Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. DER PFANDBRIEF
2.1. DEFINITION
2.2. HISTORISCHER ABRISS
2.3. DER DEUTSCHE PFANDBRIEFMARKT
2.4. PFANDBRIEFARTEN UND IHRE FUNKTIONSWEISE
2.4.1. Emissionsstruktur und Kostenbestandteile
2.4.2. Platzierung und Rendite
2.5. RECHTLICHER RAHMEN DES PFANDBRIEFS
2.5.1. Allgemeines
2.5.2. Deckungskongruenz
2.5.3. Insolvenzfall und Trennungsprinzip
2.5.4. Rechtliches zum Hypothekenpfandbrief
2.6. BEHANDLUNG UNTER BASEL III
2.7. RATINGPROZESS BEI PFANDBRIEFEN
3. ASSET-BACKED-SECURITIES
3.1. DEFINITION
3.2. HISTORISCHER ABRISS
3.3. DER ABS/MBS MARKT
3.4. ARTEN DER VERBRIEFUNG IM SINNE VON ABS
3.4.1. Collateralized Debt Obligation
3.4.2. Mortgage-Backed-Securities
3.4.3. ABS im engeren Sinne
3.5. DIE MBS-TRANSAKTION
3.5.1. Transaktionsstruktur
3.5.2. True Sale vs. Synthetische Verbriefung
3.5.3. Transaktionsvarianten und Kostenbestandteile
3.5.4. Platzierung und Rendite
3.5.5. Credit Enhancement
3.6. RECHTLICHES ZU MBS
3.7. BEHANDLUNG UNTER BASEL III
3.8. RATINGPROZESS BEI MBS
4. HYPOTHEKENPFANDBRIEFE UND MBS IM VERGLEICH
4.1. GRUNDSÄTZLICHES
4.1.1. Historie und Markt
4.1.2. Emission
4.1.3. Verbriefung
4.1.4. Strukturunterschiede und bilanzielle Sicht
4.2. RISIKOBEHANDLUNG
4.2.1. Adressenausfallrisiko
4.2.2. Prepayment- und Delinquency-Risiken
4.2.3. Marktpreisrisiko
4.2.4. Zinsänderungsrisiko
4.2.5. Rechtliche Risiken
4.2.6. Spezifische Risiken bei MBS
4.3. BEHANDLUNG UNTER BASEL III
4.4. RENDITEENTWICKLUNG
5. MOTIVE FÜR DEN EINSATZ AUS VERSCHIEDENEN PERSPEKTIVEN
5.1. MBS AUS INVESTORENSICHT
5.2. HYPOTHEKENPFANDBRIEFE AUS INVESTORENSICHT
5.3. MBS AUS EMITTENTENSICHT
5.4. HYPOTHEKENPFANDBRIEFE AUS EMITTENTENSICHT
6. GEGENÜBERSTELLUNG IN FORM EINER MATRIX
7. FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob der deutsche Hypothekenpfandbrief gegenüber dem Mortgage-Backed-Security (MBS) unschlagbar ist. Hierzu werden beide Instrumente hinsichtlich ihrer Merkmale, ihrer Funktionsweise und ihres Risikoprofils detailliert analysiert, um eine fundierte Bewertung vorzunehmen.
4.1.3. Verbriefung
Grundsätzlich unterscheiden sich Hypothekenpfandbriefe und MBS nicht im Gedanken der Verbriefung, jedoch sehr wohl in der Art und Weise, wie diese durchgeführt wird. Während bei ABS grundsätzlich alles verbrieft werden kann, was einen zukünftigen Cash Flow generiert, werden bei MBS und Hypothekenpfandbriefen Forderungen aus Hypothekendarlehen verbrieft. Der große Unterschied hierbei ist, dass bei Hypothekenpfandbriefen aus Deutschland nur Hypotheken oder Grundschulden verwendet werden dürfen, deren Beleihungsgrenze von 60% nicht überschritten wird. Im Falle der Schuldnerinsolvenz hat die Pfandbriefbank je nach beliehenem Wert einen gewissen Risikopuffer für einen Erlös durch den Verkauf der Immobilie bei gesunkenem Marktwert. Bei MBS hingegen ist keine Beleihungsgrenze definiert, sodass bis zu 100% der Hypothek in Deckung genommen werden können. Dies stellt im Rückblick auf die Finanzkrise und auf Marktschwankungen ein sehr riskantes Bild dar und zeigt auf, dass bei MBS auch spekulative Elemente in die Bewertung mit einfließen. Während bei Hypothekendarlehen meist erstrangige Darlehen verbrieft werden, ist es bei MBS erlaubt, auch nachrangige Darlehen oder Darlehen mit einer hohen LTV-Ratio für die Deckung zu verwenden.
1. EINLEITUNG: Hinführung zur Fragestellung des Vergleichs zwischen dem Hypothekenpfandbrief und MBS unter dem Aspekt der Sicherheit nach der Finanzkrise.
2. DER PFANDBRIEF: Detaillierte Darstellung der Definition, Geschichte, Marktstruktur, gesetzlichen Rahmenbedingungen und des Ratingprozesses von Pfandbriefen.
3. ASSET-BACKED-SECURITIES: Erläuterung der Funktionsweise von MBS, ihrer Transaktionsstruktur, der verschiedenen Verbriefungsarten und der Risikobewertung.
4. HYPOTHEKENPFANDBRIEFE UND MBS IM VERGLEICH: Direkte Gegenüberstellung der beiden Instrumente hinsichtlich Historie, Emission, Verbriefung, Bilanzierung und Risikobehandlung.
5. MOTIVE FÜR DEN EINSATZ AUS VERSCHIEDENEN PERSPEKTIVEN: Analyse der Motive für Investoren und Emittenten unter Berücksichtigung des magischen Dreiecks der Geldanlage.
6. GEGENÜBERSTELLUNG IN FORM EINER MATRIX: Zusammenfassende tabellarische Übersicht der wichtigsten Unterschiede zwischen Pfandbriefen und MBS.
7. FAZIT UND AUSBLICK: Beantwortung der Ausgangsfrage sowie ein Ausblick auf die zukünftige Rolle der Instrumente unter regulatorischen Aspekten.
Hypothekenpfandbrief, Mortgage-Backed-Security, Asset-Backed-Security, Finanzkrise, Verbriefung, Deckungsmasse, Basel III, Rating, Risikobehandlung, Rendite, Liquidität, Beleihungswert, Tranchierung, Investorensicht, Emittentensicht
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen dem deutschen Hypothekenpfandbrief und dem internationalen Mortgage-Backed-Security, um zu prüfen, inwieweit das deutsche Produkt als überlegen in Bezug auf Sicherheit und Stabilität angesehen werden kann.
Die zentralen Felder sind die Funktionsweise, die rechtliche Verankerung, die Risikostruktur, die regulatorische Behandlung unter Basel III sowie die Einsatzmotive für Emittenten und Investoren.
Das primäre Ziel ist es, eine abschließende Bewertung der Fragestellung vorzunehmen, ob der Hypothekenpfandbrief als „deutsches Musterprodukt“ gegenüber MBS unschlagbar ist.
Es wird eine detaillierte Literaturanalyse und ein qualitativer Vergleich der Produkteigenschaften sowie regulatorischer Rahmenbedingungen durchgeführt, ergänzt durch eine übersichtliche Matrixdarstellung.
Im Hauptteil werden zunächst beide Instrumente einzeln definiert und analysiert, bevor in Kapitel 4 ein direkter Vergleich der Risiken und der bilanziellen Sicht erfolgt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Pfandbriefgesetz, Verbriefung, Risikoaversion, Tranchierung, Deckungsmasse und Basel III.
Es dient als wesentlicher Sicherheitsmechanismus, indem es eine Obergrenze von 60% des Beleihungswertes festlegt und damit spekulative Elemente bei der Bewertung ausschließt.
Aufgrund des strengen Pfandbriefgesetzes, der aktiven Verwaltung der Deckungsmassen und der Tatsache, dass historisch gesehen noch kein deutscher Pfandbrief ausgefallen ist.
Die Tranchierung ermöglicht eine Risikotransformation, bei der Verluste zuerst die nachrangigen Tranchen treffen, während die Senior-Tranchen durch das Wasserfallprinzip besser geschützt sind.
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