Masterarbeit, 2010
103 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Lesen und Medienumgang in der Schule
2.1. Der Kompetenzbereich „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ im Kerncurriculum und in den Bildungsstandards
2.2. Sozialisation und Kompetenzerwerb
2.2.1. Literarische Sozialisation
2.2.2. Kompetenzen im Deutschunterricht
2.2.2.1. Was sind Kompetenzen?
2.2.2.2. Lesekompetenz
2.2.2.3. Literarische Kompetenz
2.2.2.4. Medienkompetenz
2.2.2.5. Das Zusammenspiel von Lesekompetenz, literarischer Kompetenz und Medienkompetenz
3. Roman und Film im Deutschunterricht
3.1. Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht
3.2. Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht als Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz des Lese-Film-Tagebuchs
3.3. Ästhetisches Lernen im Literaturunterricht
3.4. Das Lesetagebuch als lesedidaktischer Ansatz im Deutschunterricht
3.5. Abgrenzung des Begriffs Lesetagebuch vom gewöhnlichen Tagebuch
3.5.1. Zum Begriff des privaten Tagebuchs
3.5.2. Zum Begriff des Lesetagebuchs
3.6. Ein Lese-Film-Tagebuch – Was ist das?
3.7. Zum Verhältnis von Buch und Film
3.8. Der Kinderfilm im Deutschunterricht
3.8.1. Ein Strukturmodell zum unterrichtlichen Einsatz literarischer Kinderfilme
3.8.2. Was Kinder von Filmen erwarten
3.9. Didaktisch-methodische Konsequenzen des Lese-Film-Tagebuchs
3.10. Weitere Möglichkeiten von Medienkombinationen
4. Vorstellung und Analyse des Romans „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke
4.1. Die Autorin
4.2. Entstehungsgeschichte des Romans
4.3. Inhaltsangabe
4.4. Einige wichtige Charaktere
4.4.1. Prosper und Bonifazius
4.4.2. Scipio, der „Herr der Diebe“
4.4.3. Riccio, Mosca und Wespe
4.4.4. Victor Getz und Ida Spavento
4.5. Einordnung des Buches in eine literarische Gattung
4.6. Formale und erzähltheoretische Aspekte
5. Vorstellung und Analyse des Films „Herr der Diebe“
5.1. Allgemeine Informationen zum Film
5.2. Filmkritiken
5.3. Analyse einiger ausgewählter Filmszenen
5.3.1. Szene 1: Prospers Flucht aus dem Waisenhaus – Beobachtung der Mimik
5.3.2. Szene 2: Bo sieht, wie sich der steinerne Wassermann bewegt – Fantastische Elemente im Film
5.3.3. Szene 3: Zwei Hunde verfolgen Prosper und Scipio auf der Isola Segreta – Die Wirkung der Kameraführung
6. Vorstellung und Analyse des Lese-Film-Tagebuchs „Herr der Diebe“
6.1. Möglichkeiten der Anwendung des Lese-Film-Tagebuchs im Unterricht
6.2. Verschiedene Auseinandersetzungsweisen
6.3. Erläuterung und Analyse der Aufgaben des Lese-Film-Tagebuchs
6.4. Einordnung der Aufgaben in die verschiedenen Auseinandersetzungsweisen
6.5. Die Verteilung der Aufgabentypen
7. Reflexion und Fazit
8. Anhang
Die Arbeit untersucht das Potenzial des „Lese-Film-Tagebuchs“ als innovative Methode zur Leseförderung im Deutschunterricht. Das primäre Ziel ist es, ein medienkombinatorisches Unterrichtskonzept zu entwickeln und theoretisch zu begründen, das Schüler durch die Verbindung von Kinderbuchlektüre und Filmrezeption zu einem kompetenteren und motivierteren Umgang mit Literatur und Medien befähigt.
Die zentrale Hypothese, die dieser Arbeit zu Grunde liegt
Die zentrale Hypothese, die dieser Arbeit zu Grunde liegt, lautet: Das Lese-Film-Tagebuch ist eine geeignete Methode, um Schüler an genussvolles und kompetentes Bücherlesen und Filmschauen heranzuführen und bereits vorhandene lese- und medienspezifische Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Diese Arbeit ist zudem eine Antwort auf die Aussage Michael Sahrs, die zu Beginn zitiert wurde: „Was immer noch fehlt, ist eine ‚Didaktik des literarischen Kinderfilms, die neben einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Funktionen und den Einsatz literarischer Kinderfilme vor allem Strukturmodelle für den kombinierten Einsatz von Kinderbuch und Kinderfilm […] enthalten müßte.“ Dieses Zitat stammt zwar bereits aus dem Jahre 1997, ist jedoch nach wie vor aktuell, da der Deutschunterricht noch immer dazu neigt, die Printmedien in den Vordergrund zu rücken – häufig, ohne das Potential zu nutzen, dass in einer Einbeziehung des Mediums Film liegen kann.
Ziel der Arbeit soll es daher sein, mit dem Lese-Film-Tagebuch ein Beispiel dafür zu geben, wie der Umgang mit Literatur und ein Heranführen an die Wahrnehmung der Ästhetik und des Genussmittels Buch durch eine zusätzliche Filmrezeption erfolgreich sein kann. Weiterhin soll die Arbeit die schulische Lese- und Kompetenzförderung durch den Einsatz von Kinder- und Jugendliteratur in Verbindung mit der entsprechenden Verfilmung durch Bezüge zum Kerncurriculum und den Bildungsstandards begründen, und darlegen, warum eine solche Förderung notwendig und sinnvoll ist.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit der Leseförderung durch Medienkombination und stellt die zentrale Hypothese zum Lese-Film-Tagebuch vor.
2. Lesen und Medienumgang in der Schule: Es werden die theoretischen Grundlagen zur literarischen Sozialisation und zum Kompetenzerwerb im Deutschunterricht unter Berücksichtigung der Bildungsstandards erörtert.
3. Roman und Film im Deutschunterricht: Dieses Kapitel verknüpft Kinder- und Jugendliteratur mit handlungsorientiertem Unterricht, definiert das Lese-Film-Tagebuch und diskutiert das Verhältnis von Buch und Film.
4. Vorstellung und Analyse des Romans „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke: Es folgt eine inhaltliche und erzähltheoretische Vorstellung des Romans, inklusive der Charakterisierung der Hauptfiguren.
5. Vorstellung und Analyse des Films „Herr der Diebe“: Das Kapitel bietet eine mediale Analyse der Verfilmung, inklusive Filmkritiken und einer detaillierten Untersuchung ausgewählter Schlüsselszenen.
6. Vorstellung und Analyse des Lese-Film-Tagebuchs „Herr der Diebe“: Die praktische Anwendung und die methodische Zuordnung der Tagebuchaufgaben werden hier ausführlich analysiert.
7. Reflexion und Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und bestätigt die Eignung des Lese-Film-Tagebuchs als Methode für den modernen Literaturunterricht.
Leseförderung, Lese-Film-Tagebuch, Kinderliteratur, Literaturdidaktik, Medienkompetenz, Lesekompetenz, Literarische Sozialisation, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Herr der Diebe, Cornelia Funke, Medienkombination, Ästhetisches Lernen, Filmanalyse, Literaturverfilmung, Unterrichtskonzept.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Leseförderung in der Schule durch die Kombination von Kinderbüchern und deren Verfilmungen, konkret umgesetzt in Form eines Lese-Film-Tagebuchs.
Die Schwerpunkte liegen auf der literarischen Sozialisation von Schülern, der Entwicklung von Lese-, Literatur- und Medienkompetenz sowie der Verknüpfung dieser mit einem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht.
Ziel ist es, ein innovatives Unterrichtskonzept (das Lese-Film-Tagebuch) zu präsentieren, das Schülern durch die Kombination von Roman und Film einen motivierenden Zugang zur Literatur bietet.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die didaktische Konzepte (z. B. nach Ingrid Hintz und Michael Sahr) mit der Analyse eines konkreten Werkes (Cornelia Funkes „Herr der Diebe“) verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse von Buch und Film sowie die detaillierte Vorstellung und Auswertung der Aufgaben des Lese-Film-Tagebuchs.
Wesentliche Begriffe sind Leseförderung, Lese-Film-Tagebuch, Literarische Sozialisation, Medienkompetenz und handlungsorientierter Unterricht.
Das Konzept ist zwar allgemein formuliert, eignet sich jedoch aufgrund seiner Aufbereitung besonders gut für Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 6.
Die innovative Neuerung liegt in der gezielten Integration des Mediums Film, wodurch die Schüler nicht nur das Buch, sondern auch die Verfilmung als eigenständiges ästhetisches Produkt produktiv verarbeiten.
Die Autorin betont, dass die Lektüre des Buches vorab erfolgen sollte, um die Spannung zu erhalten und zu verhindern, dass die Vorstellungskraft durch die filmische Umsetzung vorweggenommen wird.
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