Masterarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung und Problemstellung der Arbeit
1.2 Aufbau und Methodik
2. Theoretischer Teil
2.1 Der Begriff der Anerkennung
2.1.1 Wortgeschichte der Anerkennung
2.1.2 Definitionen
2.2 Bedeutung und Wirkung von Anerkennung und Kritik
2.3 Einfluss von Anerkennung auf Motivation und Leistung
2.4 Anerkennungs- und Fehlerkultur und deren Bedeutung für das Lernklima
2.5 Anerkennung in asymmetrischen Beziehungen
2.6 Intersubjektive Bedingungen von Anerkennung
2.7 Anerkennung geben und erfahren - Schwierigkeiten und Lösungen -
2.8 Forschungsfragen und Hypothesen
3. Methode / Untersuchungsdesign
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse Lehrende
4.1.1 Ergebnisse Lehrende zu Anerkennung und Leistung
4.1.2 Ergebnisse Lehrende Umsetzung Anerkennung
4.2 Ergebnisse Schülerinnen und Schüler
4.2.1 Ergebnisse Schülerinnen und Schüler Anerkennung erhalten
4.2.2 Ergebnisse Schülerinnen und Schüler Anerkennung annehmen
5. Diskussion / Fazit
Die Arbeit untersucht die Kluft zwischen dem Anspruch an Anerkennung als pädagogisches Element und der tatsächlichen Umsetzung im Unterrichtsalltag an Berufsschulen. Ziel ist es, den pädagogischen Gehalt von Anerkennung theoretisch zu beleuchten und empirisch zu prüfen, ob Anerkennung von Schülerinnen und Schülern an Vorbedingungen wie erbrachte Leistungen geknüpft wird und welche Schwierigkeiten Lehrende bei der bedingungslosen Umsetzung erleben.
1. Einleitung
Anerkennung, so ist zu vermuten, ist uns Menschen als Begriff bekannt, mit einer Be deutung behaftet und in irgendeiner Form und Ausprägung im Laufe des bisherigen Lebens auch begegnet. Anerkennung kann viele Formen annehmen, wie das Aner kennen von formeller Bildung, von Staaten oder von Status. Aber auch die rein materi elle Anerkennung ist möglich und natürlich die Anerkennung als Subjekt. Dies sind nur einige von vielen möglichen Bedeutungen rund um den Anerkennungsbegriff.
Der Wunsch nach Anerkennung begleitet uns ein Leben lang. Wird sie uns zuteil, bringt uns das weiter, wird sie uns vorenthalten, so kann sich das negativ auf unser Selbst auswirken. Wie viel Anerkennung wir erfahren, prägt also unser Leben. Aner kennung wahrzunehmen bedeutet Grundlage für eine positive Entwicklung des Selbst. Im Gegenzug nimmt fehlende Anerkennung Einfluss auf das Selbstwertgefühl und kann somit zu einer negativen Entwicklung beitragen.
Doch nicht nur für das Individuum ist Anerkennung bedeutsam. Anerkennung in sozia len Bezügen prägte und prägt die Menschheitsgeschichte weit darüber hinaus. Deut lich wird dies mit der Aussage von Müller-Commichau:
„Der Frankfurter Sozialphilosoph Axel Honneth vertritt in Anlehnung an Georg Friedrich Hegel die These, dass die meisten Kriege und gewalttätigen Auseinandersetzungen nur vordergründig dem Wunsch nach Landgewinnung oder nach religiös-politischer Dominanz galten, in Wahrheit aber darauf abzielten, dort Anerkennung zu erfahren, wo sie bislang versagt wurde.“ (Müller-Commichau 2014, S.19)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Anerkennung ein, erläutert deren Bedeutung für die menschliche Entwicklung und formuliert die Zielsetzung sowie die Problemstellung der Arbeit.
2. Theoretischer Teil: Dieser Abschnitt bietet einen umfassenden Überblick über den Begriff der Anerkennung, seine philosophischen Wurzeln, die Bedeutung für Motivation, das Lernklima und asymmetrische Beziehungen.
3. Methode / Untersuchungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen der webbasierten Untersuchung an Berufsschulen, einschließlich der Stichprobenauswahl und Datenerhebung, beschrieben.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven und induktiven Auswertungen der Befragung bei Lehrenden sowie Schülerinnen und Schülern bezüglich Anerkennung und Leistung.
5. Diskussion / Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen, bewertet die Hypothesen und diskutiert Empfehlungen für das pädagogische Handeln.
Anerkennung, Wertschätzung, Pädagogik, Berufsschule, Lernklima, Motivation, Leistung, Fehlerkultur, Asymmetrie, Selbstwertgefühl, Interaktion, Feedback, Lehrer-Schüler-Beziehung, Intersubjektivität, Bildungsauftrag
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem pädagogischen Gehalt von Anerkennung und der Frage, wie diese in der beruflichen Bildung umgesetzt wird.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Anerkennungsbegriffs, die Bedeutung von Lob und Kritik für das Lernklima sowie die Untersuchung von Leistungsanforderungen in diesem Prozess.
Das Ziel ist es, die vermutete Kluft zwischen dem Anspruch an Anerkennung als pädagogisches Ideal und der Wirklichkeit an Berufsschulen exemplarisch aufzuzeigen.
Es wurde eine webbasierte, quantitative Befragung von Lehrenden und Schülerinnen und Schülern durchgeführt, die mittels statistischer Verfahren (SPSS) ausgewertet wurde.
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund, die Bedeutung von Anerkennung im Bildungskontext sowie die empirischen Ergebnisse der Untersuchung dargestellt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Anerkennung, Wertschätzung, Pädagogik, Lernklima, Motivation und die Lehrer-Schüler-Interaktion.
Die empirische Analyse zeigt, dass Lehrende angeben, Anerkennung nicht primär von Leistungen abhängig zu machen, während Schülerinnen und Schüler bei sich selbst durchaus eine Verknüpfung zwischen Leistung und erhaltener Anerkennung wahrnehmen.
Der Autor betont, dass trotz der unvermeidbaren Asymmetrie in professionellen Bildungsbeziehungen, die Verantwortung für die Gestaltung einer positiven Anerkennungskultur primär bei den Lehrenden liegt.
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