Bachelorarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Methodik und Stand der Forschung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Geschichtlicher Hintergrund
2.1 Von der Kolonialisierung 1652 bis zum Beginn der Apartheid 1948
2.2 Die Apartheid
2.3 Der Übergang von der Apartheid zur Demokratie
3. Die Regenbogennation: Chancengleichheit oder soziale Ungerechtigkeit?
3.1 A Theory of Justice nach John Rawls
3.2 Gleiche Bildung für alle? Das Bildungssystem im neuen Südafrika
3.2.1 Schularten im Demokratischen Südafrika
3.2.2. Gute Bildung nur für Weiße? Chancengleichheit an Südafrikas Schulen
3.2.3 Integration und Rassismus an gemischtrassigen Schulen
3.3 Die Situation des Arbeitsmarktes im neuen Südafrika
3.3.1 Affirmative Action
3.3.2 Black Economic Empowerment (BEE)
3.3.3 Broad-Based Black Economic Empowerment
3.3.4 Die Auswirkungen des Broad-Based Black Economic Empowerment auf den Südafrikanischen Arbeitsmarkt
3.4 Die heutige Wohnraumverteilung in Südafrika
3.4.1. Der Alltag in den Townships
3.4.2 Low Cost Houses – Townships im Wandel
3.4.3 Die Landreform
4. Eine neue Form der Apartheid: Fremdenfeindlichkeit in Südafrika
5. Die Bedeutung für die Soziale Arbeit
5.1 Social Justice und Diversity Training
5.2 Vorschläge für präventive Soziale Arbeit im Kontext der Fremdenfeindlichkeit
6. Fazit
7. Ausblick
Die Arbeit untersucht den sozialen Wandel in Südafrika seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994. Das zentrale Ziel ist es, unter Anwendung der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls zu analysieren, ob nach zwei Jahrzehnten Demokratie von sozialer Gerechtigkeit gesprochen werden kann oder ob weiterhin strukturelle Apartheid-Strukturen das Land prägen.
1.1 Problemstellung
“Never, never and never again shall it be that this beautiful land will again experience the oppression of one by another and suffer the indignity of being the skunk of the world. Let freedom reign. The sun shall never set on so glorious a human achievement! God bless Africa!” Nelson Mandela Amtsantrittsrede 1994, zitiert aus:( Mandela 1997, S. 830; Hervorhebung durch F. P.)
Mit diesen Sätzen beendete Nelson Mandela seine Antrittsrede zum ersten demokratisch gewählten Präsidenten Südafrikas. Es grenzt an ein Wunder was damals am 10.05.1994 vor dem Union Building in Pretoria passierte. Jener Mensch der sein Leben dem Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit verschrieben hatte und sich von Anfang an gegen das Menschenverachtende System der Apartheid zur Wehr setzte, war nun Präsident Südafrikas. Alles was Rang und Namen hatte war in die Südafrikanische Hauptstadt gekommen um den Startschuss für ein neues Südafrika hautnah miterleben zu können. Es schien als richteten sich die Augen der ganzen Welt an jenem Tag auf die große Bühne, welche vor dem Präsidentenpalast aufgebaut wurde und auf der Nelson Mandela mit stolzer und nachdrücklicher Stimme den Beginn der Regenbogennation ausrief. Eine Nation, in der alle Südafrikaner ganz gleich welche Hautfarbe sie auch haben mögen, in Frieden und Einigkeit miteinander leben. Nach Jahrzehnten der gezielten Trennung und Unterdrückung der verschiedenen Ethnien Südafrikas durch eine weiße Minderheit sollte nun aus dem Kap der Stürme, wie es Bartholomeus Diaz einst nannte, ein Land der Hoffnung und Versöhnung werden. Eine Nation in der sich Menschen aller Hautfarben gegenseitig die Hände reichen.
1. Einleitung: Einführung in das Thema und Definition der Forschungsfrage unter Berücksichtigung des historisch-politischen Rahmens Südafrikas.
2. Geschichtlicher Hintergrund: Darstellung der historischen Entwicklung Südafrikas von der Kolonialisierung 1652 über die Ära der Apartheid bis zum demokratischen Übergang.
3. Die Regenbogennation: Chancengleichheit oder soziale Ungerechtigkeit?: Kritische Prüfung gesellschaftlicher Strukturen in Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnen unter Anwendung von John Rawls' Gerechtigkeitstheorie.
4. Eine neue Form der Apartheid: Fremdenfeindlichkeit in Südafrika: Analyse des Ausländerhasses und der sozialen Ursachen für fremdenfeindliche Ausschreitungen in modernen Südafrika.
5. Die Bedeutung für die Soziale Arbeit: Diskussion der Rolle der Sozialen Arbeit und Vorstellung konkreter Trainingsmethoden und präventiver Ansätze.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse in den historischen und gesellschaftlichen Kontext.
7. Ausblick: Identifikation weiterer Forschungsbedarfe und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung Südafrikas.
Südafrika, Apartheid, Regenbogennation, Soziale Gerechtigkeit, John Rawls, Bildungssystem, Arbeitsmarkt, Broad-Based Black Economic Empowerment, Affirmative Action, Townships, Landreform, Fremdenfeindlichkeit, Soziale Arbeit, Transformation, Rassismus.
Die Arbeit untersucht den sozialen Wandel in Südafrika seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 und fragt, inwieweit die damalige „Regenbogennation“ heute noch von Apartheid-Strukturen geprägt ist.
Die zentralen Themen sind das Bildungssystem, der Arbeitsmarkt mit seinen spezifischen Fördermaßnahmen sowie die Wohnraumsituation und die Landreform in Südafrika.
Die Forschungsfrage lautet, ob in Südafrika nach 21 Jahren Demokratie von sozialer Gerechtigkeit gesprochen werden kann, gemessen an der Theorie von John Rawls.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen Literatur- und Diskursanalyse, bei der aktuelle sozioökonomische Daten den theoretischen Gerechtigkeitsgrundsätzen von John Rawls gegenübergestellt werden.
Im Hauptteil werden die Bereiche Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnraum detailliert analysiert sowie das Phänomen der Fremdenfeindlichkeit als eine „neue Form der Apartheid“ untersucht.
Wichtige Begriffe sind Südafrika, Apartheid, Soziale Gerechtigkeit, Broad-Based Black Economic Empowerment, Bildungsgerechtigkeit und Soziale Arbeit.
Sie dient als theoretischer Rahmen und Gradmesser, um zu beurteilen, ob die gesellschaftlichen Umverteilungsmaßnahmen des Staates tatsächlich zu mehr Gerechtigkeit für die ehemals Benachteiligten führen.
Der Autor identifiziert Parallelen zwischen der damaligen rassistischen Ausgrenzung und der heutigen Gewalt gegen Migranten, bei der die ehemals Unterdrückten nun selbst ausgrenzend gegenüber anderen Afrikanern agieren.
Der Autor betont, dass Sozialarbeiter aktuelle politische Rahmenbedingungen wie das Quotensystem (BBBEE) kennen müssen, um Klienten kompetent zu beraten, und schlägt Diversity-Trainings zur Rassismusprävention vor.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass zwar rechtliche Gleichberechtigung herrscht, die sozioökonomische Realität jedoch weiterhin von Apartheid-Schatten geprägt ist, da ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt.
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