probleme des Unternehmens, die teils auf veränderte Rahmenbedingungen (Gesetze, wiss. Innovationen), teils auf veränderte Marktbedingungen oder Absatzschwankungen und teils auf Verbesserung oder Veränderung des Unternehmensimages oder der Produkte bzw. der Dienstleistung abheben. Dazu gehört ebenfalls die Eruierung der Organisationsstrukturen, die Personalentwicklung und die Einsatzpläne, der Service und insbesondere die Kundenbedürfnisse. Im Wirtschaftsbereich sind diese Fakten Bestandteil der Marketing-Konzeption. Im Sozial- und Gesundheitswesen müssen sich diese Ansätze erst einmal durchsetzen, da Konkurrenz nur in wenigen Bereichen (etwa Pflegemarkt oder Rehabilitation – ambulante, teilstationäre stationäre -) beobachtbar ist. Aufgrund der öffentlichen Krankenhausplanung und des ambulanten Sicherstellungsauftrages der KV setzen sich im ambulanten, teilstationären und stationären Sektor der Akutbehandlung Konkurrenzbestrebungen kaum durch, da die Nachfrage fast automatisiert und eine regionale Versorgung gewährleistet ist.
1. Bedeutung des Qualitätsmanagements: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von QM-Konzepten im Gesundheitssektor und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die Abgrenzung von interner und externer Qualitätssicherung.
2. Gesetzliche Grundlagen des QM: Hier werden die relevanten gesetzlichen Regelungen wie das SGB V, SGB IX und SGB XI detailliert dargestellt, welche die Basis für verpflichtende Qualitätssicherungsmaßnahmen bilden.
3. Modelle des Qualitätsmanagements: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über etablierte QM-Modelle wie EFQM, KTQ und DIN EN ISO 9000 ff. und führt das Patientenorientierte Qualitäts-Management (PQM) als Integrationsmodell ein.
4. Methoden des QM: Der Hauptteil beschreibt praktische Instrumente wie das Evaluationsmodell, das Dokumentationsmanagement sowie Konflikt- und Change-Management zur effektiven Implementierung von QM-Programmen.
5. Entwicklung des QM: Dieses Kapitel fokussiert auf die praktische Umsetzung von Struktur- und Prozessqualität, einschließlich spezifischer Anforderungsprofile für verschiedene Berufsgruppen und Fachbereiche im Gesundheitswesen.
Qualitätsmanagement, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Qualitätssicherung, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Patientenorientierung, Pflegestandards, Diagnostik, Zertifizierung, Dokumentationsmanagement, Evaluation, Krankenhausmanagement, Fallmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und methodischen Ausgestaltung von internen und externen Qualitätsmanagement-Systemen im Gesundheits- und Sozialwesen.
Zu den Schwerpunkten gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen der Qualitätssicherung, die Anwendung internationaler QM-Modelle, methodische Ansätze zur Prozessoptimierung sowie die Bedeutung der Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit.
Das primäre Ziel ist es, ein systematisches Verständnis dafür zu schaffen, wie durch einrichtungsinterne und -übergreifende Maßnahmen eine höhere Transparenz, Effektivität und Effizienz in der Versorgung erreicht werden kann.
Die Arbeit nutzt Ansätze der Evaluationsforschung, systemische Problemanalysen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit gesetzlichen Normen und qualitätsrelevanten Prozessmodellen.
Der Hauptteil widmet sich konkreten Methoden zur Qualitätsentwicklung, wie etwa der Einführung von Qualitätszirkeln, dem Dokumentationsmanagement sowie dem Umgang mit Konflikten und Veränderungsprozessen im klinischen Alltag.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Struktur- und Prozessqualität, Patientenorientierung, Evidence-Based Medicine und systematisches Dokumentationswesen charakterisiert.
Die Trennung ist essenziell, da interne Qualitätssicherung die unmittelbare Prozessverbesserung vor Ort durch die beteiligten Mitarbeiter ermöglicht, während externe Qualitätssicherung objektive Transparenz und Vergleichbarkeit für die Öffentlichkeit und Kostenträger schafft.
Die Dokumentation wird als expliziter Nachweis professioneller Arbeitsweise und als Grundlage für statistische Auswertungen, Leistungscontrolling und die kontinuierliche Verbesserung der Versorgungsprozesse bewertet.
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