Masterarbeit, 2016
89 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen und Einordnung in die Literatur
2.1 Definitionen
2.2 Ursachen von Währungskrisen
2.2.1 Staatsbankrott
2.2.2 Hyperinflation
2.2.3 Kriege
2.2.4 Politische Gründe
3 Ziele und Arten von Währungssystemen
3.1 Ziele und Zielkonflikte
3.2 Entwicklung von internationalen Währungssystemen
3.2.1 Goldstandard
3.2.2 Bretton-Woods-System
3.2.3 Europäisches Währungssystem (EWS) – Vorläufer der EWWU
3.2.4 Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)
3.3 Arten von aktuellen Währungssystemen
3.3.1 Feste Wechselkurse (Hard Pegs Regimes)
3.3.2 Flexible Wechselkurse (Floating exchange rate)
3.3.3 Mischformen
4 Währungssysteme: Ein historischer Abriss
4.1 Währungsreformen in Deutschland
4.1.1 Die Währungsreform 1923/24
4.1.2 Währungsreform 1948 – Analyse zweier Systeme
4.1.2.1 Währungsreform in der westlichen Besatzungszone
4.1.2.2 Währungsreform im sowjetischen Block
4.1.3 Währungsunion anlässlich der deutschen Wiedervereinigung 1990
4.2 Währungsreformen in Österreich
4.2.1 Die Währungsreform 1924/25
4.2.2 Der Währungsanschluss 1938
4.2.3 Die Währungsumstellung 1945
4.3 Weitere bedeutende Währungskrisen jüngerer Zeit
4.3.1 „Tequila-Krise“ in Mexiko 1994/95
4.3.2 Argentinien-Krise 1998-2002
4.3.3 Asienkrise 1997/98 am Beispiel Thailand
5 Griechenland und die Eurozone: Quo vadis?
5.1 Der Weg in die Europäische Währungsunion 2001
5.2 Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise ab 2008
5.3 Relevante Alternativszenarien und mögliche Folgen
5.4 Zwischen Insolvenz und Schuldenerlass
5.5 Historische Erfahrungen: Eine Vergleichsanalyse
5.5.1 Argentiniens „Tango-Krise“ 2001/02
5.5.2 Austritt Italiens aus dem EWS 1992
5.5.3 Aufspaltung der Tschechoslowakei 1993
6 Fazit & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, Ziele und Mechanismen von Währungsreformen anhand historischer Beispiele und setzt diese in Bezug zur aktuellen Staatsschuldenkrise in Griechenland. Ziel ist es, historische Erkenntnisse auf die gegenwärtige Euro-Krise anzuwenden, Szenarien für einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu evaluieren und die ökonomischen Folgen für das Land sowie die Europäische Union abzuschätzen.
4.1.2 Währungsreform 1948 – Analyse zweier Systeme
Im Unterschied zu jener Zeit nach dem Ersten Weltkrieg herrschte nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland eine verdeckte Inflation. Wie bei der offenen Inflation stehen auch hierbei die Güter- und die Geldmenge in einem Missverhältnis. Eine behördliche Preiskontrolle verhinderte jedoch, dass dies zu einer entsprechenden Preissteigerung führte. Daher war viel Geld im Umlauf, das zu den herrschenden niedrigen offiziellen Preisen von seinen Besitzern nicht ausgegeben werden konnte. Dies hatte zur Folge, dass zwangsweise gespart wurde, sodass sich ein Geldüberhang als Gegenstück zu der nicht mit Gütern abzudeckenden Übernachfrage bildete. Im Gegensatz zur Hyperinflation war in diesem Fall nur eine sehr geringe Geldumlaufgeschwindigkeit zu verzeichnen. Diese Situation ließ die Schwarzmärkte blühen, allerdings zu weit überhöhten Preisen.
Wenn man jedoch von der Währungsreform 1948 spricht, sollte man zunächst eine strikte Differenzierung zweier Modelle vornehmen. Die Währungsreform 1948 ist - bedingt durch zwei völlig konträr zueinander stehenden Wirtschaftsordnungen (Kapitalismus vs. Sozialismus) - gekennzeichnet durch zwei Währungsreformen im besetzten Deutschland. Wirtschaftsordnungen sind durch die herrschende Gesellschaftsordnung und damit durch verschiedenste kulturelle Entwicklungen geprägt. Dementsprechend zählen zu den idealtypischen Wirtschaftssystemen die freie Marktwirtschaft einerseits und die zentrale Planwirtschaft andererseits.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die geschichtliche Notwendigkeit von Währungsreformen nach Kriegen und Krisen sowie die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der aktuellen Euro-Krise.
2 Begriffsdefinitionen und Einordnung in die Literatur: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Währung, Währungssystem und Währungsunion und untersucht die Auslöser von Währungskrisen wie Staatsbankrott und Hyperinflation.
3 Ziele und Arten von Währungssystemen: Der theoretische Rahmen behandelt makroökonomische Ziele, das währungspolitische Trilemma sowie die Entwicklung internationaler Währungssysteme vom Goldstandard bis zur EWWU.
4 Währungssysteme: Ein historischer Abriss: Dieses Kapitel analysiert historische Währungsreformen in Deutschland und Österreich sowie bedeutende Krisen der 1990er Jahre wie die Tequila-Krise und die Asienkrise.
5 Griechenland und die Eurozone: Quo vadis?: Der Hauptteil widmet sich der griechischen Staatsschuldenkrise, vergleicht diese mit historischen Erfahrungen und evaluiert Szenarien für die Zukunft der Eurozone.
6 Fazit & Ausblick: Das Fazit zieht Bilanz aus der historischen Analyse und bewertet die ökonomische Sinnhaftigkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone.
Währungsreform, Währungssystem, Währungskrise, Eurozone, Griechenland, Staatsschuldenkrise, Inflation, Wechselkurs, Goldstandard, Bretton-Woods-System, Europäische Währungsunion, Geldpolitik, Finanzstabilität, Spekulation, Wirtschaftsordnung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Währungsreformen und Währungskrisen, um ein tieferes Verständnis für die aktuelle Euro-Krise in Griechenland zu gewinnen und mögliche Lösungswege zu diskutieren.
Die Arbeit deckt historische Währungsreformen in Deutschland und Österreich, internationale Währungssysteme, aktuelle Krisenphänomene sowie spezifische Szenarien für Griechenland ab.
Das Ziel ist es zu eruieren, welche historischen Krisenerfahrungen einen Vergleich mit der Situation in Griechenland zulassen und ob ein Austritt aus dem Euroraum ökonomisch sinnvoll wäre.
Es wird eine historisch-analytische Methode gewählt, die theoretische Grundlagen mit einer vergleichenden Fallstudienanalyse verbindet.
Der Hauptteil analysiert theoretische Währungsmodelle, bietet einen historischen Abriss verschiedener Reformen und führt einen Vergleich zwischen der aktuellen Krise Griechenlands und historischen Krisen wie der Asienkrise oder der argentinischen Krise durch.
Zentrale Begriffe sind Währungsreform, Währungskrise, Eurozone, Griechenland, Staatsschuldenkrise, Wechselkursstabilität und Geldpolitik.
Die argentinische Krise dient als wichtigstes historisches Fallbeispiel für eine Währungskrise, die Parallelen zur griechischen Situation aufweist, insbesondere in Bezug auf die Problematik fester Wechselkurse und darauffolgender Umschuldungen.
Dieser Fall dient als historisches Beispiel für eine organisatorische Währungstrennung, um Lehren für die technische Umsetzung eines potenziellen Austritts Griechenlands aus der Währungsunion zu ziehen.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ökonomisch nicht zielführend ist und sowohl für das Land als auch für die EU gravierende negative Folgen hätte.
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