Bachelorarbeit, 2015
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Stand der Technik
2.1 Photopolymere
2.1.1 Photopolymerisation
2.1.2 Anwendung
2.2 3D-Druck
2.2.1 Geschichte des 3D-Druck
2.2.2 Stereolithographie
2.2.3 DLP – Weiterentwicklung der Stereolithographie
2.2.4 Ausblick
3 Material und Methoden
3.1 Material
3.1.1 Bisphenol A Dimethacrylat
3.1.2 Vergleich Bis-A-DMA mit gängigen Kunststoffen
3.1.3 Medien
3.2 Vorversuche
3.2.1 Temperatur
3.2.2 Prüfzeitraum
3.2.3 Trocknungsparameter
3.2.4 Konditionierung
3.3 Charakterisierung Ausgangsmaterial
3.3.1 Gewicht
3.3.2 Optische Analyse
3.3.3 Mechanische Analyse
3.3.4 Immersionsversuch
4 Ergebnisse
4.1 Grundkennwerte der mechanischen Festigkeit
4.1.1 Grundkennwerte des GR-10 Harz
4.2 Einfluss der Einlagerung auf die mechanischen Kennwerte
4.2.1 Echtzeitabbauprüfung
4.2.2 Beschleunigte Abbauprüfung
4.3 Einfluss der Einlagerung auf die Oberflächenbeschaffenheit
4.3.1 Kontaktwinkelmessung
4.3.2 Mikroskopische Analyse
4.4 Einfluss der Einlagerung auf die chemische Beständigkeit
4.4.1 Massenverlust durch Einlagerung
4.4.2 Medienaufnahme nach Einlagerung
5 Diskussion
5.1 Einfluss der Einlagerung auf die mechanischen Kennwerte
5.2 Einfluss der Einlagerung auf die Oberflächenmorphologie
5.3 Einfluss der Einlagerung auf die chemische Beständigkeit
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Degradierungsverhalten eines neuartigen Photopolymers auf Basis von Bisphenol A Dimethacrylat (Bis-DMA) im Kontext von 3D-Druckanwendungen zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sich das Material bei Einlagerung in verschiedenen Medien (VE-Wasser, SBF, Ethanol) mechanisch und morphologisch verändert, um Rückschlüsse auf die langfristige Stabilität und potenzielle Biokompatibilität ziehen zu können.
2.2.3 DLP – Weiterentwicklung der Stereolithographie
Das Bildprojektionsverfahren basiert auf der, von Texas Instruments entwickelte, DLP Projektionstechnik. Das Prinzip des DLP ist in Abbildung 3 grafisch dargestellt.
Herzstück dieser Technologie ist ein, von Dr. Larry Hornbeck 1987 entwickelter, optischer Halbleiter. Dieses digital mirror device (DMD) besteht aus bis zu 8 Millionen schwenkbarer Mikrospiegeln, die einzeln ansteuerbar sind und diese erzeugen ein digitales Bild. Für jeden Bildpunkt wird ein Mikrospiegel verwendet, der nur zwei Zustände, nämlich Ein und Aus, kennt. Diese Mikrospiegel werden bis zu 10000-mal in der Sekunde ein- und ausgeschaltet. Dadurch entsteht ein hochauflösendes und kontrastreiches Bild. Wie bei der Stereolithographie wird aus einem flüssigen Polymerbad das Bauteil generiert. Unterschied ist, dass eine komplette Schicht projiziert und ausgehärtet wird. Nach der Aushärtung wird um einen Betrag, der der Schichtdicke entspricht, das Bauteil hochgefahren. Auch die Anordnung der Projektion ist umgekehrt als zur Stereolithographie. Das Bauteil wird kopfüber generiert, dadurch benötigt man keiner Wischer, da der Werkstoff durch den, nach der Aushärtung, vorhandenen Unterdruck, homogen nachfließen kann.
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz von Photopolymeren im 3D-Druck und stellt die Forschungsfrage zur Degradation und Biokompatibilität von Bisphenol A Dimethacrylat dar.
2 Stand der Technik: Hier werden die Grundlagen der Photopolymerisation, gängige 3D-Druckverfahren wie Stereolithographie und DLP sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in der Medizintechnik beschrieben.
3 Material und Methoden: In diesem Kapitel werden das verwendete Photopolymer, die gewählten Testmedien, der experimentelle Aufbau für die Vorversuche, die Trocknungs- und Konditionierungsparameter sowie die Analyseverfahren (Zugversuch, Mikroskopie) detailliert dargelegt.
4 Ergebnisse: Dieser umfangreiche Teil präsentiert die mechanischen Kennwerte, den Einfluss der Einlagerung auf die Oberflächenbeschaffenheit und die chemische Beständigkeit anhand zahlreicher Diagramme und Versuchsreihen.
5 Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden hier kritisch analysiert, interpretiert und in den Kontext bestehender wissenschaftlicher Studien zur Materialdegradation eingeordnet.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zum Degradierungsverhalten zusammen und gibt Empfehlungen für weiterführende Forschungsansätze und Materialoptimierungen.
Photopolymere, 3D-Druck, Bisphenol A Dimethacrylat, Bis-DMA, Degradierung, Mechanische Kennwerte, Elastizitätsmodul, Zugfestigkeit, Bruchdehnung, SBF, Medienaufnahme, Kontaktwinkel, REM, Oberflächenmorphologie, Biokompatibilität
Die Arbeit untersucht das Degradierungsverhalten eines Photopolymers auf Bis-DMA-Basis, das für 3D-Druckanwendungen, insbesondere in der Medizintechnik, eingesetzt wird.
Die Arbeit deckt die Bereiche Photopolymerisation, additive Fertigungsverfahren, mechanische Werkstoffprüfung sowie die chemische Beständigkeit bei verschiedenen Milieueinflüssen ab.
Das Hauptziel ist es, zu verstehen, wie das Material unter körperähnlichen Bedingungen (z.B. SBF) oder oralen Milieus (Ethanol) altert und wie sich diese Prozesse auf die Stabilität auswirken.
Zur Anwendung kommen Zugversuche zur mechanischen Analyse, REM-Aufnahmen zur Oberflächenuntersuchung, Kontaktwinkelmessungen zur Benetzungsanalyse sowie Massenverlustbestimmungen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Vorversuchen zur Parametrierung, der Charakterisierung des Ausgangsmaterials und der umfassenden Darstellung der Ergebnisse aus verschiedenen Einlagerungsszenarien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Photopolymere, Bis-DMA, 3D-Druck, mechanische Festigkeit, Degradation und die Beständigkeit gegenüber verschiedenen flüssigen Medien.
Während das Material gegen VE-Wasser und SBF eine gute Stabilität zeigt, führt Ethanol bei höheren Temperaturen zu Rissbildungen und einer signifikanten Verschlechterung der mechanischen Kennwerte.
Die Untersuchungen deuten darauf hin, dass die mechanischen Eigenschaften durch nachträgliche Polymerisation bei Wärme und Einlagerung in Medien verstärkt werden können.
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