Masterarbeit, 2015
99 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Hypothese
1.2 Forschungsstand und Relevanz der Fragestellung
1.3 Definition von Demokratieförderung und Governance
1.3.1 Demokratieförderung
1.3.2 Governance
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Nachbarschaftspolitik als Element der Demokratieförderung
2.1 Das Modell der transnationalen Governance
2.2 Einordnung des Modells der transnationalen Governance
3. Forschungsdesign
3.1 Operationalisierung der Variablen
3.1.1 Operationalisierung der abhängigen Variable
3.1.2 Operationalisierung der unabhängigen Variable
3.2 Fallauswahl
3.3 Wirkungsmechanismen und –beobachtung
4. Europäische Nachbarschaftspolitik als Demokratisierungsinstrument
4.1 Grundzüge der Europäischen Nachbarschaftspolitik
4.2 Ausprägung der Europäischen Nachbarschaftspolitik in Bezug auf Osteuropa
5. Entwicklungspfad der Partnerschaft zwischen der EU und der Ukraine im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik
6. Empirische Entwicklung der demokratischen Governance in der Ukraine
6.1 Transformationen messen - Der Bertelsmann-Transformationsindex
6.2 Partizipation
6.2.1 Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit
6.2.2 Zivilgesellschaftliche Beteiligung
6.3 Verantwortlichkeit
6.3.1 Ahndung von Amtsmissbrauch
6.3.2 Effiziente Ressourcennutzung
6.4 Transparenz
6.4.1 Presse- und Meinungsfreiheit
6.4.2 Antikorruptionspolitik
7. Synthese der Untersuchungsergebnisse
7.1 Zusammenhänge zwischen ENP-Initiativen und der Entwicklung der ukrainischen demokratischen Governance
7.2 Einfluss intervenierender Variablen
7.2.1 Russlands Einflusssphäre im postsowjetischen Raum
7.2.2 Ukrainische Hemmnisse demokratischer Reformen
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) zur Förderung der demokratischen Governance in der Ukraine beigetragen hat, wobei der Fokus auf den Dimensionen Partizipation, Verantwortlichkeit und Transparenz liegt.
1.1 Fragestellung und Hypothese
Nach der Orangenen Revolution 2004 stiegen die Erwartungen an eine demokratische Konsolidierung der Ukraine, die sich jedoch mit vielfältigen Hindernissen auseinandersetzen musste. Knapp zehn Jahre später konnte die Ukraine keine vollständige Konsolidierung vorweisen. Spätestens im Herbst 2013 wurde dies durch die dramatische politische Lage in der ehemaligen Sowjetrepublik offenkundig. Die Weigerung des ehemaligen Präsidenten Viktor Janukovič zur Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union (EU), mobilisierte hunderttausende Menschen, um auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz ihren friedlichen Protest gegen diese Entscheidung zu bekunden. Die gewaltsame Eskalation des sogenannten Euro-Maidans im Februar 2014 kostete mehr als hundert Menschen das Leben. Nach der Flucht Janukovičs folgte der politische Umsturz. Im Mai wurde Petro Porošenko zum neuen Präsidenten gewählt. Porošenko setzt sich mit dem Ziel einer EU-Integration und Aufnahme in die NATO für einen strategischen Politikwechsel ein.
Externe Akteure versuchen den langwierigen Transformationsprozess der Ukraine zu beeinflussen. Die EU engagiert sich dabei mit Maßnahmen zur Demokratieförderung, die demokratische Reformen unterstützen und die Heranführung der Ukraine an die Werte und Normen der EU erzielen sollen.
„Wenn man die Ukraine trennen will, dann muss man von Sprache und Geschichte sprechen, wenn man sie einen will, dann muss man von Modernisierung, Reformen, Korruptionsbekämpfung und Rechtssicherheit sprechen.“ (Schmid, 2015, S. 5f)
In dieser Arbeit erfolgt eine Fokussierung auf die letztgenannten Schlagworte – Modernisierung, Reformen, Korruptionsbekämpfung und Rechtssicherheit. Die Entwicklung der demokratischen Governance der Ukraine zwischen 2006 und 2014 steht im Mittelpunkt dieser Analyse.
1. Einleitung: Stellt die politische Ausgangslage der Ukraine dar, formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der ENP auf die demokratische Governance und definiert die Hypothese.
2. Nachbarschaftspolitik als Element der Demokratieförderung: Erläutert das theoretische Konzept der transnationalen Governance als Ansatz zur Erfassung externer Demokratisierungsprozesse.
3. Forschungsdesign: Beschreibt die Operationalisierung der Variablen, die Fallauswahl (Ukraine, Moldawien, Georgien) und die Wirkungsmechanismen der Untersuchung.
4. Europäische Nachbarschaftspolitik als Demokratisierungsinstrument: Detailliert die Grundzüge und Schwerpunkte der ENP sowie deren spezifische Ausprägung für Osteuropa.
5. Entwicklungspfad der Partnerschaft zwischen der EU und der Ukraine im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik: Analysiert die finanziellen Förderinstrumente und Prioritäten der EU-Unterstützung für die Ukraine.
6. Empirische Entwicklung der demokratischen Governance in der Ukraine: Wertet die BTI-Indikatoren in den Bereichen Partizipation, Verantwortlichkeit und Transparenz aus.
7. Synthese der Untersuchungsergebnisse: Führt die empirischen Ergebnisse zusammen, vergleicht sie mit den Nachbarstaaten und analysiert intervenierende Variablen.
8. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und widerlegt die Hypothese, da keine positive Entwicklung durch ENP-Maßnahmen im Beobachtungszeitraum messbar war.
Ukraine, Europäische Nachbarschaftspolitik, ENP, Demokratieförderung, Demokratische Governance, Bertelsmann Transformationsindex, BTI, Transformation, Europäisierung, Partizipation, Verantwortlichkeit, Transparenz, Konditionalität, Externe Akteure, politische Instabilität
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) auf die demokratische Entwicklung der Ukraine im Zeitraum von 2006 bis 2014 hatte.
Die zentralen Themen sind die Wirksamkeit externer Demokratieförderung, das Konzept der demokratischen Governance und die Transformationsprozesse in post-sowjetischen Staaten.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern konnte die Europäische Nachbarschaftspolitik eine Förderung der demokratischen Governance hinsichtlich Partizipation, Verantwortlichkeit und Transparenz in der Ukraine erreichen?
Die Arbeit nutzt eine Sekundäranalyse qualitativer Daten des Bertelsmann-Transformationsindex (BTI) im Rahmen eines Most-Similar-Systems-Designs zum Vergleich von Fallbeispielen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der transnationalen Governance, die Operationalisierung der Variablen, die detaillierte Darstellung der ENP sowie eine empirische Auswertung der demokratischen Entwicklung der Ukraine anhand ausgewählter Indikatoren.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Ukraine, ENP, Demokratieförderung, Governance, BTI, Transformation, Konditionalität und politische Instabilität.
Russland agiert als intervenierende Variable, die durch politischen und wirtschaftlichen Druck (z.B. bei Gaspreisen) und die Förderung einer multivektoralen Außenpolitik die demokratische Konsolidierung und EU-Annäherung der Ukraine erschwert.
Die Ukraine zeigt eine Stagnation oder Rückentwicklung bei den BTI-Indikatoren, was die Arbeit auf interne politische Instabilität, den Mangel an politischem Reformwillen und den Einfluss externer Störfaktoren zurückführt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

