Diplomarbeit, 2004
84 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Klärung der Begrifflichkeiten
2.1. Zum Begriff KMU
2.2 Zum Begriff der Internationalisierung
2.3 Zum Verständnis von Virtuellen Unternehmen
3. KMU vor dem Hintergrund der Internationalisierung
3.1 Status Quo der Internationalisierung von KMU
3.2. Motive der Internationalisierung
3.3 Chancen und Risiken der Internationalisierung für KMU
4. Das Spektrum der Internationalisierungsformen
4.1 Export
4.2 Direktinvestitionen
4.3 Kooperationsformen
4.3.1 Joint Venture
4.3.2 Kooperationen ohne Kapitalbeteiligung
4.3.2.1 Lizenzvergabe
4.3.2.2 Strategische Allianzen
5. Virtuelle Unternehmen als Möglichkeit der Internationalisierung für KMU
5.1 Stärken und Schwächen der Virtualisierung bei der Internationalisierung von
Unternehmensaktivitäten
5.2 Voraussetzungen für die Realisierung eines internationalen virtuellen Unternehmens
5.2.1 Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft von KMU
5.2.1.1 Bedeutung der Unternehmerpersönlichkeit
5.2.1.2 Kernkompetenzen
5.2.1.3 Vertrauen und Kontrolle
5.2.1.4 Nutzung zeitgemäßer IuK
5.2.2 Existenz geeigneter Partnerunternehmen im Ausland
5.3 Aufbau eines international ausgerichteten virtuellen Unternehmens
5.3.1 Kooperationsnetzwerke als Märkte der Beziehungen
5.3.1.1 Wesen eines Firmenpools
5.3.1.2 Arten beobachtbarer mittelständischer Firmenpools in der Praxis
5.3.1.2.1 Branchenpool
5.3.1.2.2 Kammerfirmenpool
5.3.1.2.3 Der Private Firmenpool
5.3.2 Abstimmung von Tatbeständen in Unternehmensnetzwerken
5.3.3 Auswahl der Projektpartner
5.3.4 Berücksichtigung und Vereinbarung projektgebundener Sachverhalte und Ver-
fahrensregeln
5.4 Management international ausgerichteter virtueller Unternehmen
5.4.1 Koordination der operativen Tätigkeit durch Broker
5.4.2 Virtuelle Unternehmen und interkulturelle Unterschiede
5.4.3 Koordination der operativen Tätigkeit durch Aufteilung von Aufgaben
5.4.4 Phase der Auflösung
6. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Eignung und Realisierbarkeit virtueller Unternehmen im Kontext der Internationalisierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu untersuchen. Dabei wird analysiert, inwieweit virtuelle Strukturen eine effiziente Alternative zu klassischen Internationalisierungsstrategien wie Export oder Direktinvestitionen darstellen können.
5.4.2 Virtuelle Unternehmen und interkulturelle Unterschiede
Festmachen lassen sich kulturelle Unterschiede zunächst an der Sprache, die bis zu einem gewissen Grad mit Ursache für aufkommende Verständigungsprobleme zwischen den verschiedenen Kulturen ist. Ein Kennzeichen von Sprache ist ihre Mehrdeutigkeit: ein Wort kann zum einen mehrere Bedeutungen besitzen und mehrere Benennungen können einem Sachverhalt zugeordnet werden. Zwei Beispiele, an denen die Problematik der Mehrdeutigkeit aufgezeigt werden kann, bilden der Slogan „Come in and find out“ von Douglas und die Bezeichnung „T-Zones“ von der Deutschen Telekom. Für deutsche Staatsangehörige, die die englische Sprache nicht vollkommen beherrschen, mag der Slogan von Douglas befremdend wirken, denn er kann durchaus so aufgefasst werden, dass er nach nur kurzer Verweildauer in der Filiale wieder zum Verlassen derselbigen auffordert. Die Bezeichnung „T-Zones“, von T-Mobile für seine mobilen Online-Dienste eingeführt, ist insofern unglücklich gewählt, als dass „T-Zone“ in der englischen Sprache Ausdruck einer bestimmten Gesichtspartie ist (Stirn, Nase, Kinn), in der es mehr oder weniger zu Hautverunreinigungen kommt. In Bezug auf die Mehrdeutigkeit von Sprache bestehen zwischen den einzelnen Kulturen Unterschiede, die zu Missverständnissen führen können.
Innerhalb einer Sprache und Kultur ist die Verständigung über Wortbedeutungen noch einfach, während es bei der Überschreitung von Sprach- und Kulturgrenzen komplizierter ist, dahingehend eine Einigung zu erzielen. Ein Broker muss schließlich durch seine interkulturelle Kompetenz unter Beweis stellen, dass er in der Lage ist, die aus Mehrdeutigkeiten potentiell entstehende Missverständnisse zu vermeiden, damit keine falschen Rückschlüsse gezogen werden, die die Koordination beeinträchtigen und zu falschen Ergebnissen führen.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die volkswirtschaftliche Bedeutung von KMU und definiert die Problemstellung sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Klärung der Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Definitionen von KMU, Internationalisierung und virtuellen Unternehmen erarbeitet, um ein Fundament für die weitere Analyse zu schaffen.
3. KMU vor dem Hintergrund der Internationalisierung: Dieses Kapitel analysiert den Status quo, die Motive sowie die spezifischen Chancen und Risiken, mit denen KMU bei internationalen Aktivitäten konfrontiert sind.
4. Das Spektrum der Internationalisierungsformen: Eine detaillierte Darstellung und Bewertung gängiger Strategien wie Export, Direktinvestition und Kooperationsformen wird hier vorgenommen.
5. Virtuelle Unternehmen als Möglichkeit der Internationalisierung für KMU: Der Hauptteil der Arbeit untersucht das Konzept der Virtualisierung, die Voraussetzungen für deren Erfolg sowie Managementaspekte internationaler virtueller Netzwerke.
6. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Eignung virtueller Unternehmen als Internationalisierungsform für KMU zusammen und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
KMU, Internationalisierung, Virtuelle Unternehmen, Kooperation, Firmenpool, Internationales Management, Export, Interkulturelle Unterschiede, Vertrauensmanagement, Kernkompetenzen, Netzwerke, Markteintrittsbarrieren, Globalisierung, IT-Management, Projektkoordination.
Die Arbeit untersucht, ob und wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch die Bildung virtueller Unternehmen international erfolgreich agieren können.
Die zentralen Themen umfassen die Internationalisierungsprozesse von KMU, verschiedene Kooperationsformen, den Aufbau virtueller Netzwerke sowie das Management von Herausforderungen bei der internationalen Zusammenarbeit.
Das primäre Ziel ist die Evaluierung der Eignung und Realisierbarkeit von virtuellen Unternehmensstrukturen als zukunftsweisende Alternative zu traditionellen Internationalisierungsformen für KMU.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch ökonomische Internationalisierungstheorien, die mit empirischen Daten aus diversen Studien (wie der MIND-Studie) und praxisnahen Fallbeispielen verknüpft werden.
Der Hauptteil analysiert die Stärken und Schwächen der Virtualisierung, die notwendigen Voraussetzungen wie Vertrauen und moderne IuK sowie die konkrete Gestaltung und Steuerung von internationalen Firmenpools.
Wichtige Begriffe sind KMU, virtuelle Unternehmen, Internationalisierung, Kooperationsnetzwerke, Firmenpools und interkulturelles Management.
Firmenpools dienen als „Markt der Beziehungen“, die es KMU ermöglichen, flexibel Partner zu finden und als Module in einem virtuellen Unternehmen zusammenzuwirken, ohne dauerhafte eigene Strukturen im Ausland aufbauen zu müssen.
Nicht jeder Unternehmertyp ist für virtuelle Kooperationen geeignet; Eigenschaften wie Weltoffenheit, Risikobereitschaft und eine kooperative Grundhaltung sind entscheidend für den Erfolg in dezentralen Netzwerken.
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