Masterarbeit, 2016
124 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Pornografie
2.2 Sexualität
2.3 Sexualpädagogik
2.4 Sexualerziehung
2.5 Jugendalter
3 Sexualität
3.1 Jugend und Sexualität
3.2 Psychosexuelle Entwicklung – vom Kind bis in die Pubertät
3.3 Funktion und Bedeutung von Sexualität
3.4 Jugendschutzbestimmungen
4 Pornografie
4.1 Pornografie im Rückblick
4.2 Konsumverhalten von Pornografie
4.2.1 Arten der Konfrontation mit Pornografie
4.2.2 Häufigkeit der Nutzung
4.3 Arten von pornografischen Inhalten im Web
4.4 Funktion und Bedeutung von Pornografie
4.5 Assoziation Jugendlicher zum Begriff Pornografie
4.6 Motive für den Konsum von Pornografie
4.7 Jugendschutzbestimmungen
5 Pornografie und Sexualität als untrennbare Kombination
5.1 Einfluss von Pornografie auf die Sexualität von Jugendlichen
5.2 Wahrnehmungen und Wirkungen von Pornografie auf die Sexualität
6 Empirie
6.1 Forschungsfrage und Ziel
6.2 Forschungsdesign
6.2.1 Erhebungsinstrument
6.2.2 Stichprobe und Population
6.2.3 Durchführung der Empirie
6.3 Auswertungsverfahren
6.3.1 Kategoriensystem
7 Auswertung
7.1 Fragebogen
7.1.1 Geschlecht
7.1.2 Beziehungsstatus
7.1.3 Das erste Mal
7.1.4 Sexuelle Erfahrungen
7.1.5 Definition Sexualität
7.1.6 Definition Pornografie
7.1.7 Pornografiekonsum – Erstkontakt
7.1.8 Pornografiekonsum – Art der Nutzung
7.1.9 Pornografiekonsum – Häufigkeit
7.1.10 Pornografiekonsum – Umfeld
7.1.11 Pornografiekonsum – Umgebung
7.1.12 Pornografiekonsum – Zugang
7.1.13 Einfluss von Pornografie
7.1.14 Einflussfaktoren von Pornografie
7.2 Gruppendiskussion
7.2.1 Assoziation des Begriffs Sexualität
7.2.2 Assoziation des Begriffs Pornografie
7.2.3 Das Konsumverhalten von Pornografie bei Jugendlichen
7.2.4 Wahrnehmung von Pornografie
7.2.5 Auswirkungen von Pornografie
8 Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Pornografiekonsums auf das Sexualempfinden von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, um Erkenntnisse für die Sexualpädagogik zu gewinnen.
4.1 Pornografie im Rückblick
Wer glaubt, dass Pornografie als ein neuzeitliches Kulturphänomen angesehen werden kann, hat weit gefehlt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gelang der Pornografie ein Evolutionssprung. Grund dafür war die Erfindung der Fotografie.
„Schon wenige Jahre nach der Verbreitung dieser revolutionären, weltverändernden Technik, erschienen erste pornografische Ablichtungen […]“ (ebd. 2014, S.63). Diese entwickelten sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zu einem rasant ansteigenden Industriezweig. Die Welt der Pornografie, wie wir sie kennen, wurde somit etabliert. Weitere Fortschritte wie Farbbilder und die Verbesserung der Bildqualität, als auch das Entstehen von Filmmaterialien ließen die Pornografie in ein neues Licht rücken (vgl. ebd. 2014, S.63).
Durch diese rasche Weiterentwicklung wurden auch Behörden und Ämter aufmerksam und verbaten die Produktion und Verbreitung von pornografischen Inhalten, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa (vgl. ebd. 2014, S.63).
„Mit der Legalisierung von Pornografie in Dänemark im Jahr 1969 überrollte eine Welle von dort produzierten Inhalten Europa, was letztlich aufgrund des anwachsenden illegalen Konsums zu weiteren Legalisierungsmaßnahmen in einer Vielzahl europäischer Staaten führte. Besonders die 70er Jahre brachten einen explosionsartigen Aufschwung und gleichbedeutend die Entstehung der modernen Pornoindustrie“ (Czok et al. 2014, S64).
1 Einleitung: Beschreibt den Anstieg des Pornografiekonsums bei Jugendlichen und definiert das Ziel, Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf das Sexualempfinden durch eine Kombination quantitativer und qualitativer Forschung zu gewinnen.
2 Definitionen: Erläutert zentrale Begriffe wie Pornografie, Sexualität, Sexualpädagogik, Sexualerziehung und Jugendalter, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Arbeit zu schaffen.
3 Sexualität: Analysiert Sexualität als Teil der Identitätsentwicklung und geht dabei insbesondere auf das Jugendalter, psychosexuelle Entwicklungsschritte sowie soziale und rechtliche Rahmenbedingungen ein.
4 Pornografie: Bietet einen historischen Überblick, untersucht das Konsumverhalten, verschiedene Arten von Inhalten, deren Funktionen sowie Motive und rechtliche Aspekte für Jugendliche.
5 Pornografie und Sexualität als untrennbare Kombination: Diskutiert den direkten Einfluss und die wechselseitigen Wirkungen von Pornografiekonsum auf das Sexualleben und das Denken von Jugendlichen.
6 Empirie: Beschreibt das methodische Forschungsdesign, inklusive Forschungsfrage, Zielsetzung, Erhebungsinstrumente (Fragebogen, Gruppendiskussion) sowie das Kategoriensystem der Auswertung.
7 Auswertung: Detaillierte Darstellung und Interpretation der quantitativen Ergebnisse der Fragebogenerhebung und der qualitativen Erkenntnisse aus den Gruppendiskussionen.
8 Resümee: Führt die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit, Pornografie in der Sexualpädagogik aktiv mitzudenken.
Sexualität, Pornografie, Jugendliche, Sexualpädagogik, Konsumverhalten, Sexualerziehung, Medienkompetenz, Identitätsentwicklung, Jugendschutz, Empirische Sozialforschung, Sexualempfinden, Geschlechterunterschiede, Körperbild, Internetpornografie, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht den Pornografiekonsum bei Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren und analysiert, welchen Einfluss dieser Konsum auf deren Sexualempfinden und Entwicklung hat.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Begriffsdefinitionen von Sexualität und Pornografie, dem tatsächlichen Konsumverhalten von Jugendlichen, dem Einfluss der Medien sowie den rechtlichen Jugendschutzbestimmungen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen hat der Konsum von Pornografie von Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren auf ihr Sexualempfinden?“
Es wird ein methodischer Mix angewandt: eine quantitative Fragebogenerhebung unter 107 Jugendlichen und zwei qualitative Gruppendiskussionen (einmal mit Mädchen, einmal mit Burschen).
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Ergebnisse der empirischen Studie präsentiert, wobei die Wahrnehmungen und Auswirkungen des Pornografiekonsums detailliert ausgewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendsexualität, Pornografiekonsum, Sexualpädagogik, Medienkompetenz, Geschlechterrollen und Jugendschutz beschreiben.
Die Studie zeigt signifikante Unterschiede: Burschen konsumieren tendenziell häufiger und gezielter Pornografie, während Mädchen den Konsum eher ungewollt oder im privaten Kontext erleben und häufiger eine ablehnende oder kritische Haltung dazu einnehmen.
Das Internet hat den Zugang drastisch vereinfacht, sodass Pornografie für Jugendliche allgegenwärtig ist und ohne nennenswerte soziale oder technische Barrieren, oft über Smartphones, konsumiert werden kann.
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