Bachelorarbeit, 2014
63 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Grundlagen unternehmerischer Nachhaltigkeit
2.1 Ursprung und Entwicklung
2.2 Nachhaltigkeit als Managementkonzept
2.3 Dimensionen unternehmerischer Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsleistung
2.4 Stakeholdertheorie und Transparenz
3. Risikomanagement als integraler Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements
3.1 Verhältnis von Nachhaltigkeit und Risiko
3.2 Strategisches Risikomanagement als Fundament nachhaltig orientierter Wettbewerbsstrategien
3.3 Der Risikomanagementprozess im Prozess des Nachhaltigkeitsmanagements
3.3.1 Situations- und Stakeholderanalyse als Basis risikorelevanter Daten und Strategieumsetzung
3.3.2 Das Risikomanagement als Richtlinie der Nachhaltigkeitsstrategie
3.3.3 Interne und externe Risikotransparenz
4. Schaffung von interner und externer Risikotransparenz unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen
4.1 Interne Risikotransparenz
4.1.1 Situations- und Stakeholderanalyse
4.1.1.1 Identifikation der Stakeholderanforderungen
4.1.1.2 Methoden zur Risikoidentifikation
4.1.2 Analyse- und Bewertung der Stakeholderanforderungen
4.1.2.1 Bewertungsgrundlage
4.1.2.2 Methoden zur Analyse und Bewertung
4.1.3 Auswahl und Integration nachhaltigkeitsbezogener Maßnahmen in die Unternehmensstrategie
4.1.3.1 Auswahl
4.1.3.2 Integration
4.2 Externe Risikotransparenz
4.2.1 Strategieumsetzung
4.2.2 Berichterstattung
4.2.2.1 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
4.2.2.2 Freiwillige Umwelt- und Sozialstandards
5. Fazit
Diese Arbeit entwickelt einen unternehmens- und branchenübergreifenden Ansatz, der das Risikomanagement in das Nachhaltigkeitsmanagement integriert, um Nachhaltigkeitsleistungen sowohl intern als auch extern transparent darzustellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch dieses Risikomanagementsystem ein Zustand der Transparenz erreicht werden kann, der Entscheidungsträgern fundierte Grundlagen bietet und externe Stakeholder durch eine glaubwürdige Berichterstattung überzeugt.
3.1 Verhältnis von Nachhaltigkeit und Risiko
“Risikomanagement ist Nachhaltigkeitsmanagement. Nichts anderes als Risikomanagement war Carlowitz’ Waldbewirtschaftungsweise; er wollte damit der Gefahr vollkommen erschöpfter Holzbestände zuvorkommen. Risikomanagement meint klassischerweise so viel wie die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken und den Umgang mit ihnen.”56 Die Einsicht in die Notwendigkeit, für künftige Lebensbedingungen vorsorgend zu Handeln, ist nicht nur zentrales Element innerhalb eines unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement, sondern auch Merkmal eines unternehmerischen Risikomanagements.57 Die Beschäftigung mit Risiken setzt demnach ein bestimmtes Maß an Gestaltbarkeit der Zukunft (und damit der Vermeidbarkeit von unerwünschten Ereignissen) voraus, weil Risiken auf einem Spannungsverhältnis zwischen zukünftigen Ereignissen und unternehmerischen Entscheidungen beruhen.58 Das Risikomanagement wird in der Literatur oftmals in eine operative und strategische Komponente unterteilt. Beim strategischen Risikomanagement soll gewährleistet werden, dass Automatismen in sämtliche Geschäftsprozesse integriert-, der grundsätzliche Umgang mit Risiken definiert und der organisatorische Rahmen für ein Risikomanagement geschaffen wird. Außerdem steht die Festlegung von Zielen für das Risikomanagement im Vordergrund, die sich im Rahmen eines nachhaltig ausgerichteten Unternehmens an die Ziele des Nachhaltigkeitsmanagements orientieren sollten.59 Das Verständnis einer nachhaltigen Unternehmensführung geht damit über eine reine Risikobetrachtung hinaus, da ökologische und soziale Leistungen gezielt zum Aufbau strategischer Erfolgskriterien eingesetzt werden sollen.60
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeitsbegriffen in der Wirtschaft und formuliert die Forschungsfrage, wie Nachhaltigkeitsleistungen im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements transparent dargestellt werden können.
2. Grundlagen unternehmerischer Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge der Nachhaltigkeit, ordnet sie als Managementkonzept ein und definiert die Dimensionen sowie die Stakeholdertheorie.
3. Risikomanagement als integraler Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements: Hier wird das Verhältnis zwischen Nachhaltigkeit und Risiko analysiert und dargelegt, wie ein Risikomanagementprozess als Richtlinie für eine Nachhaltigkeitsstrategie fungiert.
4. Schaffung von interner und externer Risikotransparenz unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen: Das Kapitel beschreibt methodische Ansätze zur Identifikation und Bewertung von Stakeholderanforderungen sowie Möglichkeiten zur Umsetzung und Berichterstattung dieser Leistungen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements zusammen und betont die Notwendigkeit einer integrierten Strategie, um durch Risikotransparenz Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Nachhaltigkeitsmanagement, Risikomanagement, Risikotransparenz, Stakeholderanalyse, Nachhaltigkeitsstrategie, Corporate Social Responsibility, Unternehmensführung, Risikoidentifikation, Risikosteuerung, Risikoberichterstattung, Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, Wertschöpfungskette, Wettbewerbsstrategien, Stakeholdertheorie, Nachhaltigkeitsleistung
Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von Risikomanagement und Nachhaltigkeitsmanagement, um unternehmerische Nachhaltigkeitsleistungen intern und extern transparent zu machen.
Zentrale Themen sind die Stakeholderanalyse, verschiedene Strategietypen zur Risikosteuerung, die interne Risikokommunikation sowie die Anforderungen an eine glaubwürdige nachhaltige Berichterstattung.
Ziel ist die Entwicklung eines unternehmensübergreifenden Ansatzes, der das Risikomanagement nutzt, um Nachhaltigkeitsstrategien objektivierbar, nachvollziehbar und transparent darzustellen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher und praktischer Quellen, um Konzepte wie das Drei-Säulen-Modell, das EFQM-Modell und verschiedene Risikomanagementinstrumente systematisch zu verknüpfen.
Der Hauptteil analysiert den Risikomanagementprozess (Identifikation, Bewertung, Steuerung) und zeigt auf, wie aus Stakeholderanforderungen konkrete Erfolgsfaktoren für die Unternehmensstrategie abgeleitet werden.
Wichtige Begriffe sind Risikotransparenz, Nachhaltigkeitsmanagement, Stakeholderanalyse und der Triple-Bottom-Line-Ansatz.
Die Arbeit differenziert Stakeholder nach ihrer Machtbasis und ihrem Einfluss auf das Unternehmen, um relevante Anforderungen zu priorisieren und zielgerichtet in die Unternehmensstrategie zu integrieren.
Das Risikomanagement fungiert als "Umfeldradar", das ökologische und soziale Risiken frühzeitig erkennt und durch gezielte Steuerung Maßnahmen einleitet, die sowohl das Unternehmen schützen als auch langfristig zum Unternehmenserfolg beitragen.
Sie beschreibt die offene und glaubwürdige Kommunikation von Nachhaltigkeitszielen, Risiken und Chancen an externe Stakeholder, beispielsweise durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren in Geschäftsberichten.
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