Bachelorarbeit, 2015
41 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Versagen der traditionellen Geldpolitik
3. Was ist Quantitative Easing?
3.1 Transmissionskanäle der unkonventionellen Geldpolitik
3.2 Ausgestaltung in der Eurozone und erster Vergleich
4. Empirische Evidenz zum Quantitative Easing
4.1 Quantitative Easing am Beispiel großer Zentralbanken
4.1.1 Japan
4.1.2 USA
4.1.3 Großbritannien
4.2 Zusammenfassung und Ausblick für Europa
5. Kritik und Probleme
6. Fazit
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit und Erfolgsaussichten unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen (Quantitative Easing) durch einen Vergleich der Strategien großer Zentralbanken, um Handlungsempfehlungen für die aktuelle Politik der Europäischen Zentralbank abzuleiten.
3.1 Transmissionskanäle der unkonventionellen Geldpolitik
Es gibt diverse Arten möglicher Transmissionskanäle, die sich in ihrer Wirkung teilweise überschneiden oder unterschiedlich definiert werden. Eine Entwicklung in der Wirtschaft kann normalerweise nicht genau einem Transmissionskanal zugeordnet werden. Sie wirken oft gemeinsam auf mehrere Bereiche einer oder mehrerer Volkswirtschaften und über einen gewissen Zeitraum, der sich nicht genau definieren lässt (vgl. Krishnamurthy/Vissing-Jorgensen 2012: 2). Es lassen sich allerdings noch einige Unterschiede ausmachen, weshalb es sinnvoll ist, sich näher mit den Transmissionsmechanismen der unkonventionellen Geldpolitik zu befassen.
Im Folgenden werden drei Transmissionskanäle näher betrachtet: der Signaling Kanal, der Portfolio Balance Kanal und der Kreditkanal. Diese drei Kanäle stellen die Mechanismen, über die sich das QE auf die Wirtschaft auswirkt, gut dar. Zunächst wird der Signaling Kanal thematisiert. Dieser lässt sich allerdings nicht ausschließlich dem QE zuordnen und wirkt ebenfalls zu Zeiten konventioneller Geldpolitik.
Nicht erwartete Ankündigungen der Zentralbanken über ihre zukünftige Politik wirken sich auf die kurzfristigen Zinsen aus. Ebenso beeinflussen sie die Erwartungen für die langfristigen Zinsen und letztlich auch deren Höhe. Der Transmissionsmechanismus, durch den veränderte Erwartungen die Wirtschaft beeinflussen, ist der Signaling Kanal. Besonders Ankündigungen von großangelegten Wertpapierkäufen wirken sich in den meisten Fällen senkend auf die Zinsen aus. Das QE Programm wirkt somit indirekt über den Signaling Kanal (vgl. Bauer/Neely 2014: 9).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das QE-Programm der EZB ein und stellt die Relevanz der Untersuchung durch den Vergleich mit internationalen Erfahrungen dar.
2. Versagen der traditionellen Geldpolitik: Es wird erörtert, warum klassische Zinssteuerung bei einer Liquiditätsfalle oder Zinssätzen nahe der Nullgrenze wirkungslos wird und unkonventionelle Maßnahmen notwendig macht.
3. Was ist Quantitative Easing?: Dieses Kapitel definiert QE, analysiert die theoretischen Transmissionskanäle und erläutert die Besonderheiten der Umsetzung in der Eurozone.
4. Empirische Evidenz zum Quantitative Easing: Anhand der Länderbeispiele Japan, USA und Großbritannien wird die praktische Wirksamkeit auf Renditen, Aktienmärkte und das Wirtschaftswachstum evaluiert.
5. Kritik und Probleme: Die Arbeit diskutiert Gefahren wie Inflation, ineffiziente Ressourcenallokation, finanzielle Instabilität und den Verlust der Unabhängigkeit von Zentralbanken.
6. Fazit: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengeführt, wobei die Komplexität und die eingeschränkte Übertragbarkeit der QE-Erfolge auf die Eurozone hervorgehoben werden.
Quantitative Easing, Geldpolitik, Zentralbanken, EZB, Finanzkrise, Zinskanal, Signaling Kanal, Portfolio Balance Kanal, Kreditkanal, Deflation, Staatsanleihen, Inflation, Exit-Strategie, Wirtschaftswachstum, Finanzstabilität.
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen und Erfolgsaussichten von Quantitative Easing (QE) durch einen Vergleich der Geldpolitik führender Zentralbanken.
Die Arbeit behandelt die Grenzen traditioneller Geldpolitik, die Wirkungsweise unkonventioneller Instrumente, empirische Analysen internationaler QE-Programme sowie kritische Aspekte wie Inflationsrisiken.
Ziel ist es, die Erfolgsaussichten des QE-Programms der EZB zu beurteilen, indem die Wirksamkeit vergangener und laufender QE-Maßnahmen in anderen Wirtschaftsräumen evaluiert wird.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie einen empirischen Vergleich unter Einbeziehung von Marktdaten, wie beispielsweise der Entwicklung von Renditen für Staatsanleihen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Transmissionskanäle, die detaillierte Analyse der QE-Umsetzung in Japan, den USA und Großbritannien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen der Geldmengenexpansion.
Zentrale Begriffe sind Quantitative Easing, Zentralbankpolitik, Transmissionskanäle, Finanzstabilität und Exit-Strategien.
Japan wird als Pionier des QE seit 2001 betrachtet, um zu zeigen, dass auch bei massivem Mitteleinsatz nachhaltige Erfolge ausbleiben können, wenn strukturelle Probleme bestehen.
Er dient dazu, durch Ankündigungen der Zentralbank über zukünftige Zins- oder Kaufabsichten die Erwartungen der Marktteilnehmer zu steuern, was unmittelbare Auswirkungen auf Zinsen und Kurse hat.
Eine zu schnelle Straffung könnte den Aufschwung bremsen, während ein zu langes Zuwarten das Risiko einer außer Kontrolle geratenen Inflation birgt.
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