Bachelorarbeit, 2013
44 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Der Spiegel und seine Eigenschaften
3. Verwendung des Spiegelmotivs im Film
4. Der Spiegel als Instrument der Identitätsfindung
5. Spiegel zur Visualisierung von Identitätskrisen
5.1. Das Spiegelmotiv in Black Swan – Anzeichen einer Schizophrenie
5.2. Das Spiegelmotiv in DORIAN GRAY - Verlust der eigenen Identität
6. Magische Spiegel
6.1 THE MATRIX – Der Spiegel als Tür zwischen zwei Welten
6.2. Spiegel im Horrorfilm MIRRORS
7. Fazit
8. Filmverzeichnis
9. Literaturverzeichnis
10. Bildquellen- und Abbildungsverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische und narrative Funktion von Spiegelmotiven im Film. Das primäre Ziel ist es, die oft unbewusst wahrgenommenen Spiegelszenen in ihrer Bedeutung zu charakterisieren, um dem Zuschauer ein tieferes Verständnis für die filmische Bildsprache zu vermitteln.
5.1. Das Spiegelmotiv in Black Swan – Anzeichen einer Schizophrenie
Im Film BLACK SWAN von Darren Aronofsky aus dem Jahr 2010 geht es um die aufstrebende Balletttänzerin Nina Sayers, alias Natalie Portman, die von ihrem Ehrgeiz in die Selbstzerstörung getrieben wird. Diesen Identitätszerfall versucht Aronofsky mittels Spiegeln zu visualisieren, die er in nahezu jeder Einstellung integriert. Zu dem Einsatz von Spiegeln im Film sagt Aronofsky in einem Interview folgendes:
Die Spiegel sind ein Hauptmotiv des Filmes. Dafür gibt es zwei Gründe: Der erste ist, dass in jedem Ballettstudio überall Spiegel sind. Ballerinas starren sich die ganze Zeit selbst an. Sie schauen sich ihre Linie an, gucken wer sie sind und ob sie alles gut machen. Sie sind komplett von ihrem Abbild besessen. Eine Ballerina hat einmal gesagt, dass man in den Spiegeln immer eine Person sieht, die man liebt und gleichzeitig hasst. Der zweite Grund ist, dass in dem Film stark um Reflexionen, Doppelgänger und Dopplungen geht. Wir wissen, dass wir das Element des Spiegels metaphorisch sehr stark einsetzen […].
So sind die Spiegel in BLACK SWAN wichtiger Bestandteil der Mise-en-scène. Sie sind in der ganzen Wohnung von Nina und ihrer Mutter und im Ballett zu finden. Auch steht Nina in der U-Bahn stets vor der spiegelnden Glastür (s. Abb. 8). Mit dem Einsatz von Spiegeln stellt sich für Psychoanalytiker Jacques Lacan immer die Frage nach Identität und so ist BLACK SWAN, durch dessen exzessiven Einsatz von Spiegeln, ein Film über einen Identitätszerfall und die anschließende Selbstfindung.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die mythologische und symbolische Bedeutung des Spiegels ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie die Auswahl der analysierten Filme.
2. Der Spiegel und seine Eigenschaften: Hier werden die physikalischen Merkmale des Spiegels diskutiert, insbesondere seine Funktion als wahrheitsgetreue, aber auch täuschende reflektierende Fläche.
3. Verwendung des Spiegelmotivs im Film: Dieses Kapitel untersucht, wie Spiegel als Handlungsrequisit und Mittel zur Zuschaueridentifikation sowie zur Darstellung von Alter Egos eingesetzt werden.
4. Der Spiegel als Instrument der Identitätsfindung: Hier wird Lacans Theorie des Spiegelstadiums herangezogen, um zu verdeutlichen, wie der Blick in den Spiegel die Identitätsbildung des Individuums beeinflusst.
5. Spiegel zur Visualisierung von Identitätskrisen: Das Kapitel analysiert, wie Spiegelbrüche und Doppelgänger-Motive Identitätskrisen in Filmen wie BLACK SWAN und DORIAN GRAY sichtbar machen.
5.1. Das Spiegelmotiv in Black Swan – Anzeichen einer Schizophrenie: Eine detaillierte Analyse der Ich-Abspaltung und der Schizophrenie bei der Protagonistin Nina Sayers durch den Einsatz von Spiegeleffekten.
5.2. Das Spiegelmotiv in DORIAN GRAY - Verlust der eigenen Identität: Dieses Kapitel beleuchtet das Porträt als Zauberspiegel und die verzweifelte Suche Dorians nach einer unversehrten Identität.
6. Magische Spiegel: Hier wird die Rolle des Spiegels als übernatürliches Objekt, Wahrsage-Instrument und Fenster zum Überirdischen in Märchen und Film erörtert.
6.1 THE MATRIX – Der Spiegel als Tür zwischen zwei Welten: Eine Untersuchung des Spiegels als Grenze zwischen der manipulierten Matrix und der realen Welt für den Protagonisten Neo.
6.2. Spiegel im Horrorfilm MIRRORS: Dieses Kapitel zeigt den Spiegel als bösartiges, dämonisches Objekt, das in die reale Welt eingreift.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Spiegel im Film vom simplen Requisit zur komplexen Metapher avancieren, die Identitätskrisen und alternative Wirklichkeiten visualisiert.
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Die Arbeit untersucht die symbolische und narrative Bedeutung von Spiegelmotiven in verschiedenen Spielfilmen und analysiert, wie Regisseure diese einsetzen, um komplexe Themen wie Identitätskrisen oder psychische Zustände darzustellen.
Zentrale Themen sind die Psychoanalyse des Spiegelstadiums, die Funktion von Spiegeln als Doppelgänger-Motiv, der Einsatz von Spiegeln als magische Portale und die Rolle von Spiegelungen bei der Darstellung von Identitätsverlust.
Das Ziel ist es, die meist unterbewusste Verwendung von Spiegeln in der filmischen Gestaltung zu entschlüsseln und zu zeigen, dass Spiegel weit mehr als einfache Dekorationsgegenstände sind – nämlich essentielle Metaphern.
Es erfolgt eine motivische Filmanalyse unter Heranziehung psychoanalytischer Theorien, insbesondere von Jacques Lacan und Sigmund Freud, um die psychologische Dimension der Spiegelszenen zu deuten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Spiegeln als Instrumente der Identitätsfindung, die Visualisierung von Identitätskrisen am Beispiel von BLACK SWAN und DORIAN GRAY sowie die Analyse magischer Spiegel in THE MATRIX und MIRRORS.
Wichtige Begriffe sind unter anderem die "Ich-Abspaltung", das "Alter Ego", "Schizophrenie", "magische Spiegel" und die "Mise-en-scène".
Während in BLACK SWAN der Spiegel primär als Instrument zur Visualisierung einer inneren psychischen Spaltung und Identitätskrise dient, fungiert er in MIRRORS als dämonisches Objekt, das aktiv in die physische Realität eingreifen kann.
Das Porträt nimmt in DORIAN GRAY eine Spiegelfunktion ein. Es fungiert als "Zauberspiegel", der die sündhafte Seele Dorians reflektiert, während sein physisches Erscheinungsbild unverändert bleibt, und dient somit als zentrale Metapher für den Identitätsverlust.
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