Diplomarbeit, 2003
113 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ursprünge der Organisationsverwaltung
1.2 Zielsetzung und Methodik der Arbeit
1.3 Inhaltlicher Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Einführung in die Modellierung
2.1.1 Modell und Metamodell
2.1.2 Begriffsbestimmung und Einordnung
2.1.3 Entity-Relationship-Modell
2.2 Aufbauorganisation
2.2.1 Strukturierung der Aufbauorganisation
2.2.2 Einliniensystem
2.2.3 Mehrliniensystem
2.2.4 Stabliniensystem
2.2.5 Liniensystem mit Querfunktion
2.2.6 Funktionalorganisation
2.2.7 Spartenorganisation
2.2.8 Matrixorganisation
2.2.9 Projektorganisation
3 Organisationsverwaltung
3.1 Anwendungsdomänen
3.1.1 Workflow-Management
3.1.2 Personalmanagement
3.1.3 Projektmanagement
3.1.4 Nachrichtensysteme
3.1.5 Workgroup-Support-Systeme
3.1.6 Verzeichnisdienste
3.1.7 Meta-Verzeichnisse
3.1.8 Kompetenz- und Berechtigungssysteme
3.2 Anforderungsanalyse
3.2.1 Funktionale Anforderungen
3.2.2 Nicht-funktionale Anforderungen
3.3 Fazit
4 Modellierungskonzepte
4.1 Herkömmliche Ansätze
4.1.1 FlowMark
4.1.2 WorkParty
4.1.3 ARIS
4.1.4 Weitere Ansätze
4.2 Flexiblere Ansätze
4.2.1 COCOS-ORG
4.2.2 MOBILE
4.3 Einordnung und Problematik der Ansätze
4.4 Exemplarisches Vorgehensmodell
4.4.1 Einführung in Metamodellierung und Begriffsbildung
4.4.2 Anwendungsfall
4.4.3 Weitere Aspekte
4.5 Diskussion
4.6 Fazit
5 Architektur
5.1 Funktionale Überlegungen
5.2 Technische Umsetzung
5.2.1 Dreischichtenarchitektur
5.2.2 Modellierungskomponente
5.3 Weitere Aspekte
5.3.1 Datenintegration
5.3.2 Datenreplikation
5.3.3 Web Services
5.4 Fazit
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein Konzept für eine zentrale Organisationsverwaltung zu entwickeln, die als eigenständige Softwarekomponente betriebliche Anwendungssysteme bei der Verwaltung von Organisationsstrukturen unterstützt, um Mehrfachredundanzen und Inkonsistenzen in dezentralen Systemen zu vermeiden. Zudem soll ein flexibles Vorgehensmodell zur Organisationsmodellierung konzipiert werden.
4.1.1 FlowMark
Seit Mitte 1994 bietet IBM das eigenentwickelte Workflow-Managementsystem FlowMark an. Die Hauptaufgabe liegt im Bereich der Umsetzung und Automatisierung eines bereits vorhandenen und geplanten Geschäftsprozesses [Flow95], [RoMü96].
Ein Merkmal des Modells ist die – dem WFMC-Modell entsprechende – Aufteilung in eine Organisations- und eine Prozessebene. Organisations- und Ablaufmodellierung erfolgen dem ungeachtet in einer gemeinsamen Entwicklungsumgebung.
Die Objektsprache des Modells bietet zur Modellierung der Aufbauorganisation vier Konstrukte: Organisationseinheit, Rolle, Akteur und Hierarchieebene (Abbildung 4.1).
Organisationseinheit. Unter einer Organisationseinheit versteht man eine administrative Einheit und einen strukturellen Bestandteil der Aufbauorganisation (z.B. Abteilung). Jeder Organisationseinheit können beliebig viele Akteure mit unterschiedlichen Rollen zugeordnet werden, aber sie muss genau einen Manager besitzen. Der Manager ist gleichzeitig auch Mitglied der Organisation und kann keine andere Organisationseinheit managen. Jeder Akteur kann nur Mitglied einer Organisationseinheit sein.
Rolle. In FlowMark wird unter einer Rolle die abstrakte Qualifikation (Aufgaben, Fähigkeiten, Kompetenzen) eines Akteurs verstanden. Eine Rolle kann – muss aber nicht – über einen Koordinator verfügen. Der Koordinator kann optional auch Mitglied der Rolle sein und er kann beliebig viele andere Rollen koordinieren. Jede Rolle darf beliebig viele Mitglieder besitzen und jeder Akteur kann beliebig vielen Rollen angehören.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der redundanten Organisationsverwaltungen in betrieblichen Systemen ein und definiert die Zielsetzung sowie Methodik der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente zur Modellierung (Modell, Metamodell) sowie die klassischen Konzepte der Aufbauorganisation in Unternehmen erläutert.
3 Organisationsverwaltung: Dieses Kapitel identifiziert diverse Anwendungsdomänen, wie Workflow-Management oder Verzeichnisdienste, und leitet daraus notwendige Anforderungen an eine zentrale Organisationsverwaltung ab.
4 Modellierungskonzepte: Es erfolgt eine detaillierte Analyse gängiger Modellierungsansätze sowie die Entwicklung eines neuen Vorgehensmodells zur flexiblen Organisationsmodellierung.
5 Architektur: Hier wird der architektonische Entwurf einer zentralen Organisationsverwaltungskomponente vorgestellt, inklusive funktionaler Module und technischer Integrationsansätze.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsarbeiten.
Organisationsverwaltung, Aufbauorganisation, Modellierung, Metamodell, Workflow-Management, Anwendungssysteme, Datenintegration, Anforderungsanalyse, Systemarchitektur, Prozessautomatisierung, Koordination, Datenreplikation, Web Services, Rollenbasiertes Zugriffskontrollmodell.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer zentralen, eigenständigen Software-Komponente, der sogenannten Organisationsverwaltung, die Informationen über Unternehmensstrukturen effizient speichert und für verschiedene betriebliche Anwendungssysteme bereitstellt.
Zentrale Themen sind die Organisationsmodellierung, die Strukturierung der Aufbauorganisation, die Anforderungsanalyse für IT-Systeme, das Workflow-Management sowie Architekturentwürfe für verteilte Systeme.
Das primäre Ziel ist die Konzeption einer umfassenden Organisationsverwaltung zur Integration dezentraler Daten sowie die Entwicklung eines flexiblen Vorgehensmodells, das sich an verschiedene Organisationsstrukturen anpassen lässt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Modelle, einer deduktiven Anforderungsanalyse aus verschiedenen Anwendungsdomänen sowie der konstruktiven Entwicklung eines eigenen Vorgehensmodells und Architekturansatzes für eine Organisationsverwaltung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Anforderungen, die Untersuchung bestehender Modellierungsansätze (herkömmlich vs. flexibel), den Entwurf eines neuen Vorgehensmodells mittels Metamodellierung und die Beschreibung einer modularen Systemarchitektur.
Schlüsselbegriffe sind Organisationsverwaltung, Aufbauorganisation, Metamodellierung, Workflow-Management, Systemintegration und Datenreplikation.
Im Gegensatz zu MOBILE, das sehr flexibel ist, aber kaum Hilfestellung bietet, ermöglicht das vorgestellte Vorgehensmodell sowohl eine flexible Modellierung als auch gezielte Eingriffe und Vorgaben bereits auf der Ebene des Metaschemas.
Die Architektur ist entscheidend, um Anforderungen wie Eigenständigkeit, Erweiterbarkeit und Offenheit zu erfüllen. Durch ein modulares Konzept und standardisierte Schnittstellen wie LDAP oder ODBC wird eine einfache Integration in existierende Systemlandschaften gewährleistet.
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