Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung von Anreizsystemen
2.1. Prinzipal-Agenten-Problem
2.2. Arten von Informationsasymmetrien
2.3. Grundlagen der Motivationstheorie
2.4. Bedürfnispyramide nach A. Maslow
3. Anreizsysteme
3.1. Definition von Anreizsystemen
3.2. Bestandteile eines Anreizsystems
3.3. Funktionen von Anreizsystemen
3.4. Anforderungen an Anreizsysteme
4. Wertorientierte Vergütungsmodelle
4.1. Wertorientierte Entlohnung
4.1.1. Entlohnungskomponenten
4.1.2. Implementierung
4.1.3. Nutzen und Probleme aktienkursorientierter Systeme
4.1.4. Vergleich kennzahlenbasierter Bemessungsgrundlagen
4.2. Ausgestaltung der Vergütungselemente
4.2.1. Grenzen der Anreizsetzung durch ein Zielbonussystem
4.2.2. Erweiterung des Zielbonus durch eine Bonusbank
4.2.3. Potentiale und Schwächen aktienbasierter Entlohnung
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht kritisch gängige variable Vergütungselemente in Aktiengesellschaften, um aufzuzeigen, wie Unternehmen durch gezielte Anreize eine wertorientierte und langfristige Governance fördern können. Dabei werden sowohl geeignete Steuerungskennzahlen zur Performancemessung bewertet als auch Konzepte zur Gestaltung effektiver Anreizsysteme abgeleitet, die den Zielkonflikt zwischen Management und Eigentümern minimieren.
3.1. Definition von Anreizsystemen
Anreizsysteme unterscheiden sich in ihrer Definition in der Literatur. Die am häufigsten verwendete Definition von J. WILD beschreibt Anreizsysteme dabei als „[…]die Summe aller bewusst gestalteten Arbeitsbedingungen, die bestimmte Verhaltensweisen (durch positive Anreize, Belohnung etc.) verstärken, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens anderer dagegen mindern (negative Anreize, Strafen)…“.
Dies lässt die Betrachtung zu, dass sich Anreizsysteme als sehr allgemeine Konstrukte verstehen lassen, mitunter könnte eine ganze Unternehmung daher als Anreizsystem fungieren. Mit Hinblick auf den Schwerpunkt der Arbeit in der Ausgestaltung der Vergütungssysteme für Manager, soll die Definition etwas spezifiziert werden, um die Berücksichtigung der individuellen Interessen der Mitarbeiter zu betonen. Daher sollen Anreizsysteme im Rahmen dieser Betrachtung wie folgt definiert werden:
Anreizsysteme fixieren die Art und die Höhe von positiven (negativen) Anreizen, die als Folge einer (un)erwünschten Leistung des Betroffenen eintreten bzw. veranlasst werden und ein oder mehrere Motive des Betroffenen stimulieren. Die Selbstverwirklichungsmotive der Begünstigten können auf diese Weise im Sinne des Unternehmens instrumentalisiert und genutzt werden.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Trend zur wertorientierten Unternehmensführung und die Notwendigkeit von Anreizsystemen zur Angleichung der Interessen zwischen Management und Eigentümern.
2. Theoretische Fundierung von Anreizsystemen: Es werden die theoretischen Grundlagen wie das Prinzipal-Agenten-Problem, Informationsasymmetrien und motivationstheoretische Aspekte als Basis für Anreizstrukturen erörtert.
3. Anreizsysteme: Dieses Kapitel definiert Anreizsysteme, erläutert deren Bestandteile sowie Funktionen und leitet Anforderungen an eine effiziente Gestaltung ab.
4. Wertorientierte Vergütungsmodelle: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene Entlohnungskomponenten, vergleicht Kennzahlen und untersucht spezifische Instrumente wie Zielbonussysteme, Bonusbanken und aktienbasierte Vergütungsmodelle.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Eignung verschiedener Bemessungsgrundlagen zusammen und empfiehlt eine Kombination aus aktienkurs- und kennzahlenbasierter Vergütung zur Förderung wertorientierter Governance.
Anreizsysteme, Wertorientierte Unternehmensführung, Prinzipal-Agenten-Problem, Variable Vergütung, Aktienkurs, Economic Value Added, EVA, Zielbonus, Bonusbank, Aktienoptionen, Corporate Governance, Leistungsvergütung, Informationsasymmetrie, Personalretention, Shareholder Value.
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung und Bewertung von Anreizsystemen in Aktiengesellschaften, um eine wertorientierte Unternehmensführung zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung durch das Prinzipal-Agenten-Problem, verschiedene Vergütungsinstrumente sowie deren Eignung zur Messung und Steuerung langfristiger Unternehmenswerte.
Das Ziel ist es, kritisch zu beurteilen, wie Unternehmen durch gezielte, variable Anreizsetzung eine wertorientierte und langfristige Governance fördern können.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung sowie ein Vergleich verschiedener Erfolgskennzahlen und Vergütungselemente auf Basis der bestehenden Literatur zur Agency-Theorie und Corporate Governance.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Vergütungskomponenten, den Vergleich interner Kennzahlen (wie Gewinn oder EVA) gegenüber dem Aktienkurs sowie die detaillierte Ausgestaltung von Instrumenten wie Bonusbanken und Aktienoptionen.
Zu den Kernbegriffen zählen Wertorientierte Unternehmensführung, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Problem, Variable Vergütung und der Economic Value Added (EVA).
Der Gewinn ist manipulationsanfällig durch buchhalterische Maßnahmen und vernachlässigt das eingesetzte Kapital, was ihn für eine wertorientierte Anreizsetzung wenig geeignet macht.
Die Bonusbank dient der Mittelfristigkeit, um kurzfristige Fehlanreize zu vermeiden, das Handeln nachhaltig auszurichten und eine Verlustbeteiligung der Manager zu ermöglichen.
Sie stellt sicher, dass Manager nur dann eine Belohnung erhalten, wenn tatsächlich der Zielerreichungsgrad des Unternehmens und damit der Shareholder-Mehrwert gesteigert wurde.
Aktienoptionen bieten primär Gewinnbeteiligung ohne Verlustrisiko für den Inhaber, während Belegschaftsaktien den Mitarbeiter zum echten Miteigentümer machen und somit auch eine direkte Verlustbeteiligung beinhalten.
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