Doktorarbeit / Dissertation, 2011
187 Seiten, Note: 2,5
I. Einleitung
A. Problemstellung
B. Gang der Untersuchung
II. Theoretische Grundlagen der Wirtschaftsprüfung
A. Notwendigkeit einer Aufsicht
B. Konstituierung des Berufsbildes
1. Die wirtschaftliche Situation
2. Motive und Ziele der Interessenten
3. Politische Institutionen
4. Andere Interessensverbände
a) DIHT und die Handelskammern
b) Übrige Handelsorganisationen
c) Spitzenverbände des Handels
d) Banken und externe Kreditkontrolle
C. Berufsgründung als demokratisches Verfahren
D. Die Organisationen des Berufsstandes
1. Die Hauptst. für öffentl. Best. WP im DIHT
2. Gründung des Instituts der Wirtschaftsprüfer
III. Anspruch und Ausprägung aufsichtsrechtlicher Regelungen
A. Aufsichtsrecht als „werdendes“ Recht
1. Die grundsätzliche Problematik
2. Gesamtwirtschaftliche Ordnungsgrundsätze und einzelrechtliche Rücksichten
3. Aufsichtsrechtliche Unzulänglichkeiten
B. Die Bedeutung des Aufsichtsrechts
1. Die Reichsaufsicht (1917)
a) Beobachtungs- und Berichtigungsfunktion als die zwei wesentlichen Komponenten einer Aufsicht
b) Formen der Aufsicht
C. Das dogmatische Fundament der Aufsicht
1. Die Renaissance der Aufsicht
2. Der Aufsichtstatbestand
3. Die Lehre von den Grundsätzen
IV. Rechtliche Rahmenbedingungen der Berufsaufsicht
A. Der Zehn–Punkte Plan
1. Stärkung der Unabhängigkeit
a) Einschränkungen hinsichtlich der Tätigkeit
b) Erweiterte Haftung
c) Stärkung der Aufsicht
2. Enforcement
B. Gesetzespaket zur Reform des Berufsrechts
1. Öffentlicher Druck – Eine empirische Betrachtung
a) 2003 – „Verschärfte Regeln“
b) 2004 – „Wirtschaftsprüfer werden strenger überwacht“
c) 2005 - „Anlegerschutz wird verbessert“
d) 2006 – „Bilanzpolizei will alle DAX-Werte prüfen“
e) 2007 – „Ein Eid auf die Bilanz“
f) 2008 – „Amerika ordnet die Finanzaufsicht neu“
2. Sachverhalte oder das historische „Aufsichtsgedächtnis“
3. Gesetzliche Neuregelungen auf nationaler Ebene
a) Das Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG)
(1) Prüfungsbericht
(2) Corporate Governance Kodex
b) Bilanzkontrollgesetz (BilKoG)
(1) Erste Stufe des Enforcements
(2) Zweite Stufe des Enforcements
c) Bilanzreformgesetz (BilReG)
(1) Lageberichterstattung
(2) Ausschluss von Wirtschaftsprüfern bei Befangenheit
(3) Geplante Offenlegung der Prüfungshonorare
(4) Bestätigungsvermerk
d) Abschlussprüferaufsichtsgesetz (APAG) und Wirtschaftsprüferordnungs-Änderungsgesetz
(1) Neugestaltung der Berufsaufsicht und Qualitätskontrolle
(2) Abschlussprüferaufsichtskommission (APAK)
(3) Tätigkeitsschwerpunkte der APAK für 2008
(4) Vergleich mit der reformierten US-Berufsaufsicht
e) Berufsaufsichtsreformgesetz (BARefG) – Maßnahmen im Bereich der Berufsaufsicht
(1) Ausweitung der Ermittlungs- und Sanktionsmöglichkeiten der WPK (§§ 62, 62bWPO)
(2) Anlassunabhängige Sonderuntersuchungen (§62b WPO)
f) Referentenentwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG-E)
(1) Internationalisierung der Rechnungslegung
(2) Neue Schwellenwerte
(3) Bildung eines Prüfungsausschusses
4. Umsetzung von Europarecht
a) EU-Übernahmerichtlinie
b) Reformierte EU-Abschlussprüferrichtlinie
5. Der globale Aspekt des Wirtschaftstrafrechts
V. Wirtschaftsprüfung in der Zukunft – Herausforderungen Neuentwicklungen und Lösungsmöglichkeiten für den Berufsstand in der Europäischen Union
A. Finanzkrise - Konsequenzen für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer
B. Branche – Marktsituation / Bedeutung der Netzwerke / Konzentrationsproblematik und Lösungsvorschläge
C. Das Grünbuch: EU-Vorschläge für Wirtschaftsprüfer nach der Finanzkrise
D. Situation des Prüfungsmarktes
E. Künftige Anforderungen an die Ausbildung von Wirtschaftsprüfern und Möglichkeiten der Verbesserung der Qualifikation
F. Eid Moral und Berufsethos
VI. Thesenförmige Zusammenfassung
A. Globale Krisen durch Versagen
B. Kein neuer Sachverhalt
C. Qualität der Dienstleistung versus Marktversagen
D. Der Mensch im Mittelpunkt der Betrachtung
E .Anpassungsfähigkeit: Frühere Unzulänglichkeiten und Fehler als Lernchancen für die künftige Qualitätsverbesserung nutzen
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer, insbesondere im Kontext globaler Finanz- und Wirtschaftskrisen, und hinterfragt, ob die Selbstregulierung des Berufsstandes zur Wahrung der Interessen verschiedener Akteure sowie zur Sicherung der Qualität der Abschlussprüfung in komplexen Märkten noch ausreicht.
B. Konstituierung des Berufsbildes
Bezogen auf die Berufsinhalte und -aufgaben blickt der Berufstypus auf eine lange Tradition zurück, bis zu den Ursprüngen des Rechnungs- und Revisionswesen.51
Dabei definierten sich Sinn und Zweck des Betätigungsfeldes der Wirtschaftsprüfer über die wirtschaftliche Notwendigkeit im Rahmen der zunehmend arbeitsteiligen Wirtschaft.52 Konstituiert wurden die Grundlagen des neuen Berufsbildes durch die Ländervereinbarung vom 15. Dezember 1931,53 die letztlich den Kompromiss der Länderregierungen über die Ausgestaltung des neuen Berufes enthielten.54
Dieses erste Regelungswerk musste in seiner rudimentären Form noch durch die damalige Hauptstelle für öffentl. best. WP, die beteiligten Handelskammern und die Berufsorganisationen ausgebildet werden.55 Die Gesamtheit der formell-rechtlichen Vorschriften, Vereinbarungen und Konzeptionen verstanden sich als Reaktion auf die Unternehmenszusammenbrüche in der Weltwirtschaftskrise 1929.56
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert den Gang der Untersuchung im Kontext der Geschichte und Aufsicht des Berufsstandes.
II. Theoretische Grundlagen der Wirtschaftsprüfung: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit einer Aufsicht, die Entstehung des Berufsbildes unter dem Einfluss von Interessengruppen und die Rolle politischer Institutionen.
III. Anspruch und Ausprägung aufsichtsrechtlicher Regelungen: Hier werden die Grundsätze des Aufsichtsrechts, insbesondere die Lehren von Heinrich Triepel, sowie die historische Entwicklung und Problematik der Aufsicht erörtert.
IV. Rechtliche Rahmenbedingungen der Berufsaufsicht: Dieser Abschnitt analysiert das Gesetzespaket zur Reform des Berufsrechts, den Zehn-Punkte-Plan und verschiedene nationale Gesetzesänderungen bis hin zum BarRefG.
V. Wirtschaftsprüfung in der Zukunft – Herausforderungen Neuentwicklungen und Lösungsmöglichkeiten für den Berufsstand in der Europäischen Union: Das Kapitel widmet sich den aktuellen Herausforderungen infolge der Finanzkrise, der Marktsituation der "Big Four" und künftigen Anforderungen an Ausbildung und Ethik.
VI. Thesenförmige Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der zentralen Erkenntnisse zu Krisen, Qualitätsanforderungen und der Rolle des Menschen im Aufsichtssystem.
Wirtschaftsprüfer, Berufsaufsicht, Finanzkrise, Abschlussprüfung, Unabhängigkeit, Aufsichtsrecht, Selbstverwaltung, Kapitalmarkt, Rechnungslegung, Enforcement, Wirtschaftsstrafrecht, Berufsethos, Interessengruppen, Bilanzkontrolle, Qualitätskontrolle.
Die Arbeit analysiert die aufsichtsrechtliche Entwicklung des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer von den Anfängen in der Weltwirtschaftskrise 1929 bis zur Gegenwart, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Aufsicht zur Sicherung der Qualität und Unabhängigkeit.
Zentrale Themen sind die historische Konstituierung des Berufsbildes, der Anspruch und die Ausprägung aufsichtsrechtlicher Regeln, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Berufsaufsicht, die Marktsituation der Branche sowie künftige Herausforderungen an Ausbildung und Berufsethos.
Das primäre Ziel ist es zu verstehen, wie eine wirksame Aufsicht gestaltet sein muss, um das Vertrauen in die Kapitalmärkte zu sichern, Fehlentwicklungen zu vermeiden und den Berufsstand auf die Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft vorzubereiten.
Der Autor verwendet eine historische und analytische Methode, wobei er insbesondere auf die Lehren von Heinrich Triepel zum Aufsichtsrecht zurückgreift und diese auf die aktuelle Situation der Berufsaufsicht überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen (inklusive diverser Gesetzesreformen) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Marktsituation und den Herausforderungen für die Zukunft des Berufsstandes.
Wichtige Schlüsselwörter sind Wirtschaftsprüfer, Berufsaufsicht, Finanzkrise, Unabhängigkeit, Kapitalmarktregulierung und Berufsethos.
Sie gilt als Auslöser für die erstmalige umfassende Neuorientierung und Reform der Rechnungslegung sowie als "Geburtsstunde" der Pflichtrevision, da die damaligen Unternehmenszusammenbrüche das Versagen interner Kontrollmechanismen offenbarten.
Das Grünbuch aus dem Jahr 2010 enthält einen Katalog weitreichender Vorschläge zur EU-weiten Reform der Wirtschaftsprüfung, wie etwa die staatliche Vergabe von Prüfmandaten und eine regelmäßige Rotation, um die Unabhängigkeit der Prüfer zu stärken.
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