Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Nationale Kommunikationsräume Europas im Vergleich: Frankreich – Deutschland
2.1 Institutionell-politische Rahmenbedingungen des Politikjournalismus in Frankreich und Deutschland
2.2 Strukturbedingungen des Mediensystems
3. Europa – Politische Kommunikation in allen Sphären
3.1 Politische Berichterstattung in Deutschland und Frankreich - Gemeinsamkeiten, Unterschiede
3.2 Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit - aktueller Forschungsstand
3.3 Europaberichterstattung in Frankreich und Deutschland – ausgewählte Studien
3.3.1 AIM Research Consortium: Europaberichterstattung in Frankreich und Deutschland
3.3.2 Der Pressecorps in Brüssel: Zwischen Verlautbarungsjournalismus und transnationalem investigativem Journalismus
4. Die Produktionsbedingungen der Medien
4.1 Das Problem der Selektion
4.2 Die Nachrichtenwerttheorie
4.3 Themenselektion der Europaberichterstattung
5. Untersuchungs- und Methodenkonzeption
5.1 Forschungsfragen
5.2 Hypothesengenerierung
5.3 Zur Methode der Inhaltsanalyse
5.4 Definition der Analyseeinheit
5.5 Stichprobe und Untersuchungszeitraum
5.6 Kategorienbildung und Definition der Codiereinheiten
5.6.1 Formale Ebene
5.6.2 Inhaltliche Ebene
5.7 Datenerhebung
6. Ergebnispräsentation und –interpretation
6.1 Umfang der europäischen Politikberichterstattung in der deutschen und französischen Presse
6.2 Formale Struktur der europäischen Politikberichterstattung
6.3 Stellenwert und Bewertung der Europäischen Union innerhalb der Berichterstattung
6.4 Nationale Bezugnahme innerhalb der Berichterstattung
6.5 Dominierende Nachrichtenanlässe
6.6 Nachrichtenfaktoren der Berichterstattung
7. Fazit
8. Codebuch
9. Tabellenanhang
10. Hinweise zu den untersuchten Zeitungen
Die Arbeit analysiert vergleichend die europäische Politikberichterstattung in überregionalen Tageszeitungen aus Deutschland und Frankreich, um zu untersuchen, wie Bürger über EU-Politik informiert werden und ob sich nationale Unterschiede in der Berichterstattung manifestieren.
4.2 Die Nachrichtenwerttheorie
Warum publizieren Medien manche Nachrichten und lassen andere Themen wiederum in der Informationsflut untergehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Nachrichtenwertforschung und bildet eine ideale Kombination zur empirischen Untersuchung der europäischen Politikberichterstattung. Denn den Erfolg einer Nachricht bei den Rezipienten und Redaktionen bestimmen Nachrichtenwertfaktoren. (vgl. Schulz 2011: 91)
Die Nachrichtenwerttheorie kam vermutlich in den 60er Jahren so richtig ins Rollen, als skandinavische Wissenschaftler sich mit der Frage beschäftigten, welche Faktoren für die Nachrichtenselektion maßgeblich seien. Östgaard (1965) und Galtung & Ruge (1965) nannten diese Kriterien „news factors“, also Nachrichtenfaktoren. Sie beschrieben diese als Merkmale von Ereignissen, die deren Nachrichtenwert bestimmen. Gleichzeitig untersuchten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Nachrichtenfaktoren und Nachrichtenwert in Form von „Wenn, dann“ Aussagen. (vgl. Galtung/Holmboe Ruge 1965: 64ff.)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der EU-Berichterstattung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Unterschieden zwischen französischer und deutscher Presseberichterstattung über EU-Politik.
2. Nationale Kommunikationsräume Europas im Vergleich: Frankreich – Deutschland: Das Kapitel beleuchtet die institutionellen und politischen Rahmenbedingungen sowie die Mediensysteme beider Länder als Basis für den transnationale Journalismusvergleich.
3. Europa – Politische Kommunikation in allen Sphären: Hier werden der aktuelle Forschungsstand zur europäischen Öffentlichkeit diskutiert und bereits existierende Studien zur Praxis der EU-Berichterstattung in Deutschland und Frankreich ausgewertet.
4. Die Produktionsbedingungen der Medien: Das Kapitel erläutert die Mechanismen der Nachrichtenwerttheorie und der Themenselektion, um zu verstehen, wie EU-Politik in Nachrichtenmedien selektiert und gerahmt wird.
5. Untersuchungs- und Methodenkonzeption: Dieser Teil legt die methodische Grundlage der quantitativen Inhaltsanalyse, beschreibt die Forschungsfragen, Hypothesenbildung, Stichprobenauswahl und Kategorienbildung.
6. Ergebnispräsentation und –interpretation: Die empirischen Daten werden hier dargestellt und interpretiert, wobei insbesondere Umfang, Darstellungsformen, Stellenwert und Nachrichtenfaktoren der EU-Berichterstattung analysiert werden.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert methodische Grenzen sowie Ansätze für weiterführende Forschung.
Europaberichterstattung, Politikjournalismus, Deutschland, Frankreich, Nachrichtenwerttheorie, Inhaltsanalyse, Qualitätszeitungen, EU-Integration, Medienvergleich, Nachrichtenfaktoren, Skandalisierung, Politische Kommunikation, Europäische Öffentlichkeit, Medienwirkung, Journalismusforschung.
Die Arbeit untersucht vergleichend, wie überregionale Tageszeitungen in Deutschland und Frankreich über europäische Politikthemen berichten.
Im Zentrum stehen die Mediensysteme beider Länder, die Faktoren der Themenselektion sowie der Umfang und die Qualität der EU-Berichterstattung.
Die zentrale Frage lautet: Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU, wenn es um Politik geht?
Die Autorin nutzt eine quantitative, vergleichende Inhaltsanalyse von Artikeln aus den Politikressorts der ausgewählten Qualitätszeitungen.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung durch die Nachrichtenwerttheorie als auch die methodische Konzeption und die anschließende empirische Auswertung der Daten.
Wichtige Begriffe sind Europaberichterstattung, Medienvergleich, Nachrichtenwerttheorie, politische Kommunikation und Inhaltsanalyse.
Süddeutsche Zeitung, FAZ, Le Monde und Le Figaro wurden als auflagenstarke, meinungsführende Qualitätsmedien gewählt, um eine hohe Vergleichbarkeit für die Analyse zu gewährleisten.
Die Untersuchung zeigt unter anderem, dass die französische Presse stärker zu meinungsorientierten, kritischen Darstellungsformen neigt, während die deutsche Presse häufiger sachlich-faktische Berichte liefert.
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