Masterarbeit, 2015
89 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Die Ursprünge des Jakobinismus in der frühen Phase der Französischen Revolution
1.1 Der Einfluss der Jakobiner auf die Menschenrechtserklärung in der Verfassungsgebenden Nationalversammlung
1.2 Die Ziele und die Maßnahmen der Jakobiner bis zur Verfassung von 1791
1.3 Die Verbreitung der Klubs in Frankreich am Beispiel des Straßburger Jakobinerklubs
2. Die Strukturen in Mainz vor der Französischen Revolution
2.1 Die Reaktionen im Mainzer Kurstaat auf die Revolutionsgeschehnisse in Frankreich
2.2 Die Mainzer Lesegesellschaft als mögliche Vorgängerorganisation des Mainzer Jakobinerklubs
3. Der Ausbruch des Ersten Koalitionskriegs des Habsburgerreichs und Preußens gegen das revolutionäre Frankreich und die Folgen für das Kurfürstentum Mainz
3.1 Die Gründung der „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“
3.2 Die Ziele des Mainzer Jakobinerklubs in seinem ersten Monat
3.3 Die Statuten des Mainzer Jakobinerklubs
3.4 Die französischen Absichten und der Einfluss der Besatzungsmacht und der Straßburger Gesellschaft auf den Klub
4. Die Strategien für das Anwerben neuer Mitglieder und die Sozialstruktur des Klubs
4.1 Die Ziele des Georg Forster als führendes Mitglied
4.2 Der Werdegang des Mathias Metternich: Vom privilegierten Bauernsohn zum überzeugten Jakobiner
5. Die Eroberung Frankfurts durch die Preußen und ihre Auswirkungen auf Mainz und den Klub
5.1 Das Dezemberdekret und seine Folgen bis Ende Januar 1793
5.2 Die Mainzer Jakobiner in den Vorbereitungen zu den Wahlen im Februar und März 1793
5.3 Die Wahlen zu den Munizipalitäten und zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent
5.4 Die „Erneuerung“ des Klubs unter dem Einfluss der Ausrufung der Mainzer Republik und des Anschlusses an Frankreich
6. Konterrevolutionäre und Gegner des Jakobinismus in Mainz
6.1 Der Niedergang des „zweiten Mainzer Jakobinerklubs“ und des Jakobismus in der Zeit preußischen Belagerung
6.2 Der Werdegang der ehemaligen führenden Klubisten nach der Einnahme von Mainz durch die Preußen
Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Ziele und die Entwicklung des Mainzer Jakobinerklubs, der als erste revolutionäre Volksbewegung im deutschsprachigen Raum gilt. Dabei wird analysiert, welche expliziten Ziele die Mitglieder verfolgten, welche Rolle die französische Besatzungsmacht spielte und wie der Klub versuchte, die Bevölkerung für seine Anliegen zu gewinnen, bevor er schließlich unter dem Druck der preußischen Belagerung und interner Konflikte unterging.
Die Ziele und die Maßnahmen der Jakobiner bis zur Verfassung von 1791
Nach der Durchsetzung der Menschen- und Bürgerrechte waren die Abgeordneten der Nationalversammlung darum bemüht weitere wichtige Maßnahmen für die Ausarbeitung einer Verfassung zu treffen. Die Jakobinerbewegung trat für die Errichtung eines auf Volkssouveränität und Gewaltenteilung beruhenden bürgerlich-parlamentarischen Staates ein. Sie hatte die Ideen der Revolution mitgetragen und begrüßten jedweden Aufstand der Bevölkerung gegen die alte Ordnung. Die Anhänger des alten Regimes hatten den Jakobinismus schon in dieser frühen Phase der Revolution mit Fanatismus, Ausschreitungen und Gewalt gleichgesetzt. Obwohl die Jakobiner ihre Ziele auf reformistischem, friedlichem Weg erreichen wollten, lehnten sie die revolutionäre Gewalt nicht prinzipiell ab. Das Zentrum des Jakobinismus ging von Paris aus und konnte somit entscheidend auf die Nationalversammlung und die Revolution einwirken. Nach der Gründung des ersten Jakobinerklubs im Dezember 1789 traten diesem innerhalb weniger Wochen bereits mehrere hundert Personen bei. Diese mussten eine Aufnahmegebühr von zwölf Livres und einen Jahresbeitrag von 24 Livres zahlen. Obwohl die überwiegende Mehrheit der Mitglieder aus dem Bürgertum stammte, blieb anderen Schichten der Beitritt nicht verwehrt. Der Jakobinismus verbreitete sich rasch, indem es seit 1790 in ganz Frankreich zu Gründungen von Jakobinerklubs kam.
Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Französischen Revolution und deren Auswirkungen auf Deutschland ein, mit Fokus auf den Mainzer Jakobinerklub als erste revolutionäre Volksbewegung.
1. Die Ursprünge des Jakobinismus in der frühen Phase der Französischen Revolution: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Jakobinerbewegung in Frankreich und deren Rolle bei der Radikalisierung und den frühen Reformen der Revolution.
2. Die Strukturen in Mainz vor der Französischen Revolution: Hier werden die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im Mainzer Kurstaat untersucht, um das Umfeld vor Ankunft der französischen Revolutionstruppen zu verstehen.
3. Der Ausbruch des Ersten Koalitionskriegs des Habsburgerreichs und Preußens gegen das revolutionäre Frankreich und die Folgen für das Kurfürstentum Mainz: Dieses Kapitel behandelt die Besetzung von Mainz und die Bedingungen, die zur Gründung des ersten Jakobinerklubs auf deutschem Boden führten.
4. Die Strategien für das Anwerben neuer Mitglieder und die Sozialstruktur des Klubs: Die Untersuchung konzentriert sich auf die Rekrutierungsmethoden, die Publizistik zur Mobilisierung der Massen sowie die Zusammensetzung der Mitgliedschaft.
5. Die Eroberung Frankfurts durch die Preußen und ihre Auswirkungen auf Mainz und den Klub: Das Kapitel analysiert den Wendepunkt durch die preußische Rückeroberung Frankfurts und die zunehmenden Schwierigkeiten des Klubs, einschließlich des Einflusses des Dezemberdekrets.
6. Konterrevolutionäre und Gegner des Jakobinismus in Mainz: Hier werden die Gegenspieler der Jakobiner, die repressiven Maßnahmen der Besatzung und der endgültige Niedergang des Klubs unter preußischer Belagerung dargestellt.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die historische Bedeutung des Mainzer Jakobinerklubs als gescheiterten, aber gut organisierten ersten Versuch einer demokratischen Bewegung.
Französische Revolution, Mainzer Jakobinerklub, Jakobinismus, Georg Forster, Mathias Metternich, Aufklärung, Volkssouveränität, Erster Koalitionskrieg, Mainz, Kurfürstentum Mainz, Rheinisch-Deutscher Nationalkonvent, Dezemberdekret, Konterrevolution, Besatzungspolitik, Sozialstruktur
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Zielen, der Organisation und der historischen Entwicklung des Mainzer Jakobinerklubs von seiner Gründung im Jahr 1792 durch die französische Besatzungsmacht bis hin zu seinem Niedergang infolge der preußischen Belagerung 1793.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte des Jakobinismus in Frankreich, die sozialen und politischen Strukturen im Mainzer Kurstaat, die Mobilisierungsstrategien des Klubs (insbesondere durch Publizistik) und die Interaktion mit der französischen Besatzung.
Das Ziel ist es zu untersuchen, welche expliziten Ziele die Jakobiner in Mainz verfolgten, inwieweit diese in der Praxis umgesetzt werden konnten und warum die Bewegung trotz ihrer Bedeutung als erste revolutionäre Volksbewegung im deutschsprachigen Raum scheiterte.
Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, bei der primäre Dokumente wie Klubprotokolle, Zeitungsberichte (z. B. „Mainzer National-Zeitung“), Proklamationen und persönliche Korrespondenzen (u. a. von Georg Forster) herangezogen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorgeschichte in Frankreich und Mainz, die detaillierte Darstellung der Klubgründung, die Strategien zur Mitgliederwerbung, die Analyse der Sozialstruktur sowie die Beschreibung der zunehmenden Repressionen und des Niedergangs durch die Kriegsumstände.
Zu den prägenden Begriffen gehören Jakobinismus, Französische Revolution, Mainzer Jakobinerklub, Volkssouveränität, Aufklärung und Georg Forster.
Georg Forster war eine der prominentesten und einflussreichsten Persönlichkeiten des Klubs. Er war als Publizist und später als Klubpräsident maßgeblich an der ideologischen Ausrichtung sowie an den Verhandlungen über den Anschluss des linksrheinischen Gebiets an Frankreich beteiligt.
Die Reaktionen waren gespalten: Während das Bildungsbürgertum und einige Handwerker sich teilweise begeistern ließen, stieß die Politik des Klubs und die französische Besatzung insbesondere beim Handelsstand und in konfessionell geprägten Bevölkerungsschichten auf massiven Widerstand und konterrevolutionäre Tendenzen.
Die Arbeit analysiert diese Gesellschaft als mögliche, wenn auch nicht direkte Vorgängerinstitution des Jakobinerklubs, um zu klären, inwiefern intellektuelle Aufklärungsgesellschaften als institutionelle Vorstufen des Jakobinismus in Mainz dienen konnten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

