Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. HENNING MANKELL UND DER SKANDINAVISCHE KRIMINALROMAN
3. DIE KRIMINALROMANE
3.1 Die Bücher und Verbrechen
3.1.1 Mördare utan ansikte
3.1.2 Brandvägg
3.2 Die Hauptfigur als Sprachrohr
3.2.1 Der Durchschnittsmensch Kurt Wallander
4. DIE SCHWEDISCHE GESELLSCHAFT IN DEN 80ER UND 90ER JAHREN – DIE KRISE DES SCHWEDISCHEN MODELLS
5. MANKELLS GESELLSCHAFTSKRITIK AM BEISPIEL VON „MÖRDARE UTAN ANSIKTE“ UND „BRANDVÄGG“
5.1 Gesellschaftskritische Themen
5.1.1 Die Asylpolitik
5.1.2 Die Ausländerfeindlichkeit
5.1.3 Die schwedische Beteiligung im Zweiten Weltkrieg
5.1.4 Der schwedische Wohlfahrtsstaat
5.1.5 Die Kapitalismuskritik
5.1.6 Die Auswirkungen der Globalisierungen
5.2 Wiederkehrende Motive
5.2.1 Ystad und die fiktionale Konstruktion der Realität
5.2.2 Die Vulnerabilität von Wallanders Körper
5.2.3 Das Scheitern und Enden von Wallanders Beziehungen
6. AUSBLICK
7. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht Henning Mankells Kriminalromane „Mördare utan ansikte“ und „Brandvägg“ im Hinblick auf deren gesellschafts- und sozialkritische Dimensionen. Dabei wird analysiert, inwiefern Mankell die Krisen des schwedischen Modells der 80er und 90er Jahre sowie die Auswirkungen der Globalisierung in seinen Werken thematisiert und ob seine Sozialkritik ein stichhaltiges Paradigma jenseits der reinen Unterhaltung generiert.
3.1.2 Brandvägg
Brandvägg (dt. Die Brandmauer) ist der achte Roman der Wallander-Reihe. Die Handlung setzt sieben Jahre nach der Handlung von Mördare utan ansikte an, als ein Taxifahrer aus zunächst nicht nachvollziehbaren Gründen von zwei jungen Teenagerinnen attackiert und getötet wird. Das Ermittlerteam um Kommissar Kurt Wallander zeigt sich mit der scheinbaren Gleichgültigkeit der Mädchen überfordert, weshalb sich die Suche nach einem möglichen Motiv als äußerst schwierig gestaltet. Als wäre das nicht genug, gelingt der älteren Tatverdächtigen die Flucht aus dem Polizeirevier. Sie kann zwar schnell wieder aufgespürt werden, jedoch bloß als weiteres Mordopfer. Ihr toter Körper in einer Transformationsstation war der Grund für einen kompletten Stromausfall in ganz Schonen gewesen, da die Station in der Nähe von Ystad als Knotenpunkt für das ganze Gebiet dient. Als Selbstmord ausgeschlossen werden kann, sucht Kurt Wallander fieberhaft nach einer Verbindung der beiden Fälle. Da wird ein weiterer Toter Teil der Ermittlung: Der Körper des Computerfachmanns Tynnes Falk wurde aus dem Leichenschauhaus entwendet, stattdessen liegt dort ein elektrisches Relais – ein Zufall?
Auf Falk konzentriert sich die Ermittlungsarbeit nun zusätzlich, da seine Leiche an eben jener Stelle wiedergefunden wurde, an der er ursprünglich eines natürlichen Todes gestorben war. Bei der Suche nach Zusammenhängen und Erklärungen gerät Wallander dann selbst in Gefahr – ein Zeichen dafür, dass er auf der richtigen Spur ist. Die Zusammenhänge können jedoch weder er, noch das Ermittlerteam um die Kollegen Martinsson, Höglund und Hansson herstellen. Im Laufe der weiteren Nachforschungen entpuppt sich Tynnes Falk als Teil eines Computerverbrechens von internationalem Format. Mit Hilfe eines jungen Hackers kommen Wallander und sein Team Computerterroristen auf die Spur, die als Ziel die Zerstörung der Weltwirtschaft haben. Nur mit Glück kann Kurt Wallander die südschwedische Bevölkerung am Ende vor einem elektronischen Fiasko bewahren.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der gesellschafts- und sozialkritischen Kriminalromane von Henning Mankell am Beispiel des Kommissars Kurt Wallander.
2. HENNING MANKELL UND DER SKANDINAVISCHE KRIMINALROMAN: Verortung von Mankells Werk innerhalb der skandinavischen Literatur und seine Einflüsse, insbesondere durch das Autorenduo Sjöwall und Wahlöö.
3. DIE KRIMINALROMANE: Vorstellung der Primärquellen sowie Analyse der Figur Kurt Wallander als Sprachrohr und Identifikationsfigur.
4. DIE SCHWEDISCHE GESELLSCHAFT IN DEN 80ER UND 90ER JAHREN – DIE KRISE DES SCHWEDISCHEN MODELLS: Darstellung der sozioökonomischen und politischen Krisen Schwedens in den betreffenden Jahrzehnten als notwendiger Kontext.
5. MANKELLS GESELLSCHAFTSTRITIK AM BEISPIEL VON „MÖRDARE UTAN ANSIKTE“ UND „BRANDVÄGG“: Detaillierte Untersuchung spezifischer gesellschaftskritischer Themen und wiederkehrender Motive in den ausgewählten Romanen.
6. AUSBLICK: Reflexion über die Grenzen der vorliegenden Arbeit und Identifikation weiterer Forschungsfelder, wie beispielsweise der Polizei- oder Medienkritik bei Mankell.
7. RESÜMEE: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung von Mankells Werk als Warnung vor dem gesellschaftlichen Niedergang sowie als Plädoyer für eine solidarische Gesellschaft.
Henning Mankell, Kurt Wallander, Gesellschaftskritik, Sozialkritik, Schweden, schwedisches Modell, Globalisierung, Asylpolitik, Rassismus, Kapitalismuskritik, Kriminalroman, Entfremdung, Werteverfall, Identifikationsfigur, soziale Ungleichheit
Die Arbeit untersucht die Gesellschafts- und Sozialkritik in ausgewählten Kriminalromanen von Henning Mankell, mit Fokus auf die Figur Kurt Wallander.
Die Schwerpunkte liegen auf den Krisen des schwedischen Modells, der Einwanderungspolitik, Rassismus, dem Werteverfall und den Auswirkungen der Globalisierung.
Die Arbeit fragt, ob Mankells Romane die gesellschaftlichen Probleme der 90er Jahre nachvollziehbar abbilden und ob diese Sozialkritik über das Unterhaltungsniveau des Krimigenres hinausgeht.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext in den Kontext zeitgenössischer gesellschaftlicher Debatten und soziologischer Forschung stellt.
Der Hauptteil analysiert die Romanreihe, die Rolle von Kurt Wallander als Identifikationsfigur sowie spezifische Motive wie Kapitalismuskritik und die globale Vernetzung.
Wichtige Begriffe sind Gesellschaftskritik, Globalisierung, Wohlfahrtsstaat, Entfremdung, Rassismus und das schwedische Modell.
Im Gegensatz zu hartgesottenen „Hard-boiled“-Detektiven ist Wallander ein Durchschnittsmensch, der mit persönlichen Schwächen, Krankheit und der Angst vor globalen Entwicklungen kämpft.
Ystad dient nicht nur als Kulisse, sondern spiegelt als geographischer Brennpunkt die Anbindung an Europa und die zunehmende Verwundbarkeit einer ehemals idyllischen Provinz wider.
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