Bachelorarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER HINTERGRUND UND EMPIRISCHE EVIDENZ
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.2 Empirische Evidenz
3 DATENANALYSE
3.1 Verwendete Daten
3.2 Methodik
3.3 Ergebnisse
4 EINORDNUNG DER ERGEBNISSE IN DEN THEORETISCHEN HINTERGRUND
5 DISKUSSION
6 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität in der Jugend und dem späteren Bildungsgrad sowie Qualifikationserwerb, basierend auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwiefern beeinflusst sportliche Aktivität den Bildungsgrad?“
2.1 Theoretischer Hintergrund
Ökonomische Datenanalysen im Bereich des Sports sind seit einigen Jahren sehr populär geworden (Sloane 2006) und es liegen viele Ansichten über Sport und dessen Effekte vor. Es gibt Ökonomen, die im Sport einen Zusammenhang mit dem späteren beruflichen Erfolg erkennen. Demgegenüber gibt es allerdings auch Wissenschaftler, die Sport als kontraproduktiv erachten.
Letztlich gibt es zwei in sich widersprüchliche Positionen. Auf der einen Seite wird Sport, insbesondere der Leistungssport, als zeitraubend empfunden. Dies wiederum hat zur Folge, dass weniger Zeit für die schulische und berufliche Ausbildung bleibt. Mc Knight et al. (2009) etwa fanden heraus, dass Sport sogar beruflichen Erfolg behindern kann. Sportler verlieren nach ihrem sportlichen Ruhestand an Selbstbewusstsein noch außerhalb des Sports erfolgreich zu sein (Mc Knight et al. 2009). Infolgedessen wird dadurch ein geringerer akademischer Bildungsgrad erlangt (Dewenter und Giessing 2015). Auf der anderen Seite jedoch wird argumentiert, dass durch die Ausübung von Leistungssport besondere Charaktereigenschaften ausgebildet werden oder verstärkt werden, die für eine Ausbildung oder eine berufliche Karriere außerhalb des Sports förderlich sein könnten (Dewenter und Giessing 2015).
Die Theorie „A theory of the allocation of time“ von Becker besagt, dass Individuen über ein beschränktes Maß an Zeit und Ressourcen verfügen. Dieses beschränkte Maß lässt Individuen nur ein bestimmtes Bündel an Tätigkeiten durchführen (Becker 1965). Des Weiteren deutet die Theorie auf wachsende Skaleneffekte hin: Je länger geübt oder eine Handlung wiederholt wird, desto besser wird die Leistung. Ein Mensch wird mit der Zeit in seinen Tätigkeiten schneller und effizienter. Wenn die Tätigkeiten auf ihren Wert hin betrachtet werden, dann würden die Kosten für die steigende Produktivität zwar gleich bleiben, aber es käme zu einem Zeitersparnis (Becker 1965).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Forschungsfrage und Vorstellung der Basisliteratur sowie der Methodik zur Analyse des Zusammenhangs von Sport und Bildung.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND UND EMPIRISCHE EVIDENZ: Darstellung ökonomischer Theorien (Zeitverwendung, Humankapital) und Zusammenfassung bisheriger Studien zur Korrelation zwischen sportlicher Aktivität und Ausbildungserfolg.
3 DATENANALYSE: Beschreibung der SOEP-Datengrundlage, der variablen Definitionen und der statistischen Regressionsmodelle, gefolgt von der Präsentation der Ergebnisse.
4 EINORDNUNG DER ERGEBNISSE IN DEN THEORETISCHEN HINTERGRUND: Diskussion der empirischen Befunde im Kontext der in Kapitel 2 vorgestellten Theorien und Vergleich mit bestehender Literatur.
5 DISKUSSION: Reflexion der Ergebnisse unter Einbeziehung gesundheitlicher Aspekte, Übertragbarkeit auf den Arbeitsmarkt und Empfehlungen für bildungspolitische Maßnahmen.
6 FAZIT: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerung zur Bedeutung der Sportförderung für den Qualifikationserwerb.
Sport, Bildungsgrad, Qualifikationserwerb, Sozio-ökonomisches Panel, SOEP, Humankapitaltheorie, Productive Consumption, Regression, Arbeitsmarkt, Akademischer Abschluss, Ausbildung, Freizeitverhalten, Charakterbildung, Sozialkapital, STATA
Die Arbeit untersucht, ob sportliche Aktivitäten in der Jugend einen messbaren Einfluss auf den späteren Bildungsabschluss oder die berufliche Ausbildung haben.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Analyse des Zusammenhangs zwischen Sport, individueller Leistung und der Bedeutung von Bildungsgraden.
Das Ziel ist es, evidenzbasiert zu prüfen, ob Sport als Faktor für einen erfolgreicheren Qualifikationserwerb identifiziert werden kann.
Es werden Daten des SOEP genutzt und mittels linearer Einfach- sowie Mehrfachregression in der Statistiksoftware STATA ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Datenanalyse und eine Einordnung der Resultate in bestehende wirtschaftswissenschaftliche Konzepte.
Die Arbeit fokussiert sich stark auf Begriffe wie Humankapital, Productive Consumption, sportliche Prävention und den akademischen Bildungsgrad.
Sie dient als wichtige Kontrollvariable, um andere Freizeitaktivitäten neben dem Sport zu berücksichtigen und deren Einfluss auf den Bildungserfolg zu isolieren.
Ein wesentliches Problem ist, dass der Datensatz keine Informationen über die tatsächliche Zeitdauer des ausgeübten Sports enthält, was eine noch präzisere Analyse erschwert.
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