Diplomarbeit, 2004
45 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Motivation
1. Definition
2. Determinanten und ihre theoretischen Bezüge
a) Motive und die Maslowsche Bedürfnispyramide
b) Anreize und die Feldtheorie Lewins
c) Kognitive Prozesse und Weiners Attributionstheorie
3. Intrinsische und extrinsische Motivation
a) Intrinsische Motivation
b) Extrinsische Motivation
4. Leistungsmotiv und Leistungsmotivation
a) Definitionen
b) Gütemaßstab und Anspruchsniveau
c) Atkinsons Theorie der Leistungsmotivation
III. Legasthenie
1. Definition
2. Symptome
a) Lesestörungen
b) Rechtschreibstörungen
c) Vorausgehende oder begleitende Schwierigkeiten
IV. Förderkonzept nach C. Reuter-Liehr
1. Das Forschungsprojekt
2. Grundprinzipien
3. Rahmenbedingungen
V. Einflussflaktoren
1. Pubertät
2. Familie
3. Selbstwertgefühl und Emotionen
4. Motivation der Förderlehrer
VI. Fallbeispiel
VII. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Leistungsmotivation bei Schülern mit Legasthenie. Ziel ist es, theoretische Ansätze der Motivationsforschung auf die konkrete Situation der Legasthenieförderung anzuwenden und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte pädagogische Herangehensweise die Lernmotivation und das Selbstvertrauen der betroffenen Schüler gestärkt werden können.
b) Gütemaßstab und Anspruchsniveau
„Ziel des Leistungsmotivs (und der aktuellen Leistungsmotivation) ist der Erfolg bei der Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab“ (McClelland, Atkinson, Clark & Lowell, 1953 zitiert nach Edelmann 2000, S.253).
Bei der Bewältigung von Aufgaben setzt sich jeder Mensch ein individuelles Anspruchsniveau. Bedeutend ist dabei die „subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit“ (Edelmann 2000, S.253). Bei Aufgaben mit einem subjektiv zu geringen oder zu hohen Schwierigkeitsgrad kann kein Befriedigungsgefühl oder sogar Enttäuschung und Beschämung, somit also ein Misserfolgserlebnis, entstehen (vgl. Heckhausen 1973, S.95). Daher wählen Menschen in den meisten Fällen einen mittleren Schwierigkeitsgrad (realistisches Anspruchsniveau).
Jeder Mensch bewertet grundsätzlich seine eigenen Leistungen, was das Auftreten von Gefühlen begründet (vgl. Edelmann 2000, S.253). „Ein wesentlicher Impuls zum Leistungshandeln ist die Vorwegnahme der Gefühle von Stolz bei Erfolg und von Beschämung bei Misserfolg“ (Edelmann 2000, S.253).
I. Einleitung: Die Autorin legt dar, warum sie die Leistungsmotivation von Schülern in der Legasthenieförderung für einen zentralen Aspekt ihrer pädagogischen Arbeit hält.
II. Motivation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Motivation anhand von Definitionen, Motivarten, kognitiven Prozessen und Modellen wie der Maslowschen Bedürfnispyramide.
III. Legasthenie: Es erfolgt eine Definition der Legasthenie als Entwicklungsstörung sowie eine Übersicht der typischen Symptome im Lese- und Rechtschreibbereich.
IV. Förderkonzept nach C. Reuter-Liehr: Das Kapitel beschreibt das wissenschaftlich fundierte Förderkonzept, dessen Grundprinzipien und die notwendigen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Lernprozess.
V. Einflussflaktoren: Hier werden externe und interne Faktoren wie Pubertät, familiäre Situation, das Selbstwertgefühl der Kinder und die Rolle der Lehrkraft auf die Motivation analysiert.
VI. Fallbeispiel: Anhand eines Praxisbeispiels eines 13-jährigen Schülers wird der Prozess von der anfänglichen Motivationskrise bis zur erfolgreichen Förderung verdeutlicht.
VII. Schlusswort: Die Autorin zieht Bilanz und betont die Notwendigkeit, individuelle Bedürfnisse der Schüler in den Vordergrund zu stellen, um eine nachhaltige Förderung zu gewährleisten.
Leistungsmotivation, Legasthenie, Lernprozess, Selbstwertgefühl, Förderung, Reuter-Liehr, Pubertät, Attributionstheorie, Maslow, Schüler, Motivation, Erfolgserlebnis, Förderkonzept, Pädagogik, Lernmotivation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Rolle der Leistungsmotivation innerhalb der Legasthenieförderung und der Bedeutung einer positiven Lernumgebung.
Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation, die Merkmale der Legasthenie und die praktische Anwendung von Förderkonzepten unter Berücksichtigung individueller Einflussfaktoren.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie durch professionelle Förderung und das Verständnis motivationaler Zusammenhänge das Selbstvertrauen und der Lernerfolg legasthener Schüler gesteigert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse psychologischer Grundlagen sowie einer reflektierten Fallbeispielanalyse aus der eigenen beruflichen Praxis der Autorin.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Motivationsmodelle (z.B. von Maslow und Weiner) als auch spezifische Einflussfaktoren wie Pubertät, Familie und die pädagogische Beziehungsarbeit detailliert erörtert.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Leistungsmotivation, Legasthenie, Selbstwertgefühl, Förderkonzept, pädagogische Diagnostik und der Lernprozess.
Die Pubertät wird als kritische Lebensphase identifiziert, in der sich die Prioritäten der Jugendlichen verschieben, was die Förderung der Leistungsmotivation erschweren, aber auch als Chance zur Persönlichkeitsentwicklung nutzen kann.
Das Fallbeispiel dient als praktische Illustration dafür, wie durch eine gezielte Umstellung der Förderung – vom Gruppensetting zur Einzelförderung – eine motivierende Beziehung aufgebaut und der Lernerfolg des Schülers maßgeblich verbessert werden konnte.
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