Masterarbeit, 2016
89 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Das Markov-Entscheidungsproblem
2.1.1 Das Markov-Entscheidungsproblem im diskreten Fall
2.1.2 Das Markov-Entscheidungsproblem im stetigen Fall
2.2 Dynamische Programmierung
2.2.1 Bellman-Gleichung und der Fluch der Dimensionalität
2.2.2 Value Iteration
2.2.3 Policy Iteration
3 Simulationsbasierte Algorithmen
3.1 Bestärkendes Lernen und Simulationsverfahren
3.1.1 Temporal-Difference-Learning
3.1.2 Q-Learning und SARSA-Methode
3.1.3 Rollout-Verfahren und Hindsight-Optimierung
3.2 Adaptive Algorithmen
3.2.1 Problem des n-armigen Banditen
3.2.2 Greedy- und ε-Greedy-Verfahren
3.2.3 Boltzmann-Exploration und Referenzgewinn
3.2.4 Persuit-Verfahren
3.2.5 Upper-Confidence-Bound-Sampling
3.3 Evolutionäre Algorithmen
3.3.1 Evolutionäre Policy Iteration
3.3.2 Evolutionärer Random-Policy-Search
3.3.3 Weitere evolutionäre Verfahren
3.4 SAMW Algorithmus
3.4.1 Simulierte langsame Abkühlung
3.4.2 Gewichtete-Mehrheit und multiplikative-Gewichtung
3.4.3 Beschreibung SAMW
3.5 Analyse der Laufzeiten
4 Implementierung am Beispiel: Intensivstation
4.1 Intensivstationen
4.2 Modellierung der Problemstellung
4.3 Beschreibung des Lösungsalgorithmus
4.4 Implementierung des Lösungsalgorithmus
4.4.1 Standardverfahren
4.4.2 Betrachtung verschiedener Verteilungsannahmen
4.4.3 Erweiterung 1: Betrachtung benachbarter Äste
4.4.4 Erweiterung 2: Betrachtung mehrerer Stufen
4.4.5 Erweiterung 3: ASSI2
5 Evaluierung
6 Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit der algorithmischen Optimierung der Patientensteuerung auf einer Intensivstation, um trotz begrenzter Bettenkapazitäten eine effiziente Belegung zu gewährleisten. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Strategien zur Steuerung der Intensivstation gestaltet sein müssen, um die Gesamtkosten zu minimieren und das Risiko von Operationen, die aufgrund von Kapazitätsengpässen abgesagt oder durch "Bumping" verschoben werden müssen, zu reduzieren.
3.1 Bestärkendes Lernen und Simulationsverfahren
Maschinelles Lernen meint die künstliche Generierung von Wissen aus Erfahrungen. Ein künstliches System lernt hierbei aus Beispielen (Samples) und ist nach Beendigung einer Lernphase in der Lage zu verallgemeinern. Das heißt es werden nicht einfach die Beispiele auswendig gelernt, sondern das System ist in der Lage, Gesetzmäßigkeiten aus den erlernten Daten zu erkennen. So kann das System auch unbekannte Daten beurteilen, man spricht hierbei vom Lerntransfer. Stattdessen kann das System aber auch am Lernen unbekannter Daten scheitern. Dies wird dann Überanpassung (engl. overfitting) genannt. Die praktische Umsetzung ist mittels Algorithmen möglich. Hierbei wird zwischen Algorithmen der Überwachten Lernens, des Unüberwachten Lernens und des Bestärkenden Lernens unterschieden. Im Folgenden sind Algorithmen aus der Kategorie des Bestärkenden Lernens (engl. Reinforcement Learning) vor allem von Interesse, da diese ohne Beispiel und Modell ihrer Umwelt verfahren können. Beim Überwachten Lernen wird eine gewünschte Soll-Vorgabe zur Evaluierung des Lernvorgangs benötigt. Dies ist beim Bestärkenden Lernen nicht notwendig. Der Algorithmus lernt dabei durch Belohnung (oder Bestrafung) eine Strategie, wie er in potenziell auftretenden Situationen zu verfahren hat, um den Nutzen des Agenten, gemeint ist damit des Systems, zu maximieren.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung auf Intensivstationen und Hinführung zur algorithmischen Entscheidungsfindung als Lösungsweg.
2 Grundlagen: Einführung in die Theorie der Markov-Entscheidungsprobleme sowie Methoden der Dynamischen Programmierung und deren mathematische Lösungsansätze.
3 Simulationsbasierte Algorithmen: Detaillierte Darstellung moderner Lernverfahren, von adaptivem Sampling über evolutionäre Algorithmen bis hin zum SAMW-Algorithmus.
4 Implementierung am Beispiel: Intensivstation: Praktische Anwendung der entwickelten Algorithmen zur Bettenbelegungssteuerung und Kostenoptimierung unter verschiedenen Szenarien.
5 Evaluierung: Analyse der Effizienz und der Konvergenzeigenschaften der eingesetzten Strategien für die Patientensteuerung.
6 Ausblick: Diskussion möglicher Erweiterungen des Modells, um eine höhere Realitätsnähe zu erreichen und zukünftige Forschungsansätze aufzuzeigen.
Markov-Entscheidungsproblem, Bestärkendes Lernen, Intensivstation, Simulationsoptimierung, Patientensteuerung, Kapazitätsplanung, Dynamische Programmierung, Evolutionsstrategien, Kostenminimierung, Operational Research, Q-Learning, Überanpassung, Zeitmanagement, Strategieoptimierung, Entscheidungsunterstützung
Die Arbeit untersucht, wie moderne Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens dazu genutzt werden können, die Patientensteuerung auf einer Intensivstation zu optimieren, um einen effizienten Betrieb bei begrenzten Bettenkapazitäten zu gewährleisten.
Die zentralen Felder umfassen Markov-Entscheidungsprozesse, bestärkendes Lernen (Reinforcement Learning), Simulationsmethoden sowie die spezifischen Anforderungen des Krankenhausmanagements im Bereich der Intensivmedizin.
Das primäre Ziel ist es, Strategien zu finden, die die Kosten durch notwendige Operationsabsagen oder Patientenverschiebungen minimieren und somit eine bessere Auslastung bei gleichzeitig hohem Versorgungsstandard ermöglichen.
Es werden verschiedene Algorithmen des bestärkenden Lernens und simulationsbasierte Verfahren, wie beispielsweise Value Iteration, Policy Iteration und evolutionäre Ansätze, mathematisch hergeleitet und in einer Simulationsumgebung implementiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einführung in die Algorithmen (Kapitel 2 und 3) sowie eine praktische Implementierung am Beispiel einer Intensivstation, inklusive einer detaillierten mathematischen Modellierung der Patientenströme (Kapitel 4).
Zu den Kernbegriffen gehören Intensivstationsmanagement, Operations Research, Markov-Entscheidungsproblem, bestärkendes Lernen, Kapazitätsoptimierung und Kostenminimierung.
Beim "Bumping" werden Patienten bereits auf der Station entlassen oder verlegt, um Platz für neue Patienten zu schaffen, was zwar eine kurzfristige Kapazitätsfreigabe ermöglicht, aber potenzielle medizinische Risiken und zusätzliche Kosten impliziert.
Die statistische Analyse der Daten hat gezeigt, dass die Ankünfte von Notfallpatienten am besten durch diese Verteilungsform approximiert werden können, da sie die beobachteten Schwankungen der Patientenströme präziser abbildet als eine einfache Poisson-Verteilung.
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