Masterarbeit, 2015
187 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Problemstellung
2 Erörterung von IP-Box-Regimen im Ausland
2.1 Definition von immateriellen Wirtschaftsgütern
2.2 Systematisierung von IP-Box-Regimen in Europa
2.2.1 Begünstigte Arten von immateriellen Wirtschaftsgütern
2.2.2 Sonstige Voraussetzungen
2.2.3 Steuersätze für Einkünfte aus immateriellen Wirtschaftsgütern
2.2.4 Begünstigte Einkunftsarten
2.2.5 Bemessungsgrundlage
2.3 Aktuelle politische Entwicklungen
2.3.1 Internationale Ebene
2.3.2 Deutschland
3 Investitionsmöglichkeiten in IP-Box-Regimen
3.1 Gestaltungsmöglichkeiten
3.1.1 Darstellung der Gestaltungsmöglichkeiten
3.1.2 Steuerliche Beurteilung der Geschäftsmodelle
3.2 Möglichkeiten der Einbringung immaterieller Wirtschaftsgüter
3.2.1 Darstellung der Einbringungsmöglichkeiten
3.2.2 Steuerliche Analyse der Einbringungsmöglichkeiten
3.3 Vergleichende Analyse möglicher Investitionsmöglichkeiten
3.3.1 Grundlagen für die vergleichende Analyse
3.3.2 Vergleichende Analyse
4 Schlussfolgerungen und thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die steuerlichen Planungsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen bei der Nutzung von IP-Box-Regimen im europäischen Ausland, um die Konzernsteuerquote zu mindern. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Geschäftsmodelle und Einbringungsmöglichkeiten steuerlich zu bewerten sind.
3.1.1 Darstellung der Gestaltungsmöglichkeiten
Für die Nutzung von IP-Box-Regimen bietet sich die Gründung einer Basiseinheit an, in welcher die immateriellen Wirtschaftsgüter des Konzerns gebündelt werden. Durch eine Bündelung der immateriellen Wirtschaftsgüter in einer Basiseinheit können neben den steuerlichen Aspekten auch weitere positive ökonomische Effekte beobachtet werden, wie z. B. eine umfangreichere Nutzung der immateriellen Wirtschaftsgüter im Konzern, ein geringeres Lohnniveau und eine effizientere Verwaltung. Daneben sind auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in möglichen Investitionsländern zu berücksichtigen, wenn immaterielle Wirtschaftsgüter dort angemeldet oder genutzt werden sollen. In der Regel werden solche Basiseinheiten als Kapitalgesellschaften gegründet, um Fragestellungen hinsichtlich der Betriebsstätten-Gewinnabgrenzung nach dem OECD AOA und der abkommensrechtlichen Behandlung von Personengesellschaften in grenzüberschreitenden Sachverhalten zu vermeiden. Kerngeschäft der Basisgesellschaften ist vorliegend die Verwertung von immateriellen Wirtschaftsgütern, weshalb im Folgenden von Verwertungsgesellschaften gesprochen wird.
Idealerweise unterliegt die Ausschüttung durch die Verwertungsgesellschaft an die Muttergesellschaft weder einer Quellenbesteuerung noch einer Besteuerung auf Ebene der Muttergesellschaft durch eine entsprechende Dividendenfreistellung. Im Verhältnis zu Deutschland behalten die vorgestellten Staaten keine Quellensteuern aus der Dividendenausschüttung ein und Deutschland stellt die Dividende nach § 8b Abs. 1, 5 KStG im Ergebnis zu 95 % steuerfrei. Soweit demnach die Muttergesellschaft in Deutschland ansässig ist, erfolgt eine Ausschüttung durch die Verwertungsgesellschaft größtenteils steuerfrei.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung durch die steigende Bedeutung immaterieller Wirtschaftsgüter und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.
2 Erörterung von IP-Box-Regimen im Ausland: Hier werden Definitionen sowie die Systematik der IP-Box-Regime in Europa hinsichtlich Begünstigungen, Steuersätzen und Bemessungsgrundlagen dargestellt und aktuelle politische Entwicklungen diskutiert.
3 Investitionsmöglichkeiten in IP-Box-Regimen: Das Kernkapitel analysiert verschiedene Geschäftsmodelle, Einbringungsstrategien sowie die Auswirkungen deutscher steuerlicher Vorschriften und führt eine vergleichende Analyse anhand von Fallgruppen durch.
4 Schlussfolgerungen und thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung systematisch zusammen.
IP-Box-Regime, Immaterielle Wirtschaftsgüter, Konzernsteuerquote, Verwertungsgesellschaft, Nexus-Ansatz, Hinzurechnungsbesteuerung, Außensteuergesetz, Lizenzmodell, Dienstleistungsmodell, Entrepreneurstruktur, Funktionsverlagerung, Doppelbesteuerungsabkommen, Steuerplanung, Konzernbesteuerung, Kapitalwertanalyse
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen durch die Nutzung ausländischer IP-Box-Regime ihre steuerliche Belastung senken können, indem sie immaterielle Wirtschaftsgüter strategisch verlagern.
Im Fokus stehen die verschiedenen europäischen IP-Box-Modelle, die steuerliche Einordnung von Geschäftsmodellen sowie die Herausforderungen durch deutsches Außensteuerrecht bei der Verlagerung von Funktionen.
Das primäre Ziel ist die Analyse bestehender Steuerplanungsalternativen mittels IP-Box-Regimen in Europa und die Identifikation vorteilhafter Gestaltungsmodelle für deutsche Konzerne.
Neben einer theoretischen Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen nutzt die Arbeit eine vergleichende quantitative Analyse, bei der vier spezifische Fallgruppen rechnerisch auf ihre steuerliche Vorteilhaftigkeit geprüft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rahmenbedingungen für IP-Box-Regime im Ausland, die Analyse konkreter Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Lizenz-, Dienstleistungs- und Entrepreneurmodelle) und die Quantifizierung der Ergebnisse durch Berechnungen.
Wichtige Begriffe sind IP-Box-Regime, Nexus-Ansatz, Funktionsverlagerung, Hinzurechnungsbesteuerung, immaterielle Wirtschaftsgüter und Konzernsteuerquote.
Der Nexus-Ansatz wird als aktuelles politisches Instrument diskutiert, das steuerliche Begünstigungen auf tatsächliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im jeweiligen Staat beschränken soll.
Die Modelle werden durch eine Kapitalwertanalyse verglichen, um die langfristigen Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote unter Berücksichtigung von Cashflows und steuerlichen Abzügen messbar zu machen.
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